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Muskelschmerzen (Myalgie)

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Muskelschmerzen (Myalgie) kennt jeder: Sie treten meist durch Verspannung, als Muskelkater oder nach Muskelverletzungen auf und sind in der Regel harmlos. Ein Muskelschmerz kann aber auch Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Das Bild zeigt eine junge Frau mit einer falschen Sitzposition vor dem PC.
Muskelschmerzen treten häufig im Nackenbereich auf.

Plötzliche und heftige (akute) Muskelschmerzen haben – wie alle Schmerzen – eine Warn- und Schutzfunktion. Sobald die auslösenden Reize beseitigt sind, klingt eine akute Myalgie schnell wieder ab. Ständige (chronische) Muskelschmerzen hingegen können ein eigenständiges Krankheitsbild (Schmerzsyndrom) darstellen. Grundsätzlich kann jeder Muskel im Körper schmerzen.

Am häufigsten treten Muskelschmerzen jedoch in der Schulter, im Rücken und im Nacken auf. Derartige verspannte, schmerzhafte Muskeln (sog. Myogelosen) begleiten viele Menschen in ihrem Alltag: Verbreitete Auslöser von Schulterschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen sind zum Beispiel längeres Autofahren oder Sitzen vor dem Computer. Daneben kommt es im Rahmen verschiedener Infektionskrankheiten zur Myalgie. In seltenen Fällen stecken Erkrankungen hinter den stechenden, krampfhaften und ziehenden Schmerzempfindungen, die den Muskel selbst, das Skelett oder das Nervensystem betreffen können.

Worin die Behandlung von Muskelschmerzen besteht, hängt von deren Ursache ab. Deswegen besteht bei einer Myalgie der wichtigste Schritt zur Diagnose darin, den ursprünglichen Schmerzauslöser herauszufinden. Anschließend kann der Arzt entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten. Bei den beiden häufigsten Ursachen für Muskelschmerzen – Muskelverletzungen und Muskelverspannungen – ist für eine erfolgreiche Therapie Folgendes besonders wichtig: Muskelverletzungen ausheilen lassen, bevor man den betroffenen Muskel wieder belastet (also z.B. eine ausreichend lange Trainingspause einlegen) und gegen Muskelverspannungen frühzeitig etwas unternehmen, weil sie sonst chronisch verlaufen können, aber im Anfangsstadium gut zu behandeln sind.

Auch vorbeugend kann jeder selbst viel gegen eine Myalgie tun: So gilt ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und Entspannung sowie mit einer ausgewogenen Ernährung als hilfreiches Mittel gegen Muskelschmerzen.

Weiterlesen: Muskelschmerzen (Myalgie): Definition

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