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Chronisches Erschöpfungssyndrom (myalgische Enzephalomyelitis)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (11. November 2015)

© Jupiterimages/Ingram Publishing

Das chronische Erschöpfungssyndrom (myalgische Enzephalomyelitis) wird auch Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS) genannt. Es zeichnet sich durch einen dauerhaften Erschöpfungszustand mit begleitendem Krankheitsgefühl aus, der länger als sechs Monate andauert.

Durch die lähmende körperliche und geistige Erschöpfung kommt es bei den Betroffenen zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und körperlichen Beschwerden, die von

Die Betroffenen finden zudem keine Erholung im Schlaf.

Als mögliche Auslöser des chronischen Erschöpfungssyndroms werden unter anderem chronische Infekte – insbesondere durch Viren – diskutiert. Was jedoch die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung sind, ist bislang nicht vollständig geklärt – das chronische Erschöpfungssyndrom ist immer noch wenig erforscht. Bisherige Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass es sich um eine sogenannte Multisystemerkrankung handelt, also eine Erkrankung, an der mehrere Organbereiche beteiligt sind. Vermutlich entsteht das chronische Erschöpfungssyndrom durch eine Fehlregulation von

  • Immunsystem,
  • Nervensystem und
  • zellulärem Energiestoffwechsel.

Das chronische Erschöpfungssyndrom ist wahrscheinlich keine psychische Erkrankung oder etwa die Auswirkung einer Depression. Dennoch kann eine depressive Verstimmung oder Depression als Folge des chronischen Erschöpfungssyndroms auftreten, die auch entsprechend behandelt werden sollte.

Da die eigentlichen Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms noch nicht vollständig geklärt sind, zielt die Therapie vor allem darauf ab, die Symptome zu lindern und die durch die Erkrankung oft eingeschränkte Lebensqualität der Betroffenen wieder zu verbessern. Je früher sich Betroffene ärztliche Hilfe suche, desto günstiger sind insgesamt die Aussichten auf eine Besserung der Beschwerden.

Die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms wird mittels intensiver Untersuchungen und vor allem durch den Ausschluss anderer infrage kommender Erkrankungen gestellt. Manchen Ärzten ist die Erkrankung jedoch kaum bekannt. Viele Patienten kommen deshalb erst nach einer regelrechten Ärzte-Odyssee zu einer Diagnose.



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