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Mastitis (Brustentzündung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Oktober 2014)

Eine Mastitis ist eine Entzündung der Brustdrüse, die hauptsächlich bei Frauen auftritt: während des Wochenbetts und der Stillzeit als Mastitis puerperalis – oder zu einem anderen Zeitpunkt als Mastitis non-puerperalis. In seltenen Fällen sind auch Männer von dieser Brustentzündung betroffen. Ebenfalls selten sind Entzündungen der Brustdrüse bei Neugeborenen (Mastitis neonatorum) oder Kindern.

Eine akute Mastitis hat unterschiedliche Symptome: Sie äußert sich zum einen durch ausgedehnte Schmerzen. Außerdem fühlt sich die betroffene Brust gespannt an, ist gerötet und überwärmt. Auch Fieber kann im Rahmen einer Mastitis auftreten.

Die Ursachen einer Mastitis sind hauptsächlich Bakterien, insbesondere Staphylococcus aureus. Seltener können auch eine übermäßige Produktion des Hormons Prolaktin, das die Milchbildung anregt, oder eine gutartige Veränderung der Brust (Mastopathie) eine Brustentzündung hervorrufen.

Der Arzt stellt bei einer Mastitis die Diagnose, indem er die Betroffene nach ihren Beschwerden befragt und die Brust abtastet. Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung unterstützt die Diagnose. Manchmal ist außerdem eine Mammographie notwendig. Diese dient dazu, einen entzündlichen Brustkrebs auszuschließen.

Brustentzündungen außerhalb der Stillzeit sind selten. Meist ist dabei nur eine Brust entzündet. In seltenen Fällen kann eine Mastitis außerhalb der Stillzeit chronisch verlaufen, also immer wieder auftreten.

Wenn es sich um eine einfache Mastitis non-puerperalis handelt und sich kein Abszess (eitergefüllte Entzündungshöhle) gebildet hat, verordnet der Arzt unter anderem Medikamente gegen eine zu hohe Prolaktinproduktion, Antibiotika und Entzündungshemmer (Antiphlogistika). Auch durch Kühlen der Brust und einen gut sitzenden Büstenhalter, der die Brust ruhig hält, lassen sich die Beschwerden oft lindern. Hat sich ein Abszess gebildet, schneidet der Arzt diesen auf und entfernt den Eiter.

Eine Mastitis kann sehr unterschiedlich verlaufen: Manchmal heilt die Brustentzündung schnell wieder ab, andere Frauen leiden länger oder häufiger an der Entzündung und ihren Symptomen. Maßnahmen, mit denen Sie einer Mastitis zuverlässig vorbeugen können, gibt es nicht. Eine richtige Stilltechnik kann jedoch das Risiko senken, an einer Mastitis puerperalis zu erkranken.






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