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Nierensteine, Nephrolithiasis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. Juli 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Etwa fünf Prozent aller Deutschen haben Nierensteine. Ein Nierensteinleiden (Nephrolithiasis) entsteht, wenn normalerweise im Harn gelöste Stoffe auskristallisieren. Bei Männern geschieht dies häufiger als bei Frauen und Kindern.

Die genauen Ursachen der Nephrolithiasis bleiben in den meisten Fällen ungeklärt. Verschiedene Umstände können die Entwicklung von Nierensteinen jedoch begünstigen, zum Beispiel:

Häufig verursachen Nierensteine keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt. Die Nephrolithiasis kann jedoch auch zu einer Nierenkolik führen, die durch starke Schmerzen im Rücken-, Flanken- oder Unterbauchbereich gekennzeichnet ist. Gelangt ein Nierenstein von der Niere in den Harnleiter – die Verbindung zwischen Niere und Blase – löst er dort eine Harnleiterkolik aus. In diesem Fall können die Schmerzen auch in die Leiste und die Genitalien ausstrahlen.

Eine Nephrolithiasis kann in erster Linie anhand der vorliegenden Beschwerden sowie durch eine Ultraschall- und Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege diagnostiziert werden. Zusätzlich kann der Arzt eine Urinuntersuchung vornehmen. Bei Nierensteinen ist oft keine Behandlung nötig. In den meisten Fällen gehen sie von allein mit dem Harn ab (sog. Spontanabgang). Ist dies nicht der Fall, kann der Arzt die Nierensteine auf verschiedene Weise entfernen:

  • Bei einer Stoßwellentherapie lassen die Steine sich von außen zertrümmern (extrakorporale Stoßwellenlithotripsie).
  • Ebenso können Nierensteine im Rahmen einer Spiegelung (Endoskopie) der Nieren oder der Blase entnommen werden.
  • Selten ist es nötig, die Nierensteine mithilfe spezieller Medikamente aufzulösen oder sie operativ zu entfernen.

Nierensteine im Video: Erfahren Sie, was die plagenden Steine verursacht.

Gegen eine akute Nierenkolik helfen vorrangig eine angemessene Schmerztherapie und die Beseitigung einer möglichen Harnstauung. Darüber hinaus ist es bei der Nephrolithiasis ratsam, die Ursache für die Bildung der Nierensteine zu behandeln. Maßnahmen, mit denen Sie Nierensteinen vorbeugen können, sind beispielsweise:



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