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Syphilis (Lues)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Syphilis (Lues) ist eine weltweit verbreitete Geschlechtskrankheit, die unbehandelt chronisch verläuft. Seit der Entdeckung des Penicillins hat Syphilis erheblich an Bedrohlichkeit verloren.

Auslöser der Syphilis ist das Bakterium Treponema pallidum pallidum, das in der Regel durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen wird. Darüber hinaus kann der Erreger in der Schwangerschaft auf den Fötus übertragen werden, was zur angeborenen Syphilis (Lues connata) führt.

Die auch als Lues bezeichnete Erkrankung verläuft in vier Stadien. Etwa drei Wochen nach der Infektion mit dem Syphilis-Erreger entsteht dort, wo die Treponema-Bakterien in den Körper eingedrungen sind ("Eintrittspforte"), ein schmerzloses, hartes Geschwür. Das Geschwür wird als Primäraffekt, harter Schanker oder Ulcus durum bezeichnet und bleibt oft unbemerkt. Diese Phase der Erkrankung heißt primäre Syphilis.

Es folgt die sekundäre Syphilis. In dieser Krankheitsphase treten verschiedenste Haut- und Schleimhautveränderungen auf. Primäre und sekundäre Syphilis heilen in manchen Fällen auch ohne entsprechende Behandlung ab. Es kann sich aber auch eine latente Syphilis anschließen. Über einen mitunter jahrelangen Zeitraum ist der Betroffene beschwerdefrei. Sofern bis dahin noch keine Therapie erfolgt ist, kann die Spätsyphilis entstehen: Die Lues-Erreger befallen und schädigen dann die inneren Organe und das Nervensystem. Syphilis-Patienten leiden in diesem Stadium deshalb unter schweren neurologischen Symptomen wie:

Hat der Arzt den Verdacht, dass es sich um eine Syphilis handelt, bietet sich ein Bluttest an. Dabei lassen sich Antikörper gegen den Syphilis-Erreger nachweisen. Außerdem kann der Arzt einen Abstrich von nässenden Hautveränderungen oder vom Primäraffekt nehmen und im Labor untersuchen lassen. Unter dem Mikroskop sind dann die Erreger selbst zu erkennen. Lues wird in der Regel mit dem Antibiotikum Penicillin behandelt. Bei einer konsequenten und rechtzeitigen Behandlung ist die Prognose der Syphilis gut bis sehr gut.

Eine Impfung gegen den Erreger der Lues steht nicht zur Verfügung.

Sie können einer Syphilis vorbeugen, indem Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome verwenden. Der angeborenen Variante der Syphilis (Lues connata) bei Neugeborenen können Schwangere durch spezielle Untersuchungen (Screening) im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge wirksam vorbeugen.

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