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Depression: Krankheit mit vielen Gesichtern

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (02. August 2016)

© Jupiterimages/Polka Dot Images

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen: 16 bis 20 von 100 Menschen erleben irgendwann einmal eine depressive Episode. Depressive Menschen fühlen sich niedergeschlagen und freudlos. Sie haben das Interesse an vielen Dingen verloren und können und sich nur schwer zu einfachen Aktivitäten aufraffen.

Jeder von uns kennt Phasen, in denen er vorübergehend traurig oder niedergeschlagen ist oder einfach keine Lust hat, etwas zu unternehmen. Solche Phasen sind in einem gewissen Rahmen ganz "normal" und gehören zum Leben dazu.

Halten die Beschwerden aber länger an, könnte es sich um eine Depression handeln. Selbst, wenn es keinen objektiven Grund (mehr) für eine gedrückte Stimmung gibt, bleiben die Symptome bestehen.

Zu den "Hauptsymptomen" einer Depression zählen

  • eine gedrückte, depressive Stimmung,
  • Interessenverlust, Freudlosigkeit und eine
  • Verminderung des Antriebs sowie rasche Ermüdbarkeit.

Eine Depression hat jedoch viele Gesichter und kann mit diversen weiteren Beschwerden verbunden sein. So kann es etwa sein, dass eine Person die Depression vorwiegend körperlich spürt, etwa in Form von Schwindel, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen. Bei anderen wiederum stehen Symptome wie Konzentrationsstörungen oder Appetitlosigkeit im Vordergrund. So kann es sein, dass die Depression lange unerkannt bleibt.

Man geht davon aus, dass mehrere Faktoren im Zusammenspiel eine Depression begünstigen. So können zum Beispiel Lebensumstände und persönliche Faktoren großen Einfluss auf die Entstehung einer Depression haben. Belastungen – wie beispielsweise der Tod eines nahestehenden Menschen oder Stress im Berufsleben – sind häufige Auslöser für Depressionen. Und auch die genetische Komponente ist nicht zu unterschätzen: Depressionen kommen in manchen Familien gehäuft vor.

Hilfe bei Depressionen bieten Medikamente und / oder eine Psychotherapie. Häufig werden bei der Behandlung einer Depression beide Therapiemöglichkeiten miteinander kombiniert.

  • Zur medikamentösen Therapie kommen in erster Linie Antidepressiva zum Einsatz. Nachdem die Symptome abgeklungen sind, ist es ratsam, diese Mittel nach Rücksprache mit dem Therapeuten noch eine Zeit lang einzunehmen, um Rückfälle zu vermeiden (sog. Erhaltungstherapie).
  • Die psychotherapeutische Behandlung einer Depression zielt unter anderem darauf ab, das Leben der Betroffenen aktiver zu gestalten und negative Denkmuster abzubauen. Zusätzlich sollen die Betroffenen in der Psychotherapie lernen, wiederkehrenden Anzeichen ihrer Depression frühzeitig entgegenzuwirken.

Scheuen Sie sich also nicht, bei Anzeichen einer Depression professionelle Hilfe zu suchen! Scham- oder Schuldgefühle sind hier völlig fehl am Platz: Wer depressiv ist, ist ernsthaft krank – und die Therapie kann helfen, Ihre Depression zu überwinden.

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