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Hirnabszess (Gehirnabszess)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Juli 2014)

Ein Hirnabszess ist eine seltene, örtlich begrenzte Infektion des Gehirns, bei der sich Eiter in einer Kapsel ansammelt. Früher – als die Behandlung noch ohne Antibiotika auskommen musste – brachte ein Abszess im Gehirn fast immer den Tod. Heute beträgt die Überlebensrate bis zu 95 Prozent.

Seine Ursache hat ein Hirnabszess am häufigsten in einer Bakterien-Infektion; nur selten (und hauptsächlich bei einem geschwächten Immunsystem) sind andere Krankheitserreger (z.B. Pilze) für den Abszess im Gehirn verantwortlich.

Die Erreger können auf verschiedenen Wegen ins Hirn gelangen: Etwa bei jedem zweiten Hirnabszess stammen sie aus einer in der Umgebung liegenden Infektion (z.B. Mittelohrentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung). Die Infektion kann jedoch auch direkt durch eine Verletzung geschehen (z.B. bei einem Unfall oder einer Operation). Außerdem können Erreger von jeder Stelle im Körper über den Blutstrom das Gehirn erreichen und dort einen Abszess verursachen.

Wie viel Zeit zwischen der Infektion und der Abszessbildung vergeht, ist sehr unterschiedlich: Es können ein bis zwei Wochen vergehen, bis sich der Hirnabszess entwickelt, aber auch Monate bis Jahre.

In der Regel bildet sich ein einzelner Hirnabszess – meist im Großhirn, seltener im Kleinhirn. Je nach Lage kann der Abszess verschiedene Symptome verursachen.

Diese Beschwerden liefern die ersten Hinweise für die Diagnose. Auch eine Blutuntersuchung kann auf einen Hirnabszess hindeuten: Wenn eine Entzündung im Hirn vorliegt, finden sich Entzündungszeichen und Antikörper gegen den ursächlichen Erreger im Blut. Um im Hirn einen Abszess sicher nachzuweisen, sind bildgebende Verfahren ( Schädel-CT oder MRT) geeignet.

Wenn möglich, kommt bei einem Abszess im Gehirn zur Behandlung (neben Antibiotika) eine Operation zum Einsatz: Deren Ziel ist es, den Hirnabszess mitsamt der Abszesskapsel zu entfernen.






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