Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Ödem ("Wassersucht"): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Februar 2014)

Ein Ödem ("Wassersucht") ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Raum außerhalb der Körperzellen. Ein Ödem entsteht, wenn Wasser aus den Gefäßen heraustritt und sich im Gewebe oder in bestimmten Körperräumen wie der Bauchhöhle ansammelt.

Typische Hinweise auf ein Ödem sind dicke, "schwere Beine" am Abend und Wassereinlagerungen an den Fußgelenken. Sammelt sich das Wasser in der Bauchhöhle, sprechen Mediziner von Aszites ("Bauchwassersucht"). Die Wassereinlagerungen können aber überall im Körper vorkommen. Ödeme treten bei zahlreichen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen auf. Manchmal sind sie vorübergehend und harmlos (z.B. durch hormonelle Veränderungen vor der Regelblutung). Die "Wassersucht" kann aber auch durch eine schwere Krankheit entstehen (wie Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose).

Charakteristisch für ein Ödem ist, dass in der Regel eine sichtbare Delle zurückbleibt, wenn man mit dem Finger auf den angeschwollenen Bereich drückt.

Um bei einem Ödem die Diagnose zu stellen, befragt der Arzt den Betroffenen zunächst zu seinen Beschwerden. Dabei geht es zum Beispiel darum, wann die "Wassersucht" das erste Mal aufgetreten ist und ob sich die Symptome in bestimmten Situationen verschlechtern (z.B. abends). Außerdem erkundigt er sich nach bekannten Vorerkrankungen wie einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder einer Leberzirrhose, die zu Wassereinlagerungen führen können.

Danach folgt eine körperliche Untersuchung, bei welcher der Arzt die betroffene Stelle untersucht, aber auch auf Anzeichen einer Venenschwäche achtet – zum Beispiel Krampfadern. Manchmal sind zusätzliche Untersuchungen nötig, um die Ursache für das Ödem zu finden. Dazu gehören zum Beispiel:

Wie die "Wassersucht" behandelt wird, hängt im Wesentlichen von den zugrunde liegenden Ursachen ab.

Entstehen Ödeme zum Beispiel, weil das Herz geschwächt ist, bekommen die Betroffenen unter anderem entwässernde Medikamente (sog. Diuretika). Auch Bewegung, Sport und Physiotherapie können die Beschwerden wirksam lindern. Bei einer Venenschwäche können zusätzlich Kompressionstrümpfe sinnvoll sein.




Anzeige