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Fazialisparese (Gesichtslähmung)

Fazialisparese (Gesichtslähmung): Verlauf

Stand: 23. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Fazialisparese (Gesichtslähmung) bestehen gute Chancen auf einen günstigen Verlauf: Ist keine Ursache für die Gesichtsmuskellähmung feststellbar (sog. idiopathische Fazialisparese), verläuft sie in mehr als 80 Prozent der Fälle gut und bildet sich innerhalb von sechs Wochen bis sechs Monaten von selbst zurück. Auch Fazialisparesen infolge von Unfällen haben gute Heilungschancen.

Bei vielen Menschen mit Fazialisparese bleiben jedoch auch nach optimaler Behandlung unauffällige Mitbewegungen der mimischen Muskulatur bestehen (sog. Synkinesien). In weniger als 10 Prozent der Fälle ist mit dauerhaften entstellenden Gesichtsasymmetrien zu rechnen. Daneben kann es bei Gesichtslähmungen im Verlauf der Heilung zum sogenannten Krokodilstränen-Phänomen kommen, bei dem einseitig der Tränenfluss beim Essen verstärkt ist: Dieses Phänomen beruht auf der falschen Vernetzung zwischen Geschmacksfasern und Tränendrüse bei der Neubildung von Nervenfasern, die entsteht, wenn die Fazialislähmung fehlerhaft abheilt. In etwa 7 Prozent der Fälle von idiopathischer Fazialisparese tritt später eine erneute Lähmung auf derselben oder der anderen Gesichtshälfte auf.

Weiterlesen: Fazialisparese (Gesichtslähmung): Vorbeugen

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