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Muskelkrämpfe (Krampf, Spasmus)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (22. November 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Muskelkrämpfe sind unangenehm – das wissen nicht nur Sportler. Bei einem Muskelkrampf zieht sich ganz plötzlich und ohne erkennbare Ursache die Muskulatur sehr stark zusammen, was mit großen Schmerzen verbunden sein kann. Besonders häufig treten Muskelkrämpfe beim Sport, in der Schwangerschaft oder nachts im Schlaf auf. 

Die genauen Ursachen für Muskelkrämpfe sind bis heute nicht bekannt – daher gibt es bislang auch keine wirklich wirksame Methode, um Muskelkrämpfen vorzubeugen. Allerdings sind eine Reihe von Faktoren bekannt, die das Risiko für einen Krampf erhöhen – hierzu zählen etwa

Was ist ein Muskelkrampf?

Ein Muskelkrampf, Krampf oder Spasmus ist eine ungewollte und schmerzhafte Muskelanspannung. Während des Muskelkrampfes fühlt sich der betroffene Muskel steinhart an – nach wenigen Sekunden bis Minuten entspannt sich die Muskulatur aber für gewöhnlich wieder von selbst.

Von einem Muskelkrampf ist überwiegend die Skelettmuskulatur betroffen – zum Beispiel die Muskeln des Fußgewölbes, des Oberschenkels oder die Wadenmuskulatur (wie es häufig beim Sport geschieht). Im Prinzip können Krämpfe aber an fast jeder Stelle des menschlichen Körpers auftreten. 

Das liegt daran, dass Muskelkrämpfe nicht nur die quergestreifte Muskulatur sondern auch die glatte Muskulatur betreffen können – also zum Beispiel auch

  • das Muskelgewebe der inneren Organe,
  • der Blutgefäße
  • und Lymphgefäße.

Nur der Herzmuskel nimmt hierbei eine Sonderstellung ein: Das Herz kann nicht verkrampfen!

Krampf ist nicht gleich Krampf

Die verschiedenen Arten von Krämpfen reichen von Muskelkrämpfen (z.B. Wadenkrämpfe) über Magenkrämpfe bis hin zu Nierenkoliken. Die Benennung der Muskelkrämpfe richtet sich in der Regel danach, an welcher Stelle sie auftreten.

Wenn sich beispielweise die Muskeln in den Verdauungsorganen krampfhaft zusammenziehen, spricht man von Bauchkrämpfen. Die Ursache hierfür kann zum Beispiel ein Stein sein, der von der Gallenblase aus durch die engen Gallenwege gepresst wird. Einen Muskelkrampf der Blutgefäße bezeichnet man als Vasospasmus, einen Krampf in den Bronchien als Bronchospasmus und einen Spasmus im Kehlkopf als Laryngospasmus.

Darüber hinaus lassen sich drei verschiedene Formen des Muskelkrampfes unterscheiden. 

  1. Einen gewöhnlichen Muskelkrampf kennen vermutlich die meisten Menschen aus eigener Erfahrung. Dabei kommt es für einen kurzen Moment (Sekunden oder wenige Minuten) zu einer schmerzhaften Muskelanspannung – häufig in den Morgen­stunden in den Wadenmuskeln oder Zehen­beugern. 
  2. Ein klonischer Muskelkrampf macht sich durch plötzlich auftretende, sehr kurze Zuckun­gen bemerkbar. Ein Beispiel hierfür ist das Zucken der Beine beim Einschlafen.
  3. Bei einem tonischen Muskelkrampf dagegen ist die betroffene Muskulatur dauerhaft stark angespannt – etwa bei Dystonie, Tetanus oder einem Schreibkrampf. 

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