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Depressionen

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 20. November 2013)

auch bezeichnet als:
depressive Erkrankungen

Die Depression ist eine seelische Erkrankung, die sich vor allem durch tiefe und anhaltende Niedergeschlagenheit und Schwermütigkeit zeigt. Typische Symptome sind gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Entschlussunfähigkeit, Antriebslosigkeit, mangelndes Selbstvertrauen, negative Sicht auf die eigene Person, Vergangenheit und Zukunft sowie Angst und Selbstmordgedanken. Auch Konzentrations- und Schlafstörungen oder Entscheidungsschwäche treten auf. Neben den seelischen Beschwerden können sich eine Vielzahl körperlicher Beeinträchtigungen zeigen. Dazu gehören verminderter oder gesteigerter Appetit, Abgeschlagensein, Kopfschmerzen, Herzrasen und Oberbauchbeschwerden bis hin zu Menstruationsstörungen und -schmerzen sowie Störungen der Sexualfunktionen.

Depressive Erkrankungen kommen sehr häufig vor, besonders bei Frauen. Im Schnitt leiden 20 Prozent der Deutschen (insgesamt ungefähr 10 Prozent aller Männer und ein Viertel der Frauen) mindestens einmal im Leben an einer Depression.

Oft wird die Depression nicht als solche wahrgenommen, da die Erkrankung verschiedene Ausprägungen haben kann. Bei manchen Betroffenen sind die körperlichen Beschwerden so stark, dass sie die Depression als Ursache der Erkrankung überdecken. Es wird dann von einer so genannten "larvierten" (verborgenen) Depression gesprochen, die sich rein körperlich (somatisch) äußert.

Häufig sind auch manisch-depressive Verstimmungen. Hier wechseln sich depressive Phasen mit Phasen gehobener, übersteigerter Stimmung (manische Phasen) ab. eine weitere Bezeichnung für das Krankheitsbild ist die "bipolare Störung". Gerade von dieser Form sind Frauen häufiger betroffen als Männer.

So genannte exogene Depressionen haben organische Ursachen, wie zum Beispiel Gehirntumoren oder Durchblutungsstörungen im Gehirn. Dies ist jedoch selten. Gelegentlich können Depressionen auch als unerwünschte Nebenwirkungen anderer Arzneimittel (Neuroleptika, Glukokortikoide) auftreten.

Symptomatische Depressionen sind die Begleiterscheinung anderer Krankheiten. Sie kommen unter anderem bei hormonellen Veränderungen, zum Beispiel in den Wechseljahren oder nach der Schwangerschaft ("Wochenbettdepression"), vor.

Bei depressiven Personen ist die Gemütsverfassung oft stark von der Tageszeit abhängig, nach einem morgendlichen Stimmungstief kommt es typischerweise zu einer gewissen Aufhellung gegen Nachmittag.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei leichter und kurzzeitiger Niedergeschlagenheit (depressive Episode) kann versucht werden, diese selbst zu überwinden. Hält die schlechte Gemütsverfassung allerdings an, ist ein Arzt aufzusuchen. Bei einer Depression verändern sich bleibend Gehirnstoffwechsel und Hormonhaushalt. Dem kann nur mit verschreibungspflichtigen Medikamenten begegnet werden.

Sollten Sie nach einem Trauererlebnis unverhältnismäßig lange nicht wieder zurück in das normale Leben finden, kann Ihnen ein Arzt hilfreich zur Seite stehen und Sie unterstützen.

Bei anhaltenden Schwierigkeiten, die alltäglichen Aufgaben zu meistern, kann als Auslöser ebenfalls eine Depression in Frage kommen. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass Depressionen immer mit typischer Niedergeschlagenheit einhergehen. Das ist nicht der Fall. Vertrauen Sie daher bei solchen Anzeichen einem Arzt oder Psychologen an.


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