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Depression

(Stand: 15. Juni 2010)

Depressionen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen: 16 und 20 Prozent aller Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Depression. Dann fühlen sie sich dauerhaft niedergeschlagen und freudlos, interessieren sich häufig nicht mehr für Dinge, die ihnen früher Spaß bereiteten, und es fällt ihnen schwer, sich zu einfachen Aktivitäten aufzuraffen.

Frau, die sich an den Kopf fasst.

Kernsymptome einer Depression sind: Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit und verminderter Antrieb. Zu weiteren Krankheitszeichen gehören unter anderem Schlafstörungen, Ängste, Selbstzweifel und Konzentrationsstörungen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Biologische und psychologische Einflüsse können bei Menschen zu einer erhöhten Anfälligkeit führen, eine depressive Erkrankung zu entwickeln. Belastungen wie beispielsweise der Tod eines nahestehenden Menschen oder Stress im Berufsleben sind häufige Auslöser für Depressionen, vor allem bei erhöhter Anfälligkeit.

Die Diagnose einer Depression erfolgt nur, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind: Es müssen mindestens vier für Depressionen typische Symptome vorliegen, wobei mindestens zwei davon zu den Kernsymptomen (Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit oder Antriebslosigkeit) gehören und die Symptome mindestens zwei Wochen lang auftreten müssen.

Depressionen sind durch Medikamente und durch eine Psychotherapie behandelbar. Häufig kommen beide Behandlungsmethoden kombiniert zum Einsatz. Die medikamentöse Behandlung von Depressionen erfolgt in erster Linie mit sogenannten Antidepressiva. Psychotherapeutische Methoden zielen unter anderem darauf ab, das Leben der Menschen mit Depression aktiver zu gestalten und negative Denkmuster abzubauen.

Der Verlauf einer Depression hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie viele depressive Episoden traten bereits auf? Wie lang und wie intensiv waren sie? Wie lange dauerte die beschwerdefreie Zeit zwischen den depressiven Phasen? Nachdem die Symptome abgeklungen sind, sollten die Betroffenen noch eine Zeit lang Antidepressiva einnehmen, um Rückfälle zu vermeiden (Erhaltungstherapie). Zusätzlich lernen die Betroffenen in der Psychotherapie Strategien, die ihnen helfen, frühzeitig wiederkehrenden Symptomen der Depression entgegenzuwirken.

Weiterlesen: Depression: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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