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Zyklusstörungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Mai 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Irgendeine Form von Zyklusstörungen kennt fast jede Frau: Entweder die Periode beginnt zu früh oder bleibt aus, es tritt eine zu starke oder zu schwache Regelblutung auf oder es kommt zu Schmierblutungen oder Zwischenblutungen.

Die Menstruation setzt bei den meisten Mädchen zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr ein. Üblicherweise dauert eine Regelblutung etwa 4 bis 5 Tage und ist im Allgemeinen am zweiten Tag der Menstruation am stärksten. Der Zyklus beginnt am ersten Blutungstag und dauert durchschnittlich 28 Tage (d.h. am 29. Tag setzt die nächste Blutung ein). Eine solche normal starke Regelblutung bei normaler Zyklusdauer bezeichnen Mediziner als Eumenorrhö.

Zyklusstörungen kann man in zwei große Gruppen unterteilen – je nachdem, ob die Abweichungen vom normalen Monatszyklus der Frau das Zyklusschema, die Stärke und/oder die Dauer der Monatsblutungen betreffen:

  • Bei Tempostörungen (bzw. Rhythmusstörungen) weichen die Blutungsintervalle ab. Zu dieser Gruppe gehören:
    • mehrere Monate dauerndes oder vollständiges Ausbleiben der Periode (sog. Amenorrhö),
    • über 31 Tage langer Menstruationszyklus (sog. Oligomenorrhö),
    • auf unter 25 Tage verkürzter Menstruationszyklus (sog. Polymenorrhö).
  • Bei Typusstörungen weicht die Blutungsstärke ab. Hierzu zählen:
    • sehr starke Regelblutung (sog. Hypermenorrhö),
    • schwache, teils auch nur ein bis zwei Tage oder sogar nur ein paar Stunden dauernde Regelblutung (sog. Hypomenorrhö),
    • übermäßig lange und starke Regelblutung (sog. Menorrhagie),
    • unregelmäßige Regelblutung mit Zwischenblutungen, die mehrere Tage (meist sechs bis zehn) andauern können (sog. Metrorrhagie).

Zu letzteren Zyklusstörungen gehören auch Schmierblutungen, die entweder vor und nach der Periode (als sog. prä- bzw. postmenstruelles Spotting) oder während der Menstruation selbst auftreten können (d.h. es kommt nur zu einer Schmierblutung statt der Periode).

Die möglichen Ursachen für Zyklusstörungen sind sehr vielfältig: Sie reichen von funktionellen oder hormonellen Störungen über organische Veränderungen bis hin zu erblichen Defekten oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane, der Schilddrüse, Leber, Niere oder allgemeinen Erkrankungen wie Diabetes mellitus. Zudem können Stress, psychische Belastungen, falsche Ernährung oder auch Leistungssport hinter Menstruationsstörungen stecken.

Zyklusstörungen können – neben den Abweichungen in der Zykluslänge oder Blutungsstärke – in manchen Fällen weitere Symptome verursachen: zum Beispiel Anzeichen einer Anämie, Gewichtsschwankungen oder seelische Verstimmungen. Wie die geeignete Behandlung aussieht, hängt davon ab, in welcher Form die Menstruation gestört ist und ob bei den Betroffenen ein Kinderwunsch besteht.

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