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Treponema pallidum pallidum

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (26. September 2012)

© Jupiterimages/Creatas Images

Das schraubenförmige Bakterium Treponema pallidum pallidum löst beim Menschen die Geschlechtskrankheit Syphilis (Lues) aus. Unbehandelt verläuft diese in vier Krankheitsstadien. Meist infiziert sich eine Person durch Geschlechtsverkehr mit Treponema pallidum pallidum.

Bei einer Infektion mit Treponema pallidum pallidum behandelt der Arzt in der Regel mit dem Antibiotikum Penicillin. Ist der Erkrankte gegen Penicillin allergisch, kommen andere Antibiotika infrage, so zum Beispiel Doxycyclin. Dosis und Dauer der Therapie richten sich danach, in welchem Stadium der Syphilis sich der Betroffene befindet. Bei einer konsequenten Therapie nimmt die Syphilis einen günstigen Verlauf.

Sie können sich beim Geschlechtsverkehr durch Kondome vor einer Infektion mit Treponema pallidum pallidum schützen. Kondome bieten bei sexuellem Kontakt zwar keinen absoluten, aber den besten Schutz vor Syphilis!

Übertragung

Das Bakterium Treponema pallidum pallidum reagiert sehr empfindlich auf Kälte, Trockenheit, Hitze und andere Umweltbedingungen. Daher überlebt es außerhalb des Menschen nicht lange. Aus diesem Grund kann Treponema pallidum pallidum nur durch direkten Kontakt mit den Schleimhäuten eines infizierten Menschen oder mit Frischblut übertragen werden.

In den meisten Fällen steckt sich eine Person beim Geschlechtsverkehr mit Treponema pallidum pallidum an. Die Treponemen dringen über kleinste Verletzungen auch einer scheinbar unverletzten Haut und Schleimhaut in den menschlichen Körper ein. Am häufigsten geschieht dies über die Genitalien und den Analbereich. In seltenen Fällen kann eine Infektion auch über andere Hautbereiche, wie etwa die Mundhöhle, erfolgen.

Treponema pallidum pallidum kann ab dem vierten Schwangerschaftsmonat auch über die Plazenta einer infizierten Mutter auf ihr Ungeborenes übertragen werden und dieses infizieren (Lues connata).

Nur in seltenen Fällen stecken sich Personen durch infizierte Gegenstände mit Treponema pallidum pallidum an. Eine Übertragung durch Bluttransfusionen ist theoretisch möglich, kommt in Deutschland aber dank systematischer Kontrollen praktisch nicht vor.


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