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Stoffwechsel anregen: Mit Schwung abnehmen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. August 2014)

© Jupiterimages/Stockbyte

Stoffwechsel ist ein beliebtes Schlagwort – auch, wenn es ums Abnehmen geht. Aber was bedeutet der Begriff eigentlich? Im Grunde ist es ganz einfach: Der Körper nimmt bei der Atmung und durch die Ernährung Stoffe auf und verarbeitet sie in seinen Zellen weiter. Er baut sie ab, um und wieder neu auf, damit er sie für seine Bedürfnisse nutzen kann.

Diese biochemischen Prozesse innerhalb der Zellen werden als Stoffwechsel oder als Metabolismus bezeichnet. Darunter fällt beispielsweise auch die Verarbeitung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Deshalb spielt der Stoffwechsel auch beim Abnehmen eine Rolle.

Allgemein gehören zu den Stoffwechselprozessen:

  • die Atmung,
  • die Aufnahme von Nährstoffen über Essen und Trinken,
  • die Verwertung von Nährstoffen,
  • die Herstellung von Abfallprodukten aus der Nahrung (z.B. Harnstoff) und
  • die Ausscheidung von Abfallprodukten (z.B. mit dem Urin).

All die Stoffe, die der Körper mit der Nahrung aufnimmt – zum Beispiel Vitamine, Kohlenhydrate oder Mineralstoffe –, werden entweder sofort verarbeitet oder zunächst gespeichert. Auf diese Weise kann der Körper seine Funktionen aufrechterhalten – auch, wenn er mal etwas auf Nahrungs-Nachschub warten muss.

Der Stoffwechsel ist nicht mit der Verdauung zu verwechseln. Vielmehr ist die Verdauung ein Teil – und die Grundvoraussetzung – des Stoffwechsels. Denn der Darm kann die Nährstoffe der Nahrungsmittel beispielsweise nur in ihren Einzelteilen in die Blutbahn aufnehmen: Mehrfachzucker wie Kohlenhydrate als Einfachzucker wie Glucose, Eiweiß als Aminosäuren und Fett als Fettsäuren und Glyceride. Diese Einzelteile werden dann über die Blutbahn weiter transportiert, zum Beispiel in die Leber, die eines der wichtigsten Stoffwechselorgane ist.

Das Bild zeigt verschiedene Nahrungsmittel. © Jupiterimages/Stockbyte

Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, Mineralstoffe und Vitamine – all diese Stoffe braucht der Körper, damit er reibungslos funktionieren kann.

Das Hormon- und das Nervensystem steuern den Stoffwechsel. An ihm beteiligt sind insbesondere Hormone und Enzyme.

Es gibt zwei unterschiedliche Kategorien, in die sich die Prozesse des Metabolismus einteilen lassen:

  • den Katabolismus, der dazu dient, Energie zu gewinnen, und
  • den Anabolismus, der Energie verbraucht und dazu dient, Körpersubstanz aufzubauen.

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Der Anabolismus ist insbesondere in der Wachstumsphase eines Menschen intensiv, also bei Kindern und Jugendlichen – aber zum Beispiel auch beim Aufbau von Muskeln. Um neue Zellstrukturen zu schaffen gewinnt der Körper die benötigte Energie, indem er Nahrung oder auch körpereigene Stoffe wie zum Beispiel Fett zerlegt.

Der Katabolismus herrscht dagegen vor allem in Hungerzeiten vor: Wenn man wenig Nahrung zu sich nimmt, also zum Beispiel fastet, laufen im Körper mehr katabole als anabole Prozesse ab. Dann gewinnt der Körper die Energie, die er braucht, indem er körpereigenes Eiweiß und Fett abbaut.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie hungern sollten, um abzunehmen. Denn zum einen fehlen Ihrem Körper so wichtige Nährstoffe, die er zum Überleben braucht. Zum anderen schaltet der Stoffwechsel bei einer dauerhaft zu geringen Kalorienzufuhr (also beispielsweise unter 1.200 Kilokalorien/Tag) auf Sparbetrieb, in den sogenannten Hungerstoffwechsel. Diese Umstellung behält er auch dann noch bei, wenn Sie sich wieder normal ernähren – der Jojo-Effekt ist dadurch programmiert.

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