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Krampf (Muskelkrampf, Spasmus): Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (26. September 2013)

Muskelkrämpfe sind unangenehm: Ein Muskelkrampf – auch einfach als Krampf oder als Spasmus bezeichnet – ist eine ungewollte, meist starke Muskelanspannung, die mit großen Schmerzen verbunden sein kann. Krämpfe können fast an jeder Stelle des menschlichen Körpers auftreten.

Zwar ist überwiegend die Skelettmuskulatur betroffen, wenn es zu einem Krampf kommt. Grundsätzlich können Muskelkrämpfe jedoch beide Typen von Muskulatur befallen, die beim Menschen vorkommen:

  • die quergestreifte Muskulatur, zu der neben der Skelettmuskulatur auch die Herzmuskulatur gehört, und
  • die glatte Muskulatur, also das Muskelgewebe der anderen Hohlorgane, der Blutgefäße und Lymphgefäße.

Das Herz nimmt also eine Sonderstellung ein: Es ist zwar ein Hohlorgan, seine Muskulatur ist aber quergestreift. Und auch in anderer Hinsicht bildet der Herzmuskel eine Ausnahme: Muskelkrämpfe können hier nicht entstehen.

Die Muskeln der anderen Hohlorgane können aber sehr wohl krampfen. Demnach kann ein Krampf nicht nur beispielsweise im Oberschenkel oder in der Wade auftreten (wie es häufig beim Sport geschieht), sondern auch in der Gallenblase, im Darm oder in der Harnblase vorkommen. Dabei treten Muskelkrämpfe in verschiedenen Formen in Erscheinung – als tonische und/oder klonische Krämpfe:

  • Klonischer Muskelkrämpfe entstehen durch schnell aufeinanderfolgende, rhythmische Zuckungen entgegengesetzt wirkender (antagonistischer) Muskeln mit dazwischenliegenden Erschlaffungen.
  • Tonische Muskelkrämpfe hingegen sind starke und lang anhaltende Kontraktionen (Dauerkrämpfe) oder Krämpfe einzelner Muskeln oder Muskelgruppen.

Die Benennung der Muskelkrämpfe richtet sich in der Regel danach, an welcher Stelle sie auftreten. Dabei spricht man bei einem Krampf der glatten Muskulatur eines Hohlorgans, der zu einem Anfall krampfartiger Leibschmerzen führt, von einer Kolik. Die verschiedenen Arten von Muskelkrampf reichen von Krämpfen der Skelettmuskulatur (z.B. Wadenkrämpfe) über Magenkrämpfe bis hin zu Nierenkoliken; einen Muskelkrampf der Blutgefäße bezeichnet man als Vasospasmus, einen Krampf in den Bronchien als Bronchospasmus und einen Spasmus im Kehlkopf als Laryngospasmus.

Eine besondere Form von Krämpfen stellen Zuckungen dar, die am ganzen Körper auftreten: Solche Muskelkrämpfe nennt man zerebrale Krampfanfälle.




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