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Diese Alltagsfehler können Heuschnupfen verschlimmern
Niesen, juckende Augen, verstopfte Nase: Wer Heuschnupfen hat, kennt diese Beschwerden gut. Oft sind es kleine Gewohnheiten im Alltag, die Heuschnupfen unnötig verstärken. Das gilt für falsches Lüften, Pollen im Schlafzimmer oder ungeeignete Gewohnheiten im Alltag.
In dieser Bildergalerie geht es um typische Alltagsfehler bei Heuschnupfen und darum, was stattdessen sinnvoller ist.
Wichtig: Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Tipps in dieser Galerie ersetzen keine medizinische Behandlung.
Falsches Lüften kann Heuschnupfen verstärken
Wer zur falschen Zeit lüftet, lässt besonders viele Pollen in die Wohnung. Auf dem Land ist die Belastung vor allem morgens zwischen 4 und 6 Uhr hoch, in der Stadt eher abends ab 18 Uhr. Deshalb ist es auf dem Land meist günstiger, abends zu lüften, in der Stadt eher morgens. Besser als ein dauerhaft gekipptes Fenster ist kurzes Stoßlüften.
Heuschnupfen: Pollen ins Schlafzimmer tragen
Pollen bleiben an Haaren und Kleidung haften und landen so leicht im Schlafzimmer. Das kann die Beschwerden nachts verstärken. Sinnvoll ist es deshalb, die Haare nicht im Schlafzimmer zu bürsten und getragene Kleidung in einem anderen Raum zu wechseln.
Lesetipp: 9 Hausmittel gegen Heuschnupfen
Zu viele Staubfänger in der Wohnung
In Trockenblumen, Wandteppichen und offenen Bücherregalen sammelt sich Staub an und mit ihm oft auch Pollen. Solche Staubfänger lassen sich meist nur schwer gründlich reinigen. Dadurch können Allergene immer wieder aufgewirbelt werden. Besser sind Deko- sowie Einrichtungsgegenstände, die sich leicht feucht abwischen lassen.
Filter in Auto oder Klimaanlage nicht warten
Filter in Auto oder Klimaanlage können helfen, Pollen aus der Luft zu entfernen. Werden sie jedoch nicht regelmäßig gewechselt oder gewartet, nimmt ihre Wirkung ab. Dann kann die Belastung im Innenraum steigen.
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Alltagsfehler bei Heuschnupfen: Staubsaugen ohne HEPA-Filter
Pollen setzen sich in der Wohnung besonders auf Teppichen und Polstermöbeln fest. Wer ohne geeigneten Filter saugt, kann sie leicht wieder aufwirbeln. Sinnvoll ist ein Staubsauger mit HEPA-Filter. Glatte Böden sollten regelmäßig feucht gewischt werden.
Bei hoher Pollenbelastung ohne Maske nach draußen
Bei hoher Pollenbelastung kann eine Maske die eingeatmete Pollenmenge verringern, etwa bei längeren Wegen im Freien oder beim Radfahren. FFP2-Masken filtern dabei mehr Partikel als einfache OP-Masken. Die Augen bleiben jedoch ungeschützt. Eine Brille oder Sonnenbrille kann deshalb zusätzlich sinnvoll sein.
Fenster ohne Pollenschutz öffnen
Wer häufig lüftet, kann mit einem Pollenschutzgitter am Fenster die Belastung in Innenräumen verringern. Besonders an Tagen mit starkem Pollenflug ist das sinnvoll. Es ersetzt zwar nicht Lüften zur passenden Uhrzeit, kann aber zusätzliche Pollen abfangen.
Lesetipp: Pollenflugkalender – wann ist die Pollenbelastung am stärksten?
Kontaktlinsen bei Heuschnupfen tragen
Kontaktlinsen können die Augen in der Pollensaison zusätzlich reizen. Denn Pollen lagern sich auf den Linsen ab und bleiben so länger in Kontakt mit der Bindehaut. Das kann Juckreiz, Rötung und tränende Augen verstärken. Wer kann, sollte in dieser Zeit lieber zur Brille greifen oder konsequent Tageslinsen verwenden
Alkohol in der Pollensaison trinken
Alkohol kann Heuschnupfenbeschwerden verstärken. Grund dafür ist unter anderem der Botenstoff Histamin, der in vielen alkoholischen Getränken enthalten ist. Manche Getränke wie Rotwein, Bier oder Sekt werden oft besonders schlecht vertragen. In der Pollensaison kann es deshalb sinnvoll sein, Alkohol zumindest testweise zu reduzieren.
Alltagsfehler bei Heuschnupfen: Sport zur falschen Zeit
Wer bei hoher Pollenbelastung draußen Sport treibt, atmet durch die erhöhte Atemfrequenz deutlich mehr Pollen ein – und tiefer als im Ruhezustand. Besonders mittags und am frühen Nachmittag ist die Belastung in der Stadt am höchsten.
Deshalb Sport besser in die frühen Morgenstunden legen, ins Hallenbad oder Fitnessstudio ausweichen. Auch ein Check der tagesaktuelle Pollenbelastung kann helfen.
Niesen, juckende Augen, verstopfte Nase: Wer Heuschnupfen hat, kennt diese Beschwerden gut. Oft sind es kleine Gewohnheiten im Alltag, die Heuschnupfen unnötig verstärken. Das gilt für falsches Lüften, Pollen im Schlafzimmer oder ungeeignete Gewohnheiten im Alltag.
In dieser Bildergalerie geht es um typische Alltagsfehler bei Heuschnupfen und darum, was stattdessen sinnvoller ist.
Wichtig: Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Die Tipps in dieser Galerie ersetzen keine medizinische Behandlung.
- Bergmann, K. C., et al.: Mund-Nasen-Masken zur Vermeidung von COVID-19 und Pollenallergie geeignet: eine Studie in der Expositionskammer: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8349622/, Allergo J. 2021; 30(5): 55–61 (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V.: Pollenallergiker sollten auf Alkohol verzichten: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/news/hno-news/pollenallergiker-sollten-auf-alkohol-verzichten.html (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Allergische Rhinitis: HEPA-Luftfilter können Medikamentenbedarf reduzieren: https://www.allergieinformationsdienst.de/aktuelles/news/artikel/allergische-rhinitis-hepa-luftfilter-koennen-medikamentenbedarf-reduzieren (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH): Wie kann man Heuschnupfen vorbeugen? https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/heuschnupfen/praevention (Abruf: 04/2026)
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