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Zyklusstörungen (Menstruations­störungen)

Veröffentlicht von: Carolin Grob (20. Juni 2014)

Irgendeine Form von Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) kennt fast jede Frau: Entweder die Periode kommt zu früh oder bleibt aus, es tritt eine zu starke oder zu schwache Regelblutung auf oder es kommt zu Schmierblutungen oder Zwischenblutungen.

Meist setzt die Menstruation zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr ein. Die Zykluslänge beschreibt den Zeitraum zwischen zwei Regelblutungen – der Zyklus beginnt am ersten Blutungstag und ist durchschnittlich 28 Tage (+/- 3 Tage) lang. Die Regelblutung dauert meist 4 bis 5 Tage. Während dieser Zeit verliert der weibliche Körper insgesamt etwa 50 bis 100 Milliliter Blut. Am zweiten Tag der Menstruation ist die Blutung im Allgemeinen am stärksten.

Eine reguläre, ohne Beschwerden verlaufende Regelblutung bezeichnet man als Eumenorrhö. Zyklusstörungen können das Zyklusschema sowie die Stärke und/oder Dauer der Monatsblutungen betreffen. Entsprechend kann man Menstruationsstörungen wie folgt unterteilen:

  • Bei Tempostörungen beziehungsweise Rhythmusstörungen weichen die Blutungsintervalle ab.
  • Typusstörungen sind Menstruationsstörungen, bei denen die Blutungsstärke abweicht.

Zur Gruppe der Rhythmusstörungen zählen:

  • Ausbleiben der Periode (Amenorrhö): Die Zyklusstörung ist gekennzeichnet durch eine mehrere Monate lang oder vollständig ausbleibende Periode. Bei dieser Rhythmusstörung unterscheiden Mediziner die primäre und die sekundäre Amenorrhö:
    • Eine primäre Amenorrhö liegt vor, wenn bis zum 15. Lebensjahr noch keine Periode aufgetreten ist.
    • Eine sekundäre Amenorrhö liegt vor, wenn bereits Monatsblutungen erfolgt sind und dann blutungsfreie Intervalle von drei Monaten oder mehr eintreten.
  • Verlängerter Menstruationszyklus (Oligomenorrhö): Die Menstruation zeigt eine normale Dauer und Stärke, aber ihr Intervall beträgt mehr als 31 Tage.
  • Verkürzter Menstruationszyklus (Polymenorrhö): Die Zykluslänge ist kürzer als 25 Tage, die Periode setzt also jedes Mal zu früh ein. Der Zyklus kann dabei sowohl regelmäßig als auch unregelmäßig verkürzt sein.

Zur Gruppe der Typusstörungen gehören:

  • Sehr starke Regelblutung (Hypermenorrhö): Durch die starke Menstruation benötigen die Betroffenen mehr als fünf Monatsbinden oder Tampons pro Tag. Oft finden sich im Regelblut größere Blutklümpchen (sog. Blutkoagula).
  • Schwache Regelblutung (Hypomenorrhö): Eine zu schwache Periode tritt häufig bei Frauen auf, bei denen die Wechseljahre begonnen haben, sowie manchmal bei übergewichtigen Frauen. Oft dauert die Regelblutung dann auch nur ein bis zwei Tage oder sogar nur ein paar Stunden. Häufig tritt auch nur eine Schmierblutung statt der Periode auf.
  • Übermäßig lange Regelblutung (Menorrhagie): Die Periode hat eine Dauer von mehr als sechs Tagen und ist sehr stark.
  • Unregelmäßige Regelblutung (Metrorrhagie): Neben der normalen Regelblutung kommt es zu unregelmäßigen Zwischenblutungen, die mehrere Tage (meist sechs bis zehn) andauern können.
  • Schmerzhafte Regelblutung, Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Die Regelblutung ist schmerzhaft und mit allgemeinem Krankheitsgefühl verbunden. Tritt eine Dysmenorrhö von der ersten Monatsblutung (Menarche) an auf, spricht man von primärer Dysmenorrhö. Tritt sie im späteren Leben auf, liegt eine sogenannte sekundäre Dysmenorrhö vor.

Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) können sich auch in Form von Schmierblutungen äußern: Eine Schmierblutung kann vor und nach der Periode auftreten, man spricht dann vom sogenannten prä- bzw. postmenstruellen Spotting. Aber auch während der Menstruation selbst sind Schmierblutungen möglich; manchmal kommt es auch nur zu einer Schmierblutung statt der Periode.

Für Zyklusstörungen kommen vielfältige Ursachen infrage: So können funktionelle oder hormonelle Störungen über organische Veränderungen bis hin zu erblichen Defekten oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane, der Schilddrüse, Leber, Niere oder allgemeine Erkrankungen wie Diabetes mellitus hinter Menstruationsstörungen stecken.

Außerdem können Zyklusstörungen durch Stress, psychische Belastungen, falsche Ernährung oder auch Leistungssport bedingt sein. Neben den Abweichungen in der Zykluslänge oder Blutungsstärke können manche Zyklusstörungen weitere Symptome verursachen (z.B. Anzeichen einer Anämie, Gewichtsschwankungen oder seelische Verstimmungen).

Wie sich die Zyklusstörungen therapieren lassen, richtet sich danach, in welcher Form die Menstruation gestört ist und ob bei den Betroffenen ein Kinderwunsch besteht.






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