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Magersucht (Anorexie)

Stand: 31. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Magersucht (Anorexie bzw. Anorexia nervosa) ist eine krankhafte Essstörung, die meistens bei pubertierenden Mädchen beginnt. Seltener können auch Mädchen vor der Pubertät, Jungen oder erwachsene Frauen und Männer magersüchtig werden.

Die Anorexie ist gekennzeichnet durch einen starken selbst verursachten Gewichtsverlust und gleichzeitig durch eine große Angst vor einer Gewichtszunahme. Außerdem besteht eine Körperschemastörung: Wer magersüchtig ist, nimmt den eigenen Körper gestört wahr und hält sich deshalb auch nach einem schon erheblichen Gewichtsverlust für zu dick. Die durch den Gewichtsverlust und die Mangelernährung bei Magersucht entstehenden körperliche Symptome können lebensbedrohlich sein. Dabei gilt: Eine Magersucht hat meist schwerwiegendere körperliche Folgen, wenn sie schon in früher Kindheit statt im Erwachsenen- oder Jugendalter beginnt. Eine Magersucht bei Kindern vor der Pubertät oder der ersten Regelblutung verzögert die körperliche Entwicklung meist stark und kann auch die Knochendichte, das Längenwachstum und die Reifung des Gehirns beeinträchtigen.

Für eine Magersucht kommen als Ursachen mehrere Faktoren infrage: Wahrscheinlich spielen bei der Entstehung der Anorexie psychische, familiäre und gesellschaftliche Einflüsse eine wichtige Rolle. Als Voraussetzung für die Entwicklung einer Magersucht gilt jedoch, dass eine besondere Empfänglichkeit für die Essstörung besteht. Diese kann erblich bedingt sein, aber auch andere Gründe haben.

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Bei Magersucht zielt die Therapie in erster Linie darauf ab, das Untergewicht mit seinen Folgen für alle Organe zu behandeln. Vor allem anfangs kann es ratsam sein, die Magersucht zunächst in einer Klinik zu behandeln (z.B. wenn das Körpergewicht unter 75 Prozent des Normalgewichts liegt oder wenn die körperliche Verfassung lebensbedrohlich ist). Die weitere Behandlung der Magersucht hat zum Ziel, das Essverhalten zu normalisieren und psychische Probleme zu bewältigen. Entsprechend ist die Psychotherapie ein wesentlicher Bestandteil der Anorexie-Behandlung. Auch eine Familientherapie und eine Ernährungsberatung können bei Magersucht eine große Hilfe sein.

Weiterlesen: Magersucht (Anorexie): Definition

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