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Zecken

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (16. Juni 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Zecken sind ein bis zwei Millimeter kleine blutsaugende Parasiten aus der Familie der Spinnentiere (acht Beine im ausgewachsenen Stadium). Am Kopf sind Zecken mit einem Stechrüssel und Widerhaken ausgerüstet. Man findet sie im Gebüsch, hochgewachsenen Gräsern, Unterholz, Hecken, Laub und am Rand von Waldlichtungen, aber auch in Parks und Gärten halten sie sich auf. Dort warten sie – mitunter über Wochen – bis ein Warmblüter vorbeikommt, den sie als Wirt benutzen können.

Die Zecken lassen sich gerne an warmen feuchten Stellen des Körpers nieder, um dort ihren Stechrüssel in die Haut zu bohren. Widerhaken verhindern, dass die Zecke während des Saugvorgangs herausrutscht. Die Zecke sondert Speichel ab. Dieser betäubt die Einstichstelle, hemmt die Blutgerinnung und löst das Gewebe des Wirtes auf. Nun kann sich die Zecke über Tage mit Blut vollsaugen und erlangt damit eine Größe von bis zu einem Zentimeter. Das Blut benötigt die Zecke zur körperlichen Weiterentwicklung und zur Fortpflanzung.

Richtig aktiv werden Zecken erst bei Temperaturen von acht bis zehn Grad Celsius. Daher stellen sie besonders vom Frühjahr bis zum Herbst ein Krankheitsrisiko dar.

Zecken sind normalerweise ungefährlich, es sei denn, sie sind mit Krankheitserregern infiziert. Um möglichst viel Blut aufnehmen zu können, wird das aufgesaugte Blut im Darm der Zecke angedickt. Überschüssige Flüssigkeit und Speichel gelangen zurück in die Einstichstelle. Dabei können Krankheitserreger von der Zecke auf den Wirt übertragen werden, sofern die Zecke infiziert ist.

Zu den durch Zecken übertragbaren Krankheiten gehören die Lyme-Borreliose, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Ehrlichiose. Wenn man von einer Zecke gestochen wurde, sollte man auf Rötungen an der Einstichstelle achten. Es ist möglich, dass eine Borreliose erst nach einiger Zeit zum Ausbruch kommt; eine Ursachenfindung kann dann schwierig sein. Eine FSME kann nach 7 bis 14 Tagen ausbrechen, es ist aber auch möglich, dass Betroffene keine Symptome bemerken.

Häufigkeit

Nicht jeder Zeckenstich verursacht eine Krankheit. Etwa 5 bis 35 Prozent aller Zecken in Europa tragen Borrelienbakterien in sich, bei den Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis sind es etwa 0,1 bis 5 Prozent in den FSME-Risikogebieten. Aber nicht jede infizierte Zecke überträgt Krankheiten.


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