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Muskelkrämpfe (Krampf, Spasmus)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (06. Juli 2015)

Muskelkrämpfe sind unangenehm – das wissen nicht nur Sportler. Bei einem Muskelkrampf zieht sich ganz plötzlich und ungewollt die Muskulatur sehr stark zusammen, was mit großen Schmerzen verbunden sein kann. Besonders häufig treten Muskelkrämpfe beim Sport oder nachts im Schlaf auf. 

Während des Muskelkrampfes fühlt sich der Muskel durch die Muskelanspannung sehr hart an – nach wenigen Sekunden bis Minuten entspannt sich die Muskulatur aber für gewöhnlich wieder von selbst.

Tipp: Wer während eines Muskelkrampfes den betroffenen Muskel dehnt, kann die Dauer des Krampfes reduzieren. 

Von einem Muskelkrampf ist überwiegend die Skelettmuskulatur betroffen – zum Beispiel die Muskeln des Fußgewölbes oder die Wadenmuskulatur (wie es häufig beim Sport geschieht).

Im Prinzip können Krämpfe aber an fast jeder Stelle des menschlichen Körpers auftreten. Das liegt daran, dass Muskelkrämpfe nicht nur die quergestreifte Muskulatur sondern auch die glatte Muskulatur betreffen können – also zum Beispiel auch das Muskelgewebe der inneren Organe, der Blutgefäße und Lymphgefäße. Nur der Herzmuskel nimmt hierbei eine Sonderstellung ein: Das Herz kann nicht verkrampfen!

Dabei treten Muskelkrämpfe in verschiedenen Formen in Erscheinung – als tonische und/oder klonische Krämpfe:

  • Klonischer Muskelkrämpfe entstehen durch schnell aufeinanderfolgende, rhythmische Zuckungen entgegengesetzt wirkender (antagonistischer) Muskeln mit dazwischenliegenden Erschlaffungen.
  • Tonische Muskelkrämpfe hingegen sind starke und lang anhaltende Kontraktionen (Dauerkrämpfe) oder Krämpfe einzelner Muskeln oder Muskelgruppen.

Wadenkrämpfe sind keine Seltenheit: Etwa 40 Prozent der Deutschen haben im Laufe ihres Lebens hin und wieder einen Wadenkrampf.

Wadenkrämpfe sind keine Seltenheit: Etwa 40 Prozent der Deutschen haben im Laufe ihres Lebens hin und wieder einen Wadenkrampf.

Die verschiedenen Arten von Muskelkrampf reichen von Krämpfen der Skelettmuskulatur (z.B. Wadenkrämpfe) über Magenkrämpfe bis hin zu Nierenkoliken. Die Benennung der Muskelkrämpfe richtet sich in der Regel danach, an welcher Stelle sie auftreten:

  • Bei einem Krampf der glatten Muskulatur eines Hohlorgans, der zu einem Anfall krampfartiger Leibschmerzen führt, spricht man von einer Kolik.
  • Einen Muskelkrampf der Blutgefäße bezeichnet man als Vasospasmus, einen Krampf in den Bronchien als Bronchospasmus und einen Spasmus im Kehlkopf als Laryngospasmus.

Eine besondere Form von Krämpfen stellen Zuckungen dar, die am ganzen Körper auftreten: Solche Muskelkrämpfe nennt man zerebrale Krampfanfälle.

Was hilft gegen Muskelkrämpfe?

Wenn Sie häufiger nachts unter schmerzhaften Krämpfen der Wadenmuskulatur leiden, sollten Sie regelmäßig Ihre Wadenmuskeln dehnen. Stellen Sie sich dazu in Schrittstellung vor eine Wand, drücken Sie sich mit den Händen von ihr ab und strecken Sie das hintere Bein, sodass die Ferse den Boden berührt. Das Ziehen in der Wade sollte spürbar aber nicht schmerzhaft sein.

Steckt hinter dem Krampf der Skelettmuskulatur eine gestörte Elektrolytkonzentration im Körper – zum Beispiel ein Mangel an Magnesium oder Kochsalz – können möglicherweise auch Magnesiumpräparate gegen die Muskelkrämpfe helfen. 

Wenn Dehnübungen sowie Magnesiumpräparate wirkungslos bleiben und Betroffene nachts häufig unter schmerzhaften Wadenkrämpfen leiden, können Chininpräparate zum Einsatz kommen. Die Einnahme von Chinin – genauer gesagt von Chininsulfat – kann allerdings teilweise  schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen (wie etwa Thrombozytopenien). Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Schwangere und Stillende dürfen Chininsulfat daher nicht einnehmen. 




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