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Dissoziative Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung)

(Stand: 20. Februar 2009)

Hinweis für Betroffene beim Lesen des Texts: Mögliche Auslösereize für Betroffene sind in diesem Text nicht durch Sternchen (*) maskiert worden.

Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) – auch bekannt als Multiple Persönlichkeitsstörung (MPS) – ist bis heute eine der umstrittensten psychiatrischen Diagnosen. Sie bezeichnet das Vorhandensein von zwei oder mehr unterscheidbaren Identitäten oder Persönlichkeitszuständen, die wiederholt die Kontrolle über das Verhalten der betroffenen Person übernehmen. Die Dissoziative Identitätsstörung wird meist von einer Reihe anderer Symptome begleitet, sodass es häufig zu Fehldiagnosen kommt.

Als Ursache für die Dissoziative Identitätsstörung wird wiederholter Missbrauch in der Kindheit angenommen. Die Aufspaltung in zwei oder mehr Teilidentitäten kann als Versuch verstanden werden, mit dem erlebten Trauma zurechtzukommen: Das reale Geschehen wird vom Bewusstsein abgetrennt. Die Behandlung der Dissoziativen Identitätsstörung ist meist langwierig. Ziel ist es, eine größtmögliche Stabilisierung des Betroffenen zu erreichen. Neben der Alltagsbewältigung stehen dabei das Kennenlernen und die Kooperation der Teilidentitäten untereinander im Vordergrund. Soweit möglich, sollte die Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse in die Therapie der Dissoziativen Identitätsstörung mit einbezogen werden. Eine Integration und Verschmelzung der Teilidentitäten wird von vielen Betroffenen als Therapieziel abgelehnt.

Weiterlesen: Dissoziative Identitätsstörung: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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