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Zyklusstörungen (Menstruations­störungen)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (28. Februar 2013)

Irgendeine Form von Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) kennt fast jede Frau: Entweder die Periode kommt zu früh oder bleibt aus, es tritt eine zu starke oder zu schwache Regelblutung auf oder es kommt zu Schmierblutungen oder Zwischenblutungen.

Alle Abweichungen vom normalen Monatszyklus der Frau kann man in zwei große Gruppen unterteilen:

  • Tempostörungen
  • Typusstörungen

Tempostörungen oder Rhythmusstörungen sind Zyklusstörungen, bei denen die Blutungsintervalle abweichen. Typusstörungen sind Menstruationsstörungen, bei denen die Blutungsstärke abweicht.

Zur Gruppe der Tempostörungen gehören:

  • Amenorrhö (= Ausbleiben der Periode): Es tritt gar keine Periode auf oder die Menstruation bleibt mehrere Monate lang aus.
  • Oligomenorrhö (= verlängerter Menstruationszyklus): Die Menstruation zeigt eine normale Dauer und Stärke, aber ihr Intervall beträgt mehr als 31 Tage.
  • Polymenorrhö (= verkürzter Menstruationszyklus): Die Zykluslänge ist kürzer als 25 Tage, die Periode setzt also jedes Mal zu früh ein. Der Zyklus kann dabei immer gleichermaßen oder auch unregelmäßig verkürzt sein.

Zyklusstörungen aus der Gruppe der Typusstörungen sind:

  • Hypermenorrhö (= sehr starke Regelblutung): Hierbei finden sich im Regelblut oft größere Blutklümpchen. Die Betroffenen verbrauchen mehr als fünf Monatsbinden oder Tampons pro Tag.
  • Hypomenorrhö (= schwache Periode): Solche Zyklusstörungen sind bei Beginn der Wechseljahre häufig, manchmal auch bei Übergewicht. Die Dauer der Regelblutung beträgt oft nur ein bis zwei Tage oder sogar nur ein paar Stunden. Häufig tritt auch nur eine Schmierblutung statt der Periode auf.
  • Menorrhagie (= übermäßig lange Regelblutung): Die Periode hat eine Dauer von mehr als sechs Tagen und ist sehr stark.
  • Metrorrhagie (= unregelmäßige Regelblutung): Neben der normalen Regelblutung kommt es zu unregelmäßigen Zwischenblutungen; eine Zwischenblutung kann mehrere Tage (meist sechs bis zehn) andauern.
  • Dysmenorrhö (= schmerzhafte Regelblutung, Regelschmerzen): Die Monatsblutung ist neben den Schmerzen mit allgemeinem Krankheitsgefühl verbunden.

Für Zyklusstörungen kommen vielfältige Ursachen infrage: So können funktionelle oder hormonelle Störungen über organische Veränderungen bis hin zu erblichen Defekten oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane, der Schilddrüse, Leber, Niere oder allgemeine Erkrankungen wie Diabetes mellitus hinter Menstruationsstörungen stecken.

Außerdem können Zyklusstörungen durch Stress, psychische Belastungen, falsche Ernährung oder auch Leistungssport bedingt sein. Neben den Abweichungen in der Zykluslänge oder Blutungsstärke können manche Zyklusstörungen weitere Symptome verursachen (z.B. Anzeichen einer Anämie, Gewichtsschwankungen oder seelische Verstimmungen).

Wie sich die Zyklusstörungen therapieren lassen, richtet sich danach, in welcher Form die Menstruation gestört ist und ob bei den Betroffenen ein Kinderwunsch besteht.






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