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Depression

(Stand: 25. Juni 2009)

An einer Depression erkranken im Laufe ihres Lebens zwischen 16 und 20 Prozent aller Menschen. Dies macht sie zu einer der häufigsten psychischen Erkrankungen. Eine Depression äußert sich in typischen Symptomen: Betroffene fühlen sich dauerhaft gedrückt und freudlos. Viele interessieren sich nicht mehr für Dinge, die ihnen früher Spaß bereiteten und ihnen fällt es schwer, sich zu einfachen Aktivitäten aufzuraffen (Antriebsverlust).

Frau, die sich an den Kopf fasst.

Biologische und psychologische Einflüsse können bei Menschen zu einer erhöhten Anfälligkeit führen, eine depressive Erkrankung zu entwickeln. Belastungen wie beispielsweise der Tod eines nahestehenden Menschen oder Stress im Berufsleben sind häufige Auslöser für eine Depression, vor allem bei erhöhter Anfälligkeit.

Kernsymptome einer Depression sind: gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und verminderter Antrieb. Zu weiteren Krankheitszeichen gehören etwa Schlafstörungen, Ängste, Selbstzweifel und Konzentrationsstörungen. Um die Diagnose einer Depression zu stellen, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein: Der Betroffene klagt über mindestens vier Symptome, die für eine Depression charakteristisch sind. Mindestens zwei davon gehören zu den Kernsymptomen gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit oder Antriebslosigkeit. Des Weiteren müssen die Symptome seid mindestens zwei Wochen auftreten.

Eine Depression kann mit Medikamenten und psychotherapeutisch behandelt werden. Häufig werden beide Behandlungsmethoden kombiniert. Psychotherapeutische Methoden zielen unter anderem darauf ab, das Leben der Betroffenen aktiver zu gestalten und negative Denkmuster abzubauen. Bei einer medikamentösen Therapie erfolgt die Behandlung in erster Linie mit sogenannten Antidepressiva.

Der Verlauf einer depressiven Erkrankung hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie viele depressive Episoden wurden bereits erlebt? Wie lang und wie intensiv waren sie? Wie lange dauerte die beschwerdefreie Zeit zwischen den depressiven Phasen? Nachdem die Symptome abgeklungen sind, muss der Betroffene noch eine Zeit lang Antidepressiva einnehmen, um Rückfälle zu vermeiden (Erhaltungstherapie). Zusätzlich werden in der Psychotherapie Strategien vermittelt, die den Betroffenen helfen, frühzeitig wiederkehrenden Symptomen entgegenzuwirken.

Weiterlesen: Depression: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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