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Forenexperte: Marc Blaschke
Forum Gebärmutterhalskrebs
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren (Stand: 11. November 2009) Unter Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) versteht man bösartig verändertes Gewebe im Bereich des Gebärmutterhalses (Zervix). Durch seine anatomische Lage ist Gebärmutterhalskrebs in frauenärztlichen Untersuchungen frühzeitig erkennbar. Im Frühstadium ist der Krebs zu nahezu 100 Prozent heilbar. Gebärmutterhalskrebs ist vor allem die Folge einer zurückliegenden Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV). Die Viren übertragen sich hauptsächlich über direkten Haut- und Schleimhautkontakt, insbesondere durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. HPV-Infektionen sind durchaus häufig – etwa 80 Prozent der Bevölkerung haben im Laufe ihres Lebens bereits eine Infektion durchgemacht und höchstwahrscheinlich noch nicht einmal etwas davon bemerkt, da die Beschwerden oft unauffällig sind. Nur bei 20 Prozent der Betroffenen verbleibt das Virus auch dauerhaft im Körper; etwa 5 Prozent von ihnen entwickeln nach mehreren Jahren einen Gebärmutterhalskrebs. Frühe Stadien eines Zervixkarzinoms lassen sich mittels Laserchirurgie oder einer sogenannten Konisation (einem operativen Eingriff am Gebärmutterhals) mit sehr guten Heilungsaussichten behandeln. Bei diesen Methoden bleibt die Gebärmutter erhalten und auch Schwangerschaften sind meist problemlos möglich. Bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs ist eine größere Operation oder Bestrahlung notwendig. War Gebärmutterhalskrebs in den 1970er Jahren noch die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane, so liegt er dank verbesserter gynäkologischer Früherkennungsuntersuchungen mittlerweile nur noch auf Platz elf. Seit Mitte 2007 gibt es zudem eine HPV-Impfung, die besonders bei Frauen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, das Gebärmutterhalskrebs-Risiko um bis zu 70 Prozent senken kann. Aber auch jungen, bereits sexuell aktiven Frauen ist diese Impfung zu empfehlen. Weiterlesen: Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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