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Soziale Phobie: Angst vor sozialen Situationen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (01. Dezember 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Eine soziale Phobie ist eine Form der Angststörung, die sich durch eine anhaltende und unangemessen starke Angst vor sozialen Situationen auszeichnet. Die Angst geht weit über eine normale Schüchternheit oder Lampenfieber hinaus. Die soziale Phobie wird auch als Sozialphobie bezeichnet.

Menschen mit sozialer Phobie haben große Angst davor, beispielsweise in der Öffentlichkeit zu reden oder zu essen. Die Angst im Rahmen einer sozialen Phobie kann alle Situationen betreffen, in denen man die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich ziehen könnte. Menschen mit einer Sozialphobie befürchten, sich vor anderen zu blamieren, sich peinlich zu verhalten oder abgelehnt zu werden – dabei wissen sie allerdings, dass ihre Angst übertrieben ist.

Körperlich äußert sich die Sozialphobie durch Symptome wie Erröten, Übelkeit, Schweißausbrüche, Zittern oder vermehrten Harndrang. Durch die Angst versuchen Personen mit sozialer Phobie mehr und mehr, entsprechende Situationen zu umgehen: Sie entwickeln ein Vermeidungsverhalten.

Die Angst bei einer sozialen Phobie kann im Prinzip alle möglichen sozialen Situationen betreffen. Sie kann sich aber auch nur auf bestimmte Momente beziehen, zum Beispiel auf das Bezahlen an der Supermarktkasse oder auf das Halten eines Vortrags.

Die soziale Phobie ist eine der häufigsten Angsterkrankungen. Sie kann einen Menschen erheblich in seinem Alltag einschränken. Die Ursachen der Sozialphobie sind bisher nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen verschiedene Auslöser eine Rolle. Zum Auftreten der Sozialphobie gibt es verschiedene Theorien. So scheinen neben biologischen Faktoren auch psychische Ursachen bei der sozialen Phobie von Bedeutung zu sein.

Bei der Therapie haben sich insbesondere verhaltenstherapeutische Ansätze bewährt – oft in Kombination mit Medikamenten. Ziel der Therapie ist es, dass Betroffene mit einer sozialen Phobie lernen, dass soziale Situationen nicht zu den gefürchteten Konsequenzen führen. Dazu müssen sich Menschen mit Sozialphobie ihrer Angst stellen – und sich in die angstauslösende Situation begeben.

Je früher eine Sozialphobie behandelt wird, desto günstiger ist in der Regel die Prognose. Unbehandelt nimmt die soziale Phobie meist einen chronischen Verlauf: Die Betroffenen meiden immer mehr Situationen und ziehen sich von der Außenwelt zurück. Durch das Vermeidungsverhalten wird die Angst vor sozialen Situationen noch größer – was es noch schwerer macht, die Angst zu überwinden.



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