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Depression: Krankheit mit vielen Gesichtern

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (05. Mai 2017)

© Jupiterimages/Polka Dot Images

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen: 16 bis 20 von 100 Menschen erleben irgendwann einmal eine depressive Episode. Depressive Menschen fühlen sich niedergeschlagen und freudlos. Sie haben das Interesse an vielen Dingen verloren und können und sich nur schwer zu Aktivitäten aufraffen.

Jeder von uns kennt Phasen, in denen er vorübergehend traurig oder niedergeschlagen ist oder einfach keine Lust hat, etwas zu unternehmen. Solche Phasen sind in einem gewissen Rahmen ganz "normal" und gehören zum Leben dazu.

Halten die Beschwerden aber länger an, könnte es sich um eine Depression handeln: Selbst, wenn es keinen objektiven Grund (mehr) für eine gedrückte Stimmung gibt, bleiben die Symptome weiterhin bestehen. Eine Depression kann in jedem Alter entstehen. Auch viele junge Menschen sind betroffen. So gibt es Hinweise darauf, dass bis zu 5 von 10 Betroffenen jünger als 31 Jahre waren, als sie erstmals an einer Depression erkrankt sind. Bei Frauen wird eine Depression doppelt so häufig diagnostiziert wie bei Männern.

Was ist eine Depression?

Die Depression ist eine affektive Störung: Affektive Störungen sind Erkrankungen, die sich durch Schwankungen der Stimmung und des Antriebs auszeichnen. Im Vordergrund stehen Beschwerden wie

  • eine gedrückte Stimmung,
  • Interessenverlust und Freudlosigkeit und
  • ein verminderter Antrieb.

Bestehen zwei oder mehr dieser Hauptsymptome über mindestens zwei Wochen hinweg, spricht man von einer Depression.

Eine Depression hat viele Gesichter und kann mit zahlreichen weiteren Beschwerden verbunden sein. So spüren manche Betroffene die Depression vorwiegend körperlich, etwa in Form von Schwindel, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen. Bei anderen wiederum stehen Symptome wie Konzentrationsstörungen oder Appetitlosigkeit im Vordergrund. In diesem Fall kann die Depression lange unerkannt bleiben.


Eine Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Scheuen Sie sich also nicht, bei Anzeichen einer Depression professionelle Hilfe zu suchen! Scham- oder Schuldgefühle sind hier völlig fehl am Platz: Wer depressiv ist, ist krank – und die Therapie kann helfen, Ihre Depression zu überwinden.

Manie und Depression

Eine Depression kann sich auch mit einer Manie abwechseln. Dabei leidet der Betroffene mal an Depressionen, mal an einer Manie. Während einer manischen Phase fühlt sich die Person extrem leistungsfähig und gut gelaunt – auch, wenn es keinen objektiven Grund für die Hochstimmung gibt. Die Betroffenen neigen in dieser Zeit zu starker Selbstüberschätzung. So kann es etwa sein, dass sie viel zu viel Geld ausgeben oder soziale Hemmschwellen übertreten.

Wenn sich Manie und Depression abwechseln, spricht man auch von einer bipolaren Störung. Zwischen den Hochs und Tiefs können auch Phasen liegen, in denen die Stimmung der Person "normal" ist. Eine Manie ohne anschließende Depression kommt nur selten vor – eine Depression ohne Manie ist hingegen häufig.

Eine Depression ohne Manie bezeichnet man als unipolare Depression.

Verschiedene Formen von Depressionen

Bei einer leichten Depression sind die Symptome eher mild ausgeprägt. Die mittelgradige Depression bedeutet hingegen schon eine starke Einschränkung im Alltag – und bei einer schweren Depression können die Beschwerden so belastend sein, dass der Betroffene kaum noch in der Lage ist, selbst kleine Dinge zu verrichten. 

Depressionen können sich darüber hinaus in ganz unterschiedlichen Formen bemerkbar machen. Manche Menschen sind zum Beispiel abhängig von der Jahreszeit depressiv: Dann tritt die depressive Episode zu bestimmten Jahreszeiten auf (typisches Beispiel ist die Winterdepression). Und Frauen können in den ersten Wochen nach einer Entbindung eine sogenannte Wochenbettdepression (bzw. postpartale oder postnatale Depression) entwickeln.

Eine einzelne depressive Phase wird auch als depressive Episode bezeichnet. Nach einer depressiven Phase entwickeln bis zu 5 von 10 der Betroffenen innerhalb von zwei Jahren erneut eine Depression (sog. rezidivierende Depression). Wenn die Symptome einer Depression länger als zwei Jahre anhalten, handelt es sich um eine chronische Depression. Auch ist es möglich, dass eine Person sich nach einer depressiven Phase nicht vollständig wieder erholt, das heißt: Es geht ihr zwar besser, aber nicht so gut wie vor der Depression (sog. unvollständige Remission = unvollständige Genesung). Ist die Stimmung dauerhaft getrübt, aber nicht so schwer, dass man von einer Depression sprechen könnte, handelt es sich um eine Dysthymie.

Depression: Die Ursachen sind vielfältig

Eine Depression kann viele Ursachen haben, die nicht immer eindeutig auszumachen sind. Manche Menschen sind anfälliger für eine Depression als andere. Experten gehen davon aus, dass eine Kombination mehrerer Faktoren eine Depression auslöst. Dabei spielen sowohl psychosoziale als auch erblich bedingte Einflüsse eine Rolle. Wie diese genau zustande kommen, dazu gibt es unterschiedliche Hypothesen und Erklärungsmodelle.

Meist sind es verschiedene biologische und psychosoziale Faktoren, die im Zusammenspiel eine Depression auslösen.

Welche Einflüsse zu einer Depression führen, ist also von Person zu Person ganz verschieden. Mögliche Risikofaktoren sind etwa:

  • Depressionen innerhalb der Familie: Depressionen treten in manchen Familien gehäuft auf. Das Risiko für eine Depression ist deutlich erhöht, wenn nahe Verwandte bereits depressiv sind oder waren.
  • belastende Lebensereignisse: Wenn eine Person zu Depressionen neigt, können belastende Lebensereignisse oder Lebensumstände die Erkrankung auslösen. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel
    • lang andauernde Überforderungen / Stress im Berufsleben,
    • Beziehungsprobleme,
    • Arbeitslosigkeit,
    • Missbrauch,
    • Liebeskummer oder
    • der Tod eines geliebten Menschen.
  • Lichtmangel: Einige Personen reagieren im Herbst und Winter mit Depressionen, wenn sie zu wenig Licht ausgesetzt sind.
  • frühere Depressionen: Wer bereits eine oder mehrere depressive Phasen erlebt hat, hat ein höheres Risiko, erneut zu erkranken. Das gleiche gilt für frühere Suizidversuche.
  • belastende körperliche oder psychische Erkrankungen: Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch hormonelle Krankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion können Depressionen begünstigen.
  • Alkohol-, Drogen- oder Tablettenmissbrauch können das Risiko ebenfalls erhöhen.
  • mangelnde soziale Unterstützung: Menschen, die kein "soziales Netz" haben, das sie bei Problemen auffängt, werden eher depressiv als andere.
  • bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, z.B. mangelndes Selbstvertrauen

Wie und wann genau solche Einflüsse zur Depression führen, dazu gibt es verschiedene Erklärungsmodelle und -theorien.

Wie sich Depressionen entwickeln und was sie aufrechterhält, hängt dabei unter anderem vom Ausmaß positiver Erfahrungen ab, die man als Reaktion auf sein Verhalten erlebt:

  • Zum einen beeinflussen die Lebensumstände eines Menschen, wie oft er positive Gefühle wie Freude oder Zufriedenheit erlebt. Beispielsweise kann jemand, der arbeitssuchend ist und dessen Partner verstorben ist, möglicherweise über weniger positive Erlebnisse berichten als jemand, der Arbeit hat und glücklich mit seinem Partner zusammenlebt.
  • Zum anderen beeinflusst das eigene Verhalten den Grad an angenehmen Folgen: Wer auf andere offen zugehen kann, erhält beispielsweise mehr positive Rückmeldungen von seinen Mitmenschen. Depressives Verhalten hingegen zeichnet sich durch Rückzug und Passivität aus, was wiederum zu negativen Rückmeldungen und zu Misserfolgen führt. Dies verstärkt das depressive Verhalten: Die Betroffenen ziehen sich noch mehr zurück und erhalten somit die Depression aufrecht.

Eine depressive Stimmung kann auch ein Symptom einer anderen psychische oder körperlichen Erkrankung sein: In dem Fall handelt es sich um eine sogenannte sekundäre Depression. Eine sekundäre Depression kann ihre Ursachen zum Beispiel in einer Epilepsie oder Schilddrüsenerkrankung haben. Auch Medikamente, die etwa in der Krebsbehandlung zum Einsatz kommen, können eine Depression verursachen.

Bei Depressionen ist der Hirnstoffwechsel verändert: Dabei sind verschiedene Botenstoffe im Gehirn aus der Balance geraten, insbesondere die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin.

Die auch als Neurotransmitter bezeichneten Botenstoffe spielen bei der Entstehung und Regulation von Gefühlen eine wichtige Rolle.

Neurotransmitterstoffe sind im menschlichen Körper unerlässlich. Egal, ob wir ein Bild betrachten, jemandem zuhören oder uns über etwas freuen: Jedes Mal werden im Gehirn ganze Netzwerke an Nervenzellen aktiv. Die Nervenzellen besitzen "Kontaktstellen", sogenannte Synapsen, die es ermöglichen, Informationen in Form von elektrischen Impulsen von Nervenzelle zu Nervenzelle an ihren Zielort weiterzuleiten. Sobald sie einem Reiz ausgesetzt werden – etwa eine rote Ampel –, werden die dafür zuständigen Nervenzellen erregt und leiten die Information weiter.

Zwischen jeder Kontaktstelle einer Nervenzelle befindet sich ein Spalt, den ein elektrischer Impuls ohne Hilfsmittel nicht überwinden könnte, sprich: Ohne Hilfe könnte die Information nicht weitergeleitet werden. Damit ein elektrischer Impuls von Zelle zu Zelle "springen" kann, kommen die chemischen Botenstoffe, die Neurotransmitter, ins Spiel. Sie überbrücken den Spalt, indem sie an der Nervenzellen andocken, und sorgen so für eine reibungslose Übermittelung der Information.

Bei einer Depression sind bestimmte Botenstoffe in zu geringer Zahl vorhanden – vor allem Serotonin und Noradrenalin – und / oder die Übertragung ist gestört, weil nicht ausreichend Botenstoffe "andocken" können.

Ergebnisse von Tierversuche weisen darauf hin, dass die Balance der Botenstoffe eng mit der persönlichen Stressbewältigung beziehungsweise Stressreaktion verknüpft ist, das heißt: Wie wir mit Stress umgehen und wie gut wir Stress kontrollieren können, beeinflusst auch – im Zusammenspiel mit anderen Faktoren –, wie viele Transmitterstoffe zur Verfügung stehen.

Video Depression: Wenn die Seele krank ist

In der Kindheit erworbene negative Denkmuster erhöhen das Risiko, dass eine Depression entstehen kann. Gleiches gilt für negative Erfahrungen mit früheren Bezugspersonen, wie beispielsweise Missachtung durch die Eltern oder Gewalt. Solche Erlebnisse führen häufig dazu, dass man sich selbst ablehnt oder ein negatives Selbstbild entwickelt. Die Betroffenen neigen dazu, ihrer Umwelt misstrauisch und pessimistisch zu begegnen. In der Folge deuten sie selbst neutrale Ereignisse als etwas Negatives und als Bestätigung ihrer pessimistischen Weltsicht. Sie sehen vieles durch eine dunkle Brille. Neue positive Ereignisse, die nicht in ihr Weltbild passen, nehmen sie als solche oft gar nicht wahr. Sie geraten in einen Teufelskreis, den sie durch ihren negativen Blick auf die Welt aufrechterhalten.

Der Umgang mit Misserfolgen ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entstehung von Depressionen. Wer depressiv ist, hat vor der Depression häufig Situationen erlebt, in denen es nicht möglich war, die Umstände zu beeinflussen oder zu kontrollieren. Daraus entstand ein Gefühl der Hilflosigkeit. Dieses Gefühl spiegelt sich bei depressiven Menschen darin wider, dass sie sich gerade im Umgang mit Problemen sehr passiv verhalten. Sie sehen sich nicht in der Lage, ihr Leben positiv zu beeinflussen.

Menschen, die besonders anfällig für Depressionen sind, neigen bei negativen Ereignissen dazu, die Ursachen hierfür allein bei sich selbst zu suchen. Verlieren sie beispielsweise ihren Job, sehen sie die Gründe für die Kündigung in ihren angeblich mangelnden Fähigkeiten. Andere Erklärungen, wie etwa die angespannte wirtschaftliche Lage der Firma, ziehen sie als Kündigungsgrund nicht in Betracht.

Depression: Symptome

Die typischen Symptome ("Hauptsymptome") einer Depression sind

  • eine gedrückte, depressive Stimmung,
  • Interessenverlust, Freudlosigkeit sowie
  • Verminderung des Antriebs und rasche Ermüdbarkeit.

Diese Symptome können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Betroffene beschreiben ein "Gefühl der inneren Leere", andere haben so wenig inneren Antrieb, dass sie das Haus nicht mehr verlassen und bei wieder anderen steht das Gefühl der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit im Vordergrund.

Beschwerden wie Niedergeschlagenheit oder eine gedrückte Stimmung kennt jeder von uns. Solange sie nur vorübergehend auftreten und uns nicht wesentlich beeinträchtigen, ist dies ganz normal und kein Anzeichen für eine Depression.

Bei einer Depression halten die Symptome jedoch länger an und die Person leidet erheblich darunter. Für Außenstehende, die noch nie depressiv waren, ist es manchmal schwer nachvollziehbar, wie sich eine depressive Person fühlt.

Traurigkeit: Nicht immer Anzeichen einer Depression
Bei vielen Depressionen leiden die Betroffenen unter einer tiefen Traurigkeit. Allerdings bedeutet Traurigkeit nicht gleich Depression: Gefühle von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit kennt jeder Mensch. Vor allem nach belastenden Ereignissen (wie Liebeskummer oder dem Verlust eines geliebten Menschen) kommt es fast immer zu einer Phase, in der die Stimmung vorübergehend gedrückt ist. Die meisten Menschen sind auch während dieser Zeit in der Lage, kurzfristig ihren Kummer zu vergessen: Sie können sich zum Beispiel im Gespräch mit Freunden oder Bekannten von ihren traurigen Gefühlen ablenken. Bei einem "normalen" Trauerprozess lassen Gefühle der Traurigkeit oder der Niedergeschlagenheit mit der Zeit nach. Bleiben sie jedoch über lange Zeit bestehen, kann sich der Zustand zu einer Depression entwickeln. Wer depressiv ist, verspürt oft starke Selbstzweifel und interessiert sich nicht mehr für Dinge, die ihm früher wichtig waren. Ablenkung und der Zuspruch anderer verschaffen einem depressiven Menschen keine Erleichterung.

Weitere Anzeichen

Zu den Hauptsymptomen können weitere Anzeichen einer Depression hinzukommen, so zum Beispiel:

Bei ausgeprägten Depressionen tritt ein lähmendes Gefühl der Gefühllosigkeit auf. Die Stimmungslage ist dann weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen – das heißt: Auch Erfolge oder angenehme Aktivitäten können bei einer ausgeprägten Depression die Symptome nicht bessern. Die Betroffenen wirken oft teilnahmslos.

Manche Menschen mit einer Depression fühlen sich zudem in ihrem körperlichen Ausdruck (Bewegungen, Mimik) gehemmt. Andere kommen dagegen nur schwer zur Ruhe und müssen sich ständig bewegen. Auch starke Ängste und Reizbarkeit sind mögliche Symptome. Viele Betroffene machen sich Selbstvorwürfe und fühlen sich minderwertig. Meist blicken sie der Zukunft pessimistisch entgegen. Wer depressiv ist, zieht sich oft aus seinem sozialen Umfeld zurück.

In seltenen schweren Fällen können bei einer Depression auch psychotische Symptome auftreten: Mögliche Anzeichen sind dann zum Beispiel vorübergehend Stimmen, die sie beschimpfen, oder entwickeln Wahnvorstellungen.

Nicht zuletzt können diverse körperliche Symptome, für die keine köperliche Ursache zu finden ist, Anzeichen einer Depression sein. Neben Schlafstörungen und Appetitlosigkeit zählen dazu etwa:

Viele Patienten wachen in den frühen Morgenstunden auf und können nicht mehr schlafen. Morgens sind die Beschwerden häufig besonders stark ausgeprägt; Ärzte sprechen auch von einem sogenannten "Morgentief".

Depression ist nicht gleich Depression: Die Symptome können sehr unterschiedlich sein. Dabei sind vor allem zu Beginn von Depressionen die Symptome oft wenig kennzeichnend, sodass die Betroffenen gar nicht auf die Idee kommen, dass sie eine seelische Erkrankung haben könnten: Anfangs fühlen sie sich zum Beispiel oft müde und energielos oder sind schlecht gelaunt. Oder sie vermuten, dass eine körperliche Erkrankung hinter den Beschwerden steckt, weil sie unter Appetitlosigkeit oder Kopfschmerzen leiden.

In einigen Fällen sind bei einer Depression die körperlichen Symptome so stark ausgeprägt, dass nicht die eigentlich typischen psychischen Anzeichen der Depression im Vordergrund stehen. Dies bezeichnet man als maskierte oder larvierte Depression. Vor allem Depressionen bei Kindern sind oft wegen starker körperlicher Symptome schwer zu erkennen.

In depressiven Phasen haben viele Menschen Suizidgedanken – dieses Symptom ist Teil der Erkrankung. Wenn Sie solche Gedanken haben, holen Sie sich Hilfe! Eine erste Anlaufstelle kann zum Beispiel die anonyme und kostenlose Telefonseelsorge sein. Sie erreichen diese unter den Nummern:

  • +49 (0)800 1110111
  • +49 (0)800 111 0 222

Depression: So kann der Arzt sie erkennen

Eine Depression bleibt oft lange Zeit unentdeckt. Viele Betroffene schämen sich für ihre Beschwerden und suchen daher möglicherweise den Arzt nicht auf. Darüber hinaus kann es sein, dass körperliche Symptome im Vordergrund stehen, sodass man die Depression nicht auf Anhieb erkennen kann. Daher vergeht oft einige Zeit, bis die Diagnose gestellt ist.

Bei Verdacht auf eine Depression ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt oder Psychologen unerlässlich: Sogenannte Interviewleitfäden können während des Gesprächs eine Hilfestellung sein. Außerdem steht eine Reihe von Fragebögen zur Verfügung, um zu erfassen, ob eine Depression vorliegt und wie stark sie ausgeprägt ist.

Um eine Depression zu diagnostizieren, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Die Diagnose lautet nur dann "Depression", wenn

  • mindestens zwei der drei Kernsymptome (gedrückte Stimmung, Interessenverlust / Freudlosigkeit, Antriebsminderung / erhöhte Ermüdbarkeit) vorliegen und
  • diese Symptome mindestens zwei Wochen lang bestehen.

Je nachdem, wie viele Zusatzsymptome bestehen, ist die Depression leicht, mittel oder schwer ausgeprägt. Zu solchen Zusatzsymptomen zählen zum Beispiel Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder Schuldgefühle.

Auch die Form der Depression kann der Arzt oder Psychologe mithilfe der erfassten Informationen bestimmen:

  • Kam es nur zu einer einzelnen Phase depressiver Beschwerden, handelt es sich um eine sogenannte depressive Episode.
  • Traten solche Episoden wiederholt auf, liegt eine rezidivierende (= wiederkehrende) depressive Störung vor.
  • Wechseln sich Manie und Depression ab, liegt eine bipolare Störung vor.
  • Bei manchen Betroffenen sind die Symptome nicht stark genug ausgeprägt, um von einer depressiven Episode sprechen zu können; die depressive Verstimmung hält aber über Jahre an. Bei einer solchen anhaltenden Stimmungsbeeinträchtigung handelt es sich um eine Dysthymie.

Depressionen kommen nicht nur als eigenständige Krankheit vor; sie können auch als  Begleitsymptom verschiedener Erkrankungen auftreten, so zum Beispiel bei Alzheimer und Demenz sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infektionskrankheiten. Um solche Erkrankungen als Ursachen der Depression auszuschließen, gehören zur Diagnose auch immer körperliche und neurologische Untersuchungen.

Depression: Behandlung

Gegen eine Depression hilft in den meisten Fällen eine Therapie! Und je früher die Behandlung beginnt, desto eher können Sie bald wieder Freude am Leben haben. Wenn Sie sich fragen: "Bin ich depressiv?", dann scheuen Sie sich also nicht, ärztliche Hilfe zu suchen!

Wichtig ist bei der Behandlung einer Depression auch die richtige Unterstützung durch Angehörige: Ständige Aufmunterungsversuche, Ratschläge oder gar Vorwürfe sind im Umgang mit einem depressiven Menschen fehl am Platz. Versuchen Sie als Angehöriger stattdessen, die Person mitfühlend und geduldig bei einer Behandlung zu unterstützen.

Zur Behandlung einer Depression haben sich vor allem zwei Therapieansätze bewährt:

Häufig werden beide Ansätze kombiniert, um eine Depression leichter zu überwinden. Welche Behandlung im Einzelfall zum Einsatz kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab – so etwa von den persönlichen Wünschen des Betroffenen, aber auch von der Schwere der Erkrankung.  

Schweregrad der Depression Empfohlene Behandlung
leicht Bei leichten Depressionen kann der Arzt entscheiden, zunächst abzuwarten, ob sich die Beschwerden auch ohne Therapie bessern (sog. "watchful waiting"). Tritt nach zwei Wochen keine Besserung ein, sollte mit der Behandlung begonnen werden, im Falle einer leichten Depression wird eine Psychotherapie empfohlen. Medikamente sollten hingegen eher zurückhaltend zum Einsatz kommen.
mittel Bei einer mittelschweren Depression empfiehlt sich entweder eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Medikamenten.
schwer Schwere depressive Episoden sollten bevorzugt mit einer Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie behandelt werden.

Neben Psychotherapie und Medikamenten stehen noch weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, so etwa:

  • Wachtherapie: Mithilfe von Schlafentzug kann sich das Befinden kurzzeitig bessern. Häufig verschlechtern sich die Symptome jedoch erneut, wenn der Patient wieder eine Nacht geschlafen hat.
  • Lichttherapie: Die Behandlung mit künstlichem Licht ist insbesondere für Personen geeignet, die an einer saisonal abhängigen Depression leiden, d.h., die depressiven Phasen treten in der dunklen Jahreszeit auf.
  • Sport: Regelmäßige, moderate Bewegung kann das allgemeine Wohlbefinden verbessern und somit dabei unterstützen, wieder gesund zu werden. Ob Sport allein eine Depression heilen kann, ist nicht erwiesen.
  • Elektrokrampftherapie (EKT): Die EKT kommt vor allem bei schweren Depressionen infrage, wenn andere Therapien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Bei der EKT wird das Gehirn mit Elektroden versehen und unter Narkose gezielt mit Stromstößen gereizt, um einen epileptischen Anfall auszulösen. Warum die EKT genau bei vielen Patienten hilft, ist noch nicht bekannt. Der Eingriff findet in der Regel im Krankenhaus statt und muss mehrmals wiederholt werden. Vorübergehend kann es dabei zu Gedächtnisstörungen kommen – bleibende Schäden verursacht die EKT nach dem jetzigen Forschungsstand jedoch nicht.

Bei der medikamentösen Behandlung einer Depression sind sogenannte Antidepressiva besonders wichtig: Diese Medikamente beeinflussen auf unterschiedliche Weise das Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe. Antidepressiva wirken nicht direkt nach der ersten Einnahme, vielmehr dauert es meist bis zu zwei Wochen, bis eine Besserung eintritt.

Wie gut eine Person auf ein Antidepressivum anspricht, kann sehr unterschiedlich sein. So ist es individuell ganz verschieden, welcher Wirkstoff in welcher Dosis gut vertragen wird und ob dieser die Symptome lindert. Auch können je nach Person und Wirkstoff verschiedene Nebenwirkungen auftreten, insbesondere zu Beginn der Einnahme.

Geht es dem Patienten trotz einer eventuellen Dosiserhöhung nicht besser, ist eine Behandlung mit einem anderen Antidepressivum sinnvoll. Das gleiche gilt, wenn die Nebenwirkungen zu stark sind oder nach den ersten zwei bis drei Wochen nicht nachlassen.

Wenn die Symptome der Depression abgeklungen sind, nehmen Sie die Antidepressiva noch eine Zeit lang weiter ein. Diese sogenannte Erhaltungstherapie ist wichtig, um Rückfälle (Rezidive) zu vermeiden. Nach dem Absetzen der Medikamente kann die Depression allerdings erneut auftreten (sog. rezidivierende depressive Episode).

Tri- und tetrazyklische Antidepressiva

Tri- und tetrazyklische Antidepressiva beeinflussen die Konzentration unterschiedlicher Botenstoffe im Gehirn, indem sie ihre Aufnahme in die Nervenzellen hemmen. So stehen die Botenstoffe, die für die Weiterleitung von Reizen zuständig sind, in höherer Konzentration zwischen den Nervenzellen zur Verfügung. Da tri- und tetrazyklische Antidepressiva gleich mehrere Botenstoffe beeinflussen, zeigen sie meist eine gute Wirkung – sind aber auch mit relativ vielen Nebenwirkungen verbunden. Zu den tri- und tetrazyklischen Antidepressiva zählen z.B. die Wirkstoffe Amitriptylin, Clomipramin, Doxepin, Nortriptylin und Trimipramin.

SSRI und SSNRI

Die Abkürzungen SSRI und SSNRI stehen für:

  • selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI = Selective Serotonin-Reuptake-Inhibitor), dazu gehören z.B. Citalopram, Fluoxetin und Sertralin
  • Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI = Selective Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor) wie Venlafaxin und Duloxetin

SSRI und SSNRI zählen zu den Antidepressiva. Die Medikamente wirken gegen die Depression, indem sie gezielt die Wiederaufnahme der Hirnbotenstoffe Serotonin beziehungsweise Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzelle hemmen, sodass die Botenstoffe im Gehirn länger wirken können. Das hellt Ihre Stimmung auf und lindert Ängste. Mögliche Nebenwirkungen der Therapie sind Herz-Kreislauf-Beschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsprobleme.

MAO-Hemmer

MAO-Hemmer wie Moclobemid oder Tranylcypromin beeinflussen das Enzym Monoaminoxidase (MAO), das normalerweise die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin abbaut. Durch den MAO-Hemmer wird die Wirkung des Enzyms unterdrückt, sodass die Botenstoffe in höherer Konzentration vorhanden sind. Nebenwirkungen wie etwa Mundtrockenheit können auftreten, die Einnahme von Tranylcypromin erfordert zudem eine spezielle Diät, bei der Sie zum Beispiel auf Käse und Rotwein verzichten müssen.

Alpha-2-Antagonisten

Alpha-2-Antagonisten wie Mianserin und Mirtazapin unterdrücken Stoffe, die verhindern, dass sich Serotonin und Noradrenalin bilden können. Mögliche Nebenwirkungen sind etwa Gewichtszunahme oder Müdigkeit.

Lithium

Lithium sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn andere Antidepressiva nicht ausreichend geholfen haben und wenn der Patient von einem erfahrenden Facharzt begleitet wird. Lithiumsalze zählen nicht zu den Antidepressiva, können aber die Wirkung von Antidepressiva verstärken. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel Durchfälle, Muskelschwäche und vermehrte Harnausscheidung.

Johanniskraut gegen leichte Depressionen

Wenn Sie gerade eine leichte Depression durchleben, können Sie zunächst eine Therapie mit Johanniskraut versuchen: Gegen eine leichte bis mittelgradige depressive Episode können pflanzliche Medikamente auf Basis von Johanniskraut wirksam sein. Dass Johanniskraut auch gegen eine schwere oder chronische Depression helfen kann, ist hingegen nicht belegt.

Bevor Sie zu einem frei verkäuflichen Johanniskraut-Präparat greifen, ist es jedoch ratsam, dass Sie sich von Ihrem Arzt über die geeignete Dosierung beraten lassen. Außerdem ist zu bedenken, dass ein pflanzliches Arzneimittel nicht automatisch "harmloser" ist als chemische Medikamente gegen die Depression: Bei der Therapie mit Johanniskraut sind ebenfalls Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich. Die Behandlung mit Johanniskraut kann unter anderem

Bei einer Depression kann neben der medikamentösen Therapie auch eine Psychotherapie dazu beitragen, die Erkrankung zu überwinden. Die psychotherapeutische Behandlung hat unter anderem zum Ziel, depressive Verhaltensweisen und Denkstrukturen abzubauen und durch positive zu ersetzen.

Um gegen den für Depressionen typischen Aktivitäts- und Interessenverlust und den damit einhergehenden Mangel an positiven Erfahrungen anzugehen, erarbeitet Ihr Therapeut mit Ihnen eine aktivere Tagesstruktur. Hierzu gehört, bewusst angenehme Tätigkeiten in den Tagesplan einzubauen. Ein regelmäßiger und aktiver Tagesablauf ist eine große Hilfe bei Depressionen: Er ermöglicht es Ihnen, Ihr Rückzugsverhalten zu verringern. Sie können wieder positive Erfahrungen sammeln und verlorene Interessen mit zunehmender Zeit neu entdecken.

Wenn Sie eine Depression haben, fällt es Ihnen zu Beginn der Therapie womöglich schwer, Ihr Leben wieder aktiver zu gestalten. Mit der Zeit spüren Sie aber wahrscheinlich, dass die Aktivierung Ihre Stimmung aufhellt. Um auch in Ihrem sozialen Umfeld wieder befriedigendere Beziehungen herzustellen, können bei der Psychotherapie Kommunikationsübungen und Rollenspiele zum Einsatz kommen, in denen Sie den positiven Umgang mit anderen Menschen üben können (soziales Kompetenztraining).

Ein weiterer Punkt, an dem die psychotherapeutische Therapie ansetzt, ist das bei Depressionen typischerweise negative Denkmuster – dieses äußert sich beispielsweise durch eine negative Weltsicht, durch Selbstabwertung oder Selbstzweifel. Mithilfe der Psychotherapie können Sie Einstellungen herausarbeiten, die diesen Denkweisen zugrunde liegen, und ermittelt, ob diese mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Dann können Sie überprüfen, wie sich diese Einstellungen auf Ihr eigenes Befinden auswirken. Anschließend entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten realistische Denkweisen, die Ihren depressiven Denkstrukturen entgegenwirken und Ihnen so Wege aus der Depression bieten.

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Wenn Sie eine besonders schwere Depression haben, kann es sinnvoll sein, sich in einer Klinik behandeln zu lassen (stationäre Therapie). Gegen leichte oder mittelschwere Depressionen reicht in der Regel eine ambulante Psychotherapie aus.

Wenn die akuten Symptome Ihrer Depression abgeklungen sind, kann es außerdem hilfreich sein, in einer tiefenpsychologischen Behandlung den Ursachen der Depression genauer auf den Grund zu gehen: Dabei bearbeiten Sie und Ihr Therapeut in erster Linie Erlebnisse aus Ihrer Kindheit und Jugend und besprechen Störungen in aktuellen sozialen Beziehungen.

Depression: Verlauf

Eine Depression kann einen ganz unterschiedlichen Verlauf nehmen. Wie sich Depressionen entwickeln, hängt von verschiedenen Faktoren ab, so etwa von der Anzahl bisher erlebter depressiver Episoden, der Länge dieser Episoden und dem Schweregrad der Depression. Die einzelnen Krankheitsphasen sind meist begrenzt und klingen häufig auch ohne eine Behandlung ab. Studien zufolge dauert eine depressive Episode ohne Therapie im Durchschnitt sechs bis acht Monate. Mit einer Therapie kann dieser Zeitraum zum einen deutlich verkürzt werden – und zum anderen wird die Wahrscheinlichkeit, erneut eine depressive Episode zu erleiden, verringert. Wie lange eine Depression im Einzelfall andauert, kann sehr unterschiedlich sein.

Während manche Betroffene nur eine einzelne depressive Phase erleben und sich danach vollständig wieder erholen, kehren die Phasen bei anderen wieder. Es kann passieren, dass sich der Patient nach einer depressiven Episode zwar wieder besser fühlt, jedoch nicht mehr so gut wie vor der Depression. Man spricht dann von einer unvollständigen Remission. Bei etwa zwei von zehn Betroffenen wird eine Depression chronisch – das heißt, die Beschwerden halten mindestens zwei Jahre hinweg an.

Wie eine Depression verläuft, hängt auch davon ab, wie gut Sie auf die Medikamente beziehungsweise die Psychotherapie ansprechen. Wenn etwa das verordnete Medikament Ihre Beschwerden nicht wesentlich bessert, kann der Arzt Ihnen einen anderen Wirkstoff verschreiben.

Schätzungen zufolge sind 7 von 10 Personen, die sich in Deutschland das Leben nehmen, depressiv. Das Risiko, Selbstmord zu begehen, ist bei Menschen mit Depressionen etwa 30-mal so hoch wie bei gesunden Menschen.

Holen Sie sich Hilfe!
Wenn Sie in letzter Zeit manchmal an Selbstmord denken, zögern Sie nicht, sich Hilfe zu holen. Die Telefonseelsorge steht Ihnen anonym und kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung: 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222.

Depression: Vorbeugen

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen, ob jemand an einer Depression erkrankt oder nicht. Daher können Sie nur bedingt vorbeugen. So können Sie sich zum Beispiel für kleine Erfolge loben und wertschätzen sowie sich selbst aktivieren und positive Aktivitäten planen. Darüber hinaus wirken positive Gedankengänge einer depressiven Erkrankung entgegen.

Besonders in schwierigen Lebensphasen, in denen das Risiko für Depressionen erhöht ist, sind solche Verhaltensweisen besonders wichtig.

Oft sind Depressionen nicht leicht zu erkennen: Für viele Menschen ist es schwierig zu unterscheiden, ob ihr Befinden eine normale Reaktion auf kritische Lebensumstände ist oder ob sie eine Depression haben. Wenn Sie depressiv verstimmt sind und diese Symptome beispielsweise trotz einer Verbesserung Ihrer Lebenssituation andauern: Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen!

Je früher bei Depressionen die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen! Unbehandelt verfestigen sich negative Denkmuster mit der Zeit und Sie erleben durch den fortschreitenden Rückzug immer seltener positive Ereignisse.

Es ist wichtig, dass die Behandlung der Depression mindestens so lange andauert, bis Sie sich stabilisiert haben: So können Sie einem Rückfall weitgehend vorbeugen. Dazu gehört es auch, die in der Therapie erlernten Verhaltensweisen weiter anzuwenden und Ihr eigenes Befinden ständig zu beobachten. Dabei kann Ihnen beispielsweise ein Tagebuch helfen. Bei ersten Warnzeichen für eine wiederkehrende Depression können Sie dann schnell gegensteuern – indem Sie sich professionelle Hilfe suchen oder indem Sie Strategien anwenden, die Sie in der Therapie gelernt haben.

Depression: Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Depression":


Onmeda-Lesetipps:

Arzneimittelinformationen zu Depressionen Selbsttest Depression Depressive Verstimmungen Burnout-Syndrom Chronisches Erschöpfungssyndrom Depressionen bei Kindern und Jugendlichen: Anzeichen erkennen Depression – Tipps & Hilfe für Angehörige

Linktipps:

www.deutsche-depressionshilfe.de
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe setzt sich für die Forschung der Erkrankung ein und möchte die Versorgung depressiver Menschen verbessern.

www.buendnis-depression.de
Das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V. will über die Erkrankung informieren und die gesundheitliche Situation Betroffener verbessern.

Selbsthilfegruppen / Beratungsstellen:

Deutsche DepressionsLiga e.V.
Postfach 1151
71405 Schwaikheim
www.depressionsliga.de

Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (BApK)

Oppelner Straße 130
53119 Bonn
+49-(0)-228-71 00 24 00
+49-(0)-228-71 00 24 29
bapk@psychiatrie.de
www.bapk.de

Horizonte e.V. – Verein zur Förderung affektiv Erkrankter
Ringstr. 29
85540 Haar
hotline@verein-horizonte.de
www.verein-horizonte.de

Emotions Anonymous EA-Selbsthilfe e.V.

Heinrich-Busold-Str. 33
61169 Friedberg
+49 6031 160 4 168 (Donnerstags von 19-21 Uhr, sonst AB)
www.ea-selbsthilfe.net

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Quellen:

Herold, G.: Innere Medizin. Eigenverlag, Köln 2017

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2017)

Online-Information der Stiftung Deutsche Depressionshilfe: www.deutsche-depressionshilfe.de (Stand: 3. Februar 2016)

Nationale Versorgungsleitlinie von BÄK – AWMF – KBV; Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN): Unipolare Depression. AWMF-Reg. Nr. nvl/005 (Stand: 16. November 2015)

Tölle, R., Windgassen, K.: Psychiatrie. Springer, Berlin 2014

Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: Januar 2013)

Arolt, V., Reimer, C., Dilling, H.: Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie. Springer, Berlin 2011

Stand: 5. Mai 2017

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