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Fazialisparese (Gesichtslähmung)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (18. Juni 2013)

Bei der Fazialisparese oder Gesichtslähmung ist ein Teil der Gesichtsmuskulatur gelähmt. Ursache ist eine gestörte Funktion des Gesichtsnervs (Nervus facialis).

Welchen Teil der Gesichtsmuskulatur die Fazialisparese betrifft, hängt davon ab, welche Ursache die Lähmung hat und wo der Nerv geschädigt wird. Nach dem Ort der Schädigung unterscheiden Mediziner folgende Formen einer Gesichtslähmung:

  • Periphere Fazialisparese: Die Schädigung betrifft den Gesichtsnerv direkt (d.h., sie ist peripher = am Rand befindlich).
  • Zentrale Fazialisparese: Die Schädigung befindet sich im Gehirn (d.h., sie ist zentral).

Je nach Form kommen für eine Gesichtslähmung verschiedene Ursachen infrage: Mögliche Auslöser für eine periphere Fazialisparese sind zum Beispiel Infektionen mit Borrelien, einer Bakterienart, oder Varicella-zoster-Viren, den Erregern der Windpocken und der Gürtelrose (Herpes zoster). Ebenfalls möglich sind Nervenschädigungen durch eine gestörte Blutversorgung oder Druck, Diabetes mellitus oder eine Gehirnhautentzündung.

In etwa sechs bis sieben von zehn Fällen einer peripheren Fazialisparese lässt sich allerdings keine Ursache finden: Es liegt eine idiopathische Fazialisparese vor. Sie entsteht womöglich in vielen Fällen durch eine reaktivierte Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus. Die Symptome bilden sich in der Regel nach gewisser Zeit von selbst zurück.

Eine zentrale Fazialisparese kann ihre Ursachen in einem Schlaganfall oder einem Hirntumor haben.

In der Regel zeigt sich die Fazialisparese durch eine halbseitige Gesichtslähmung: Typisches Anzeichen ist ein herunterhängender Mundwinkel. Weitere mögliche Symptome der Fazialisparese sind:

Bei der peripheren Fazialisparese sind die Betroffenen außerdem – anders als bei der zentral bedingten Gesichtslähmung – nicht in der Lage, die Stirn zu runzeln.

Die Therapie einer Fazialisparese besteht hauptsächlich aus krankengymnastischen Übungen der Gesichtsmuskulatur. Bei bekannter Ursache zielt die Behandlung außerdem darauf ab, diese Ursache zu beseitigen. Betroffene mit einer idiopathischen Fazialisparese sollten sogenannte Steroide erhalten, das sind Medikamente wie etwa der Wirkstoff Cortisol.

Richtig behandelt, verläuft die Fazialislähmung überwiegend günstig. In den wenigsten Fällen ist mit deutlichen Dauerfolgen (wie Gesichtsasymmetrie) zu rechnen.






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