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Schuppenflechte

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 17. Januar 2016)

auch bezeichnet als:
Psoriasis; Psoriasis arthropathica; Psoriasis vulgaris

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine immer wiederkehrende (chronische) Erkrankung, bei der eine erbliche Veranlagung besteht. Deshalb tritt sie in Deutschland familiär gehäuft bei etwa 1,5 Millionen Menschen (bis zu zwei Prozent der Bevölkerung) auf. Meist betrifft die Schuppenflechte die Haut, kann aber auch die Gelenke befallen. Schwere Verlaufsformen der Schuppenflechte beginnen meist zwischen dem 10. und dem 25. Lebensjahr. Bei Krankheitsbeginn ab dem 35. Lebensjahr sind die zu erwartenden Bedschwerden weniger stark ausgeprägt.

Bei der gewöhnlichen Schuppenflechte verteilen sich die typischen Hautveränderungen meist gleichförmig über den Körper. Sie bevorzugen Ellbogen- und Kniegelenke, die behaarte Kopfhaut sowie die Kreuzbeingegend. Zunächst zeigen sich auf der betroffenen Haut kleine Knötchen, sogenannte Papeln. Desweiteren treten rötliche, meist rundliche, scharf begrenzte und leicht erhabene Hautveränderungen auf. Diese sind mit wenig anhaftenden, silbrig weißen Schuppen bedeckt. Die oberflächliche Schuppung hat eine talgartige, silbrige Konsistenz, die an Kerzenwachs erinnert. Werden diese Schuppen abgekratzt, lösen sich auch tiefere Zelllagen und es treten punktförmige Blutungen auf. Mehrere nahe beieinander liegende Papeln können zu einer sogenannten psoriatischen Plaque zusammenfließen. Die von der Schuppenflechte betroffene Haut schmerzt normalerweise nicht. Mögliche Beschwerden sind jedoch Juckreiz, Brennen und Stechen der Haut. Die Fingernägel einiger Betroffener zeigen eine gelbliche Verfärbung, außerdem können kleine Grübchen auftreten. Manchmal ist auch das Wachstum der Nägel gestört. Diese Beschwerden werden als Nagelpsoriasis bezeichnet und sind leicht mit Nagelpilzerkrankungen an Händen und Füßen zu verwechseln.

Von der gewöhnlichen Schuppenflechte werden bestimmte Sonderformen unterschieden:
  • Bei der sogenannten Psoriasis inversa können die Hautfalten, die Haut im Analbereich, ebenso der Bauchnabel sowie die Kniekehlen betroffen sein.
  • Die Psoriasis arthropathica (Psoriasisarthritis) tritt bei circa fünf Prozent der von Schuppenflechte betroffenen Patienten auf. Sie macht sich durch ein rheumatisches Beschwerdebild bemerkbar. Klassischerweise kommt es zu Gelenkschwellungen, vor allem der Finger. Ganz typisch ist der Befall aller Fingergelenke eines einzelnen Fingers (oder Zehe). Dies wird wegen der auffälligen Optik als Strahlbefall oder auch "Wurstfinger" bezeichnet. Weichteile können ebenfalls rheumatisch verändert sein, zum Beispiel Sehnen und Sehnenansätze oder Schleimbeutel.
  • Gefährlich ist eine Rötung und Verdickung der gesamten Haut. Dieses auch Erythrodermie genannte Symptom kann außer bei einer Schuppenflechte auch noch nach anderen Hauterkrankungen auftreten und erfordert eine sofortige Krankenhauseinweisung.
  • Weniger als drei Prozent der Betroffenen haben die Sonderform Psoriasis pustulosa. Hier fallen kleine juckende oder schmerzhafte Pusteln auf. Diese sind mit sterilem Eiter gefüllt, sie enthalten also keine Krankheitserreger. Diese seltene Form der Schuppenflechte kann sich auf Hände und Füße beschränken, aber auch den gesamten Körper befallen.
Bei anhaltender Schuppenflechte kommt es häufig zur Vergröberung der Hautstruktur.

Begleiterkrankungen der Schuppenflechte können Depressionen, Leberbeschwerden, Fettstoffwechselstörungen, aber auch Herzerkrankungen sein. Hautschäden an den Geschlechtsteilen können außerdem zu einer gestörten Sexualfunktion führen. Vielfach führt eine Behandlung der Schuppenflechte mit Entzündungshemmern auch zu einer Besserung der vorgenannten Beschwerden.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

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Wann zum Arzt?

Bei anhaltenden Hautveränderungen, wie Spannung oder Juckreiz, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt auch, wenn die Haut am ganzen Körper sehr gereizt oder gerötet ist.

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