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Erysipel (Wundrose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Juni 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ein Erysipel (Wundrose) ist eine bakterielle Entzündung der Haut, die vor allem bei Erwachsenen auftritt. Durch kleine Verletzungen (z.B. Risswunden, Ekzeme oder Pilzinfektionen zwischen den Fingern) gelangen Bakterien, meist A-Streptokokken, in die Lymphgefäße der Haut. Von dort können sie sich ausbreiten und zu Entzündungen der Haut führen.

Neben den Beinen ist das Gesicht besonders häufig von einem Erysipel betroffen. In diesem Fall nennt man eine Wundrose auch Gesichtsrose. Innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen entwickeln sich auf der betroffenen Haut flammenförmige, scharf begrenzte Rötungen.

Teilweise schwellen bei einer Wundrose die Lymphknoten an und es entstehen ein Spannungsgefühl und Schmerzen an der entzündeten Hautstelle. Nicht selten treten

Pro 100.000 Einwohner kommt es durchschnittlich zu 100 Erysipel-Infektionen im Jahr. Besonders gefährdet für eine Wundrose sind Menschen mit geschwächten Abwehrkräften – zum Beispiel Diabetiker oder Menschen mit Durchblutungsstörungen oder der Immunschwächekrankheit AIDS.

Das Bild zeigt eine bakterielle Enzündung der Haut (Erysipel). © Okapia

Typische Hautrötung bei Erysipel. © Dr. med. J.P. Müller/OKAPIA

Der Arzt diagnostiziert ein Erysipel anhand der typischen Symptome. Auch eine Blutuntersuchung ist bei Verdacht auf eine Wundrose hilfreich. Bei der Untersuchung ist außerdem besonders wichtig, die Stelle ausfindig zu machen, an der die Erreger in den Körper gelangt sind, und diesen Bereich gut zu reinigen.

Ein Erysipel wird medikamentös mit einem Antibiotikum, häufig Penicillin, behandelt. Der Patient erhält das Medikament zunächst als Infusion über die Vene (intravenös). Schlägt das Medikament an, reicht es nach wenigen Tagen aus, das Antibiotikum als Tabletten einzunehmen. Sind Arme oder Beine von einem Erysipel betroffen, müssen die Betroffenen die entsprechende Gliedmaße hoch lagern und kühlen. Frühzeitig und richtig behandelt verschwindet eine Wundrose ohne Folgeschäden. Erysipel-Komplikationen wie Venenentzündung (Thrombophlebitis) oder Blutvergiftung sind dann selten.



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