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Keuchhusten (Pertussis)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (27. Mai 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Keuchhusten (Pertussis) ist längst keine Kinderkrankheit mehr: Zunehmend sind Jugendliche und Erwachsene betroffen. Zwar sind mittlerweile über 90 Prozent der Kinder bei ihrer Einschulung gegen Keuchhusten geimpft. Wer nicht rechtzeitig an eine Auffrischimpfung denkt, ist jedoch nicht mehr ausreichend geschützt.

Keuchhusten ist eine akute Infektionskrankheit der Atemwege, deren Erreger das Bakterium Bordetella pertussis ist. Keuchhusten ist sehr ansteckend: Wenn ein ungeimpfter Mensch mit dem Erreger Bordetella pertussis in Kontakt kommt, entwickelt er mit mindestens 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit einen Keuchhusten. Die Ansteckung geschieht durch Tröpfcheninfektion, also zum Beispiel durch Niesen oder Husten.

Wenn sich ausreichend geimpfte Menschen Bordetella pertussis einfangen, sind sie selbst zwar weitgehend vor der Erkrankung geschützt. Jedoch können sie für kurze Zeit den Keuchhusten trotz Impfung weiterverbreiten.

Die mit Keuchhusten verbundenen Symptome ähneln zunächst einer Erkältung: Schnupfen, Niesen, Heiserkeit und leichter Husten gehören zum Krankheitsbild. Nach etwa ein bis zwei Wochen treten die für Pertussis charakteristischen Hustenanfälle auf. Der Keuchhusten klingt erst nach mehreren Wochen langsam ab.

Je nach Alter können sich die Symptome von Keuchhusten aber auch anders entwickeln: Keuchhusten bei Erwachsenen und Jugendlichen macht sich oft nur durch lang anhaltenden Husten bemerkbar. Dagegen verläuft Pertussis bei Kindern im Säuglingsalter oft besonders schwer: Die Hustenanfälle sind in dem Alter zwar oft weniger stark, es können aber Atemstillstände (Apnoen) auftreten. Außerdem kann Keuchhusten gerade beim Baby eher Komplikationen verursachen (wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Entzündung des Gehirns mit Krampfanfällen).

Darum ist gerade für Säuglinge ein weitreichender Impfschutz vor Keuchhusten wichtig: Das bedeutet nicht nur, die Säuglinge selbst so früh wie möglich gegen Keuchhusten zu impfen, sondern auch dafür zu sorgen, dass alle Kontaktpersonen über einen ausreichenden Impfschutz verfügen. Denn nur die Impfung kann die Verbreitung der Erreger wirksam eindämmen!

Da die Impfung nur etwa 4 bis 12 Jahre lang vor Keuchhusten schützt, sollten Jugendliche und Erwachsene rechtzeitig an eine Impfauffrischung denken. Wer auf natürlichem Weg an Pertussis erkrankt, ist anschließend etwa 4 bis 20 Jahre lang immun.

Wenn jemand Keuchhusten hat und zur Therapie rechtzeitig Antibiotika bekommt, trägt dies ebenfalls zur Eindämmung der Infektion bei: Die Medikamente sorgen dafür, dass die Pertussis weniger lange (nur noch etwa 5 Tage) ansteckend ist.



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