Läuferknie (Tractus-iliotibialis-Syndrom, ITBS): Definition und Häufigkeit

Veröffentlicht von: Till von Bracht (24. Februar 2016)

Der Begriff Läuferknie oder Tractus-iliotibialis-Syndrom bezeichnet ein durch starke Schmerzen im Knie gekennzeichnetes Krankheitsbild, das infolge einer falschen und übermäßigen Belastung entsteht. Typischerweise treten die Knieschmerzen beim Läuferknie außen am Knie beziehungsweise unter der Kniescheibe auf.

Weitere Bezeichnungen für das Läuferknie sind:

  • Tractus-iliotibialis-Scheuersyndrom
  • Tractussyndrom
  • ITBS
  • iliotibiales Bandsyndrom

Das Kniegelenk ist eins der größten und vor allem kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers. Es bildet die bewegliche Verbindung zwischen dem Ober- und Unterschenkel und muss großen Belastungen standhalten. Dies ist nur möglich, wenn alle am Gelenk beteiligten Strukturen wie Knochen, Knorpel, Bänder, Kapsel, Menisken und die Muskulatur reibungslos zusammenspielen.

Ist dieses Zusammenspiel gestört, kann ein Tractus-iliotibialis-Syndrom entstehen. Die beim Läuferknie typischen Schmerzen entstehen, weil der Tractus iliotibialis ständig über das Kniegelenk reibt und gereizt wird – dabei kann zusätzlich eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung am Knie entstehen. 

Häufigkeit

Das Läuferknie betrifft vor allem Langstreckenläufer, Marathonläufer und Radsportler. Bei Läufern ist das Läuferknie das häufigste Problem überhaupt: Jeder vierte Läufer kennt diese Knieschmerzen an der Außenseite des Knies – wobei Frauen mit rund 28 Prozent etwas öfter vertreten sind als Männer mit 24 Prozent. Aber auch andere Sportler, wie Handball- und Basketball-Spieler oder Bergwanderer, sowie Nicht-Sportler (z.B. Menschen mit O-Beinen) können ein Läuferknie entwickeln.


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