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Fazialisparese (Gesichtslähmung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Oktober 2014)

Bei der Fazialisparese oder Gesichtslähmung ist ein Teil der Gesichtsmuskulatur gelähmt. Ursache ist eine gestörte Funktion des Gesichtsnervs (Nervus facialis).

Welchen Teil der Gesichtsmuskulatur die Fazialisparese betrifft, hängt davon ab, welche Ursachen die Lähmung hat und wo der Nerv geschädigt ist. Nach dem Ort der Schädigung unterscheiden Mediziner folgende Formen einer Gesichtslähmung:

  • Periphere Fazialisparese: Die Schädigung betrifft den Gesichtsnerv direkt (d.h., sie ist peripher = am Rand befindlich).
  • Zentrale Fazialisparese: Die Schädigung befindet sich im Gehirn (d.h., sie ist zentral).

Je nach Form kommen für eine Gesichtslähmung verschiedene Ursachen infrage: Mögliche Auslöser für eine periphere Fazialisparese sind zum Beispiel Infektionen mit Borrelien (einer Bakterienart) oder Varicella-zoster-Viren (den Erregern der Windpocken und der Gürtelrose). Ebenfalls möglich sind Nervenschädigungen durch eine gestörte Blutversorgung oder Druck, Diabetes mellitus oder eine Gehirnhautentzündung.

In etwa bis zu 70 Prozent der Fälle lässt sich bei einer peripheren Fazialisparese allerdings keine Ursache finden: Dann liegt eine idiopathische Fazialisparese vor. Oft entsteht sie womöglich durch eine reaktivierte Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus. Die Symptome bilden sich in der Regel nach einiger Zeit von selbst zurück.

Eine zentrale Fazialisparese kann ihre Ursachen in einem Schlaganfall oder einem Hirntumor haben.

In der Regel zeigt sich die Fazialisparese durch eine halbseitige Gesichtslähmung: Typisches Anzeichen ist ein herunterhängender Mundwinkel. Weitere mögliche Symptome der Fazialisparese sind:

Bei der peripheren Fazialisparese sind die Betroffenen außerdem – anders als bei der zentral bedingten Gesichtslähmung – nicht in der Lage, die Stirn zu runzeln.

Die Therapie einer Fazialisparese besteht hauptsächlich aus krankengymnastischen Übungen der Gesichtsmuskulatur. Ist die Ursache bekannt, zielt die Behandlung außerdem darauf ab, diese zu beseitigen. Menschen mit einer idiopathischen Fazialisparese können sogenannte Steroide helfen – also Medikamente, die beispielsweise den Wirkstoff Cortisol enthalten.

Richtig behandelt verläuft die Fazialisparese überwiegend günstig. In den wenigsten Fällen ist mit deutlichen Dauerfolgen (wie Gesichtsasymmetrie) zu rechnen.






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