Ödem (Wassersucht): Was ist das?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Januar 2017)

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Ein Ödem (Wassersucht) ist eine übermäßige Ansammlung von Flüssigkeit im Raum außerhalb der Körperzellen, die eine nicht gerötete Schwellung verursacht. Ödeme entstehen, wenn Wasser aus den Gefäßen heraustritt und sich im Gewebe oder in bestimmten Körperräumen wie der Bauchhöhle ansammelt.

Ein Ödem kann überall im Körper vorkommen. Sammelt sich beispielsweise Wasser in der Bauchhöhle an, sprechen Mediziner von einem Aszites (bzw. Bauchwassersucht). Meistens betreffen die Wassereinlagerungen jedoch Arme oder Beine (sog. periphere Ödeme: peripher = in den äußeren Zonen des Körpers liegend). Typische Anzeichen für Arm- oder Beinödeme sind:

  • dicke, schwere Beine oder Arme (v.a. am Abend)
  • warme, gespannte Haut im Bereich des Ödems
  • eingeschränkte Beweglichkeit der betroffenen Gelenke
  • evtl. Schmerzen
  • Gewichtszunahme

Ödematös geschwollene Arme oder Beine können auch dazu führen, dass die eigenen Kleidungsstücke, Schuhe, Ringe oder Armbanduhr zu eng sitzen und sich unbequem anfühlen. Charakteristisch für ein Ödem ist zudem, dass in der Regel für kurze Zeit eine sichtbare Delle zurückbleibt, wenn man mit dem Finger auf den angeschwollenen Bereich drückt.

Ein Ödem kann ein Symptom für zahlreiche Erkrankungen und Stoffwechselstörungen sein. Manchmal treten Ödeme nur vorübergehend auf (z.B. infolge hormoneller Veränderungen vor der Regelblutung) und sind harmlos. Hinter der Wassersucht kann aber auch eine schwere Krankheit stecken (wie Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose).

Dabei können dem Ödem verschiedene Entstehungsmechanismnen zugrunde liegen. So kann die Wassersucht bedingt sein durch:

  • einen erhöhten Schweredruck von Flüssigkeit auf die umgebenden Wände (z.B. infolge eines Gefäßverschlusses durch ein Blutgerinnsel) oder
  • einen erhöhten osmotischen Druck in einem Blut- oder Lymphgefäß (z.B. infolge einer verminderten Wasserausscheidung), der die Flüssigkeit aus den Gefäßen hinausdrückt,
  • einen verminderten Gehalt von Eiweiß im Blutplasma (Hypoproteinämie), wodurch Flüssigkeit einfacher aus den Gefäßen ins Gewebe gelangen kann (z.B. bei Mangelernährung),
  • eine erhöhte Durchlässigkeit der Kapillarwände (z.B. bei Entzündungen oder Allergien) oder
  • einen gestörten Lymphabfluss.

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