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Depression

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Oktober 2014)

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen: 16 bis 20 Prozent aller Menschen erleben irgendwann einmal eine depressive Episode. Wer sich ständig niedergeschlagen und freudlos fühlt, das Interesse an vielen Dingen verliert und sich nur schwer zu einfachen Aktivitäten aufraffen kann, fragt sich also zu Recht: "Bin ich depressiv?"

Denn: Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit und verminderter Antrieb sind die wichtigsten Symptome einer Depression. Darüber hinaus lösen Depressionen häufig weitere Symptome aus, zu denen auch körperliche Beschwerden gehören: So können bei einer Depression als zusätzliche Symptome zum Beispiel Schlafstörungen, Ängste, Selbstzweifel und Konzentrationsstörungen auftreten.

Eine Depression kann vielfältige Ursachen haben: So können biologische und psychologische Einflüsse Menschen anfälliger für eine depressive Verstimmung machen. Auch die Lebensumstände und persönliche Faktoren können großen Einfluss auf die Entstehung einer Depression haben. Belastungen – wie beispielsweise der Tod eines nahestehenden Menschen oder Stress im Berufsleben – sind häufige Auslöser für Depressionen, vor allem bei erhöhter Anfälligkeit.

Die Diagnose einer Depression stellt der Arzt oder Psychologe nur, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind: Es müssen mindestens vier für Depressionen typische Anzeichen vorliegen, wobei mindestens zwei davon zu den Kernsymptomen (Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit oder Antriebslosigkeit) gehören und die Symptome mindestens zwei Wochen lang auftreten müssen.

Hilfe bei Depressionen bieten Medikamente und eine Psychotherapie. Häufig kommt bei der Behandlung einer Depression beides zusammen zum Einsatz.

  • Bei einer Depression besteht die medikamentöse Therapie in erster Linie aus sogenannten Antidepressiva. Nachdem die Symptome abgeklungen sind, ist es ratsam, diese Mittel nach Rücksprache mit dem Therapeuten noch eine Zeit lang einzunehmen, um Rückfälle zu vermeiden (sog. Erhaltungstherapie).
  • Die psychotherapeutische Behandlung einer Depression zielt unter anderem darauf ab, das Leben der Betroffenen aktiver zu gestalten und negative Denkmuster abzubauen. Zusätzlich vermittelt die Psychotherapie Strategien, die den Betroffenen helfen können, wiederkehrenden Anzeichen ihrer Depression frühzeitig entgegenzuwirken.

Der Verlauf einer Depression hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie viele depressive Episoden traten bereits auf? Wie lang und wie intensiv waren sie? Wie lange dauerte die beschwerdefreie Zeit zwischen den depressiven Phasen? Grundsätzlich gilt: Je früher die Behandlung einer Depression beginnt, desto besser sind die Heilungschancen.

Scheuen Sie sich also nicht, bei Anzeichen einer Depression professionelle Hilfe zu suchen! Scham- oder Schuldgefühle sind hier völlig fehl am Platz: Wer depressiv ist, ist ernsthaft krank – und die Medizin kann helfen, eine Depression zu überwinden.






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