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Kopfschmerzen (Cephalgie)

Stand: 28. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Kopfschmerzen (Cephalgie): Definition

Kopfschmerzen (Cephalgie) können eine eigenständige Erkrankung (sog. primäre Kopfschmerzen) oder ein Symptom einer anderen Erkrankung (sog. sekundäre Kopfschmerzen) sein. Bei Cephalgie kann der Kopf einseitig oder beidseitig sowie an unterschiedlichen Stellen weh tun, etwa an der Stirn, den Schläfen, hinter den Augen, am Nacken oder am Hinterkopf.

Bei den wesentlich häufigeren primären Formen entsteht der Kopfschmerz nicht als Folge anderer gesundheitlicher Probleme. Beispiele für primäre Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerz, Migräne und Cluster-Kopfschmerz.

Frau hat Kopfschmerzen
Für Kopfschmerzen kommen unterschiedlichste Ursachen infrage.

Sekundäre Kopfschmerzen treten als Begleiterscheinung oder als Folge einer anderen Erkrankung auf. So können etwa eine Erkältung, eine Grippe, Bluthochdruck oder auch eine Hirnhautentzündung mit Kopfschmerzen einhergehen. Ebenso ziehen mitunter Flüssigkeitsmangel, ein Sonnenstich oder exzessiver Alkoholkonsum die unangenehmen Beschwerden nach sich. Nicht wenige Menschen reagieren auch auf Stress, Lärm oder Änderungen des Wetters mit Kopfschmerzen. Auch Medikamente selbst können Kopfschmerzen auslösen – es handelt sich dann um medikamenteninduzierten Kopfschmerz.

Schätzungsweise 70 Prozent aller Deutschen leiden hin und wieder unter anfallsweisen, kurzfristigen (akuten) oder unter immer wiederkehrenden beziehungsweise andauernden (chronischen) Kopfschmerzen. Cephalgie ist damit eine weit verbreitete Schmerzform. Kopfschmerzen sind der häufigste Grund für den Besuch beim Hausarzt.

Betroffene sollten ihrem Arzt möglichst genau schildern, in welchen Situationen, wo am Kopf und wie oft die Beschwerden auftreten. Dies hilft dem Mediziner dabei, eine genaue Diagnose zu stellen. Dies ist nicht zuletzt deshalb wichtig, da für die Therapie der verschiedenen Kopfschmerz-Arten sehr unterschiedliche Ansätze bestehen. Oft eignet sich eine Kombination aus Medikamenten (z.B. Schmerzmitteln) und bestimmten Verhaltensweisen gut, um die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen.

Wer Stress vermeidet, sich regelmäßig entspannt, auf erholsamen Schlaf achtet und Nikotin, Alkohol sowie Drogen meidet, tut eine Menge für seine Gesundheit und beugt Kopfschmerzen vor.

Weiterlesen: Kopfschmerzen (Cephalgie): Definition – Kopfschmerzen bei Kindern

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