Anzeige

Anzeige

Muskelschmerzen (Myalgie)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (12. August 2016)

© iStock

Der Mensch besitzt rund 650 Muskeln – und jeder einzelne davon kann Schmerzen verursachen. Am häufigsten entstehen Muskelschmerzen in der Schulter, im Rücken und im Nacken. Der Grund ist dann oft eine Verspannung. Typische Auslöser sind in solchen Fällen etwa längeres Autofahren oder Sitzen vor dem Computer. Die Muskelschmerzen sind dann zwar harmlos, sie können den Alltag der Patienten aber erheblich beeinträchtigen. 

Aber auch im Oberschenkel oder im Oberarm kommt es häufig zu Muskelschmerzen – zum Beispiel als Muskelkater, nach einer Muskelprellung oder einer Muskelzerrung. Stecken leichte Muskelverletzungen hinter den Schmerzen, klingen sie nach einiger Zeit meist von selbst wieder ab.

Die Ursachen für Muskelschmerzen sind sehr verschieden: In Einzelfällen kann eine Myalgie auch Anzeichen einer Erkrankung sein – zum Beispiel bei einer sogenannten Fibromyalgie. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die zu Muskelschmerzen am ganzen Körper führt. Die Ursachen für eine Fibromyalgie sind noch unbekannt. 

Daneben gibt es weitere Krankheiten, die zu Muskelschmerzen führen können, zum Beispiel  

Worin die Behandlung von Muskelschmerzen besteht, hängt von deren Ursache ab. Deswegen besteht bei einer Myalgie der wichtigste Schritt darin, den ursprünglichen Schmerzauslöser herauszufinden. Anschließend kann der Arzt entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten.

Bei den beiden häufigsten Ursachen für Muskelschmerzen – Muskelverletzungen und Muskelverspannungen – ist Folgendes besonders wichtig: Lassen Sie die Muskelverletzung ausheilen, bevor Sie den betroffenen Muskel wieder belasten (also z.B. eine ausreichend lange Trainingspause einlegen). Gegen Muskelverspannungen sollten Sie frühzeitig etwas unternehmen, da sie im Anfangsstadium gut zu behandeln sind – andernfalls können sie chronisch verlaufen.

Plötzliche und heftige (d.h. akute) Muskelschmerzen haben – wie alle Schmerzen – eine Warn- und Schutzfunktion. Sobald die auslösenden Reize beseitigt sind, klingt eine akute Myalgie schnell wieder ab. Ständige (bzw. chronische) Muskelschmerzen hingegen können ein eigenständiges Krankheitsbild darstellen.

Auch vorbeugend kann jeder selbst viel gegen eine Myalgie tun: So gilt ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und Entspannung als hilfreiches Mittel gegen Muskelschmerzen.



Anzeige