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Magersucht (Anorexie)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (21. Februar 2014)

Magersucht (Anorexie bzw. Anorexia nervosa) ist eine krankhafte Essstörung, die meistens bei pubertierenden Mädchen beginnt. Seltener können auch Mädchen vor der Pubertät, Jungen oder erwachsene Frauen und Männer magersüchtig werden.

Für eine Magersucht kommen als Ursachen mehrere Faktoren infrage: Wahrscheinlich spielen bei der Entstehung der Anorexie psychische, familiäre und gesellschaftliche Einflüsse eine wichtige Rolle. Als Voraussetzung für die Entwicklung einer Magersucht gilt jedoch, dass eine besondere Empfänglichkeit für die Essstörung besteht. Diese kann erblich bedingt sein, aber auch andere Gründe haben.

Typische Merkmale der Magersucht sind ein starker selbst verursachter Gewichtsverlust und gleichzeitig eine große Angst vor Gewichtszunahme. Außerdem besteht bei Anorexie eine Körperschemastörung: Wer magersüchtig ist, nimmt den eigenen Körper gestört wahr und hält sich deshalb auch nach einem schon erheblichen Gewichtsverlust für zu dick.

Durch den Gewichtsverlust und die Mangelernährung entstehen bei Magersucht körperliche Symptome, die lebensbedrohlich sein können. Dabei gilt: Meist hat eine Magersucht schwerwiegendere Folgen, wenn sie schon in früher Kindheit statt im Erwachsenen- oder Jugendalter beginnt. Wenn Kinder schon vor der Pubertät oder der ersten Regelblutung magersüchtig werden, verzögert sich die körperliche Entwicklung meist stark. Auch die Knochendichte, das Längenwachstum und die Reifung des Gehirns können durch die Anorexie beeinträchtigt sein.

Die gegen Magersucht eingesetzte Therapie zielt in erster Linie darauf ab, das Untergewicht mit seinen Folgen für alle Organe zu behandeln. Vor allem anfangs kann es ratsam sein, die Magersucht zunächst in einer Klinik zu behandeln (z.B. wenn das Körpergewicht unter 75 Prozent des Normalgewichts liegt oder wenn die körperliche Verfassung lebensbedrohlich ist). Die weitere Behandlung der Magersucht hat zum Ziel, das Essverhalten zu normalisieren und psychische Probleme zu bewältigen. Entsprechend ist die Psychotherapie ein wesentlicher Bestandteil der Anorexie-Behandlung. Auch eine Familientherapie und eine Ernährungsberatung können bei Magersucht eine große Hilfe sein.






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