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Schwindel (Vertigo)

Veröffentlicht von: Till HansmeierMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Schwindel (Vertigo) führt dazu, dass die räumliche Orientierung oder das Gleichgewicht unangenehm gestört ist: Wem schwindelig ist, dem scheint es, als würde der eigene Körper beziehungsweise der umgebende Raum sich drehen und schwanken. Die Gründe hierfür sind vielfältig und können durchaus harmlos sein.

Schwindel kann viele Ursachen haben: Vertigo entsteht entweder durch eine ungewohnte Sinnesreizung (wie bei der Reisekrankheit und dem Höhenschwindel) oder sekundär (z.B. infolge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder durch eine krankhaft gestörte Funktion eines Sinnesorgans beziehungsweise einer bestimmten Struktur im Gehirn). Neben Kopfschmerzen ist Schwindel das häufigste Symptom von Erkrankungen des Nervensystems. Auch seelische Vorgänge (sog. psychogener Schwindel) oder Arzneimittel können ein Schwindelgefühl auslösen.

Bei Schwindel treten neben den wahrgenommenen Scheinbewegungen praktisch immer weitere Symptome auf: So kann ein Schwindelgefühl mit einer Unsicherheit beim Stehen und Gehen, mit Übelkeit, Erbrechen und Ohrensausen sowie mit einer gestörten Funktion der Augenmuskulatur (Nystagmus, Augenzittern) einhergehen. Diese Symptome können sowohl vorübergehend (episodisch) als auch andauernd (chronisch) auftreten. Je nach Art der Beschwerden unterscheidet man verschiedene Formen von Vertigo:

  • Der Attackendrehschwindel ist ein plötzlicher und heftiger Schwindel, der nur Sekunden oder wenige Minuten dauert. Typisch bei diesem Schwindel ist ein starkes Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch Übelkeit.
  • Ein anhaltender Drehschwindel hält stunden- bis tagelang an und geht mit Fallneigung, Augenzittern, Übelkeit und Erbrechen einher.
  • Beim Lagerungsschwindel entsteht das Schwindelgefühl typischerweise durch seitliches Neigen des Kopfs. Keine andere Schwindelart ist bei Erwachsenen häufiger als der gutartige Lagerungsschwindel (auch: benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel).
  • Der Schwankschwindel ist mit Stand- und Gangunsicherheiten und hoher Fallneigung verbunden; Übelkeit und Erbrechen sind bei dieser Form von Schwindel eher selten.

Neben der Therapie der Grunderkrankung können – je nach Vertigo-Form – auch Medikamente oder eine Operation gegen den Schwindel helfen. Krankengymnastische Methoden können zudem den Gleichgewichtssinn der Betroffenen verbessern.

Weiterlesen: Schwindel (Vertigo): Definition

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