Startseite > Krankheiten > Chronisches Erschöpfungssyndrom (Chronic-Fatigue-Syndrom, chronisches Müdigkeitssyndrom)
Stand: 21. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das chronische Erschöpfungssyndrom wird auch chronisches Müdigkeitssyndrom oder Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS) genannt. Es zeichnet sich durch einen dauerhaften Erschöpfungszustand mit begleitendem Krankheitsgefühl aus, der länger als sechs Monate andauert.
Durch die lähmende körperliche und geistige Erschöpfung kommt es bei den Betroffenen zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und körperlichen Beschwerden, die von Kopfschmerzen über Schlafstörungen bis hin zu Verdauungsproblemen reichen. Die Betroffenen finden zudem keine Erholung im Schlaf.
Als mögliche Auslöser des chronischen Erschöpfungssyndroms werden chronische Infekte – insbesondere durch Viren –, aber auch Immunfehlfunktionen diskutiert. Darüber hinaus stehen unter anderem eine einseitige Ernährung sowie belastende Lebenserfahrungen als Auslöser für das Chronic-Fatigue-Syndrom unter Verdacht. Was jedoch die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung sind, ist immer noch ungeklärt – das chronische Erschöpfungssyndrom ist noch wenig erforscht Obwohl es bislang keine aussagekräftigen Hinweise auf mögliche körperliche Ursachen gibt, scheint das chronische Müdigkeitssyndrom keine psychische Erkrankung oder etwa die Folge einer Depression zu sein. Allerdings ist eine depressive Verstimmung oder Depression bei vielen Betroffenen eine Folge des CFS, die auch behandelt werden sollte.
Da die genauen Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms nicht geklärt sind, zielen Therapieversuche vor allem darauf ab, die bestehenden Symptome zu lindern und die durch die Erkrankung oft eingeschränkte Lebensqualität der Betroffenen wieder zu verbessern. Je früher sich Betroffene ärztliche Hilfe suche, desto günstiger sind insgesamt die Aussichten auf eine Besserung der Beschwerden.
Die Diagnose des chronischen Erschöpfungssyndroms wird mittels einer intensiven Untersuchung und durch den Ausschluss anderer infrage kommender Erkrankungen gestellt. Manchen Ärzten ist die Erkrankung jedoch kaum bekannt. Viele Patienten kommen deshalb erst nach einer regelrechten Ärzte-Odyssee zu einer Diagnose.
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