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Hirnabszess, Gehirnabszess

Hirnabszess: Definition

(Stand: 4. September 2009)

Ein Hirnabszess (Gehirnabszess) ist eine abgekapselte Eiteransammlung im Gehirn. Zu der Eiterbildung kommt es, wenn das Hirngewebe bakteriell infiziert wird und sich örtlich begrenzt entzündet. Im Zentrum des Entzündungsherds wird Gewebe eingeschmolzen. Dadurch entsteht eine sogenannte Abszesshöhle, die von einer Kapsel umgeben ist. Der Abszess übt Druck auf das umliegende Gewebe aus. Durch diesen Druck sowie infolge der Entzündungsreaktion bildet sich in der Umgebung des Abszesses ein Ödem, das heißt, es sammelt sich vermehrt Flüssigkeit an. Dieses Ödem kann wesentlich größer sein als der Hirnabszess selbst und ist damit zusätzlich für einen Teil der Beschwerden verantwortlich.

Weiterlesen: Hirnabszess: Ursachen

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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