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Kopfschmerzen (Cephalgie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Juli 2016)

© iStock

Kopfschmerzen (Cephalgie) können eine eigenständige Erkrankung (primäre Kopfschmerzen) oder ein Symptom einer anderen Krankheit (sekundäre Kopfschmerzen) sein. Die Schmerzen können in verschiedenen Bereichen des Kopfes auftreten, zum Beispiel einseitig oder beidseitig. Auch an der Stirn, den Schläfen, hinter den Augen, im Nacken oder am Hinterkopf können Kopfschmerzen auftreten.

Bei den wesentlich häufigeren primären Formen entsteht der Kopfschmerz nicht als Folge anderer gesundheitlicher Probleme. Beispiele für primäre Kopfschmerzen sind:

Sekundäre Kopfschmerzen treten als Begleiterscheinung oder als Folge einer anderen Erkrankung auf. So können etwa eine Erkältung, eine Grippe, Bluthochdruck (Hypertonie) oder auch eine Hirnhautentzündung (Meningitis) mit Kopfschmerzen einhergehen. Ebenso ziehen mitunter Flüssigkeitsmangel, ein Sonnenstich oder exzessiver Alkoholkonsum die unangenehmen Beschwerden nach sich.

Nicht wenige Menschen reagieren auch auf Stress, Lärm oder Änderungen des Wetters mit Kopfschmerzen. Auch Medikamente können Kopfschmerzen auslösen – dazu gehören gerade jene Schmerzmittel, die häufig bei Kopfschmerzen zum Einsatz kommen. Es handelt sich dann um medikamenteninduzierten Kopfschmerz.

Schätzungsweise sieben von zehn Deutschen leiden hin und wieder unter anfallsweisen, kurzfristigen (akuten) oder unter immer wiederkehrenden beziehungsweise andauernden (chronischen) Kopfschmerzen. Die Cephalgie ist damit eine weit verbreitete Schmerzform. Kopfschmerzen sind ein sehr häufiger Grund für einen Besuch beim Hausarzt, aber auch Mediziner unterschiedlicher anderer Fachrichtungen wie Neurologen, Augenärzte und HNO-Ärzte kommen immer wieder mit Kopfschmerz-Betroffenen in Kontakt.

Betroffene sollten ihrem Arzt möglichst genau schildern,

  • in welchen Situationen,
  • wo am Kopf und
  • wie oft die Beschwerden auftreten.

Außerdem ist es wichtig, begleitende Symptome wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit zu erwähnen. Dies hilft dem Arzt dabei, eine genaue Diagnose zu stellen. Eine möglichst genaue Abgrenzung ist nicht zuletzt deshalb wichtig, da für die Therapie der verschiedenen Kopfschmerz-Arten sehr unterschiedliche Ansätze bestehen. Oft eignet sich eine Kombination aus Medikamenten (z.B. Schmerzmitteln) und bestimmten Verhaltensweisen (z.B. Entspannungsübungen) gut, um die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen.

Wer Stress vermeidet, sich regelmäßig entspannt, auf erholsamen Schlaf sowie regelmäßige Bewegung achtet und Nikotin, Alkohol sowie Drogen meidet, tut eine Menge für seine Gesundheit und beugt Kopfschmerzen vor.

Kopfschmerzen bei Kindern

Kopfschmerzen treten nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern auf. Bereits im Vorschulalter hat etwa jedes fünfte Kind gelegentlich Kopfschmerzen. Am Ende der Grundschulzeit haben acht von zehn Kindern schon einmal Kopfschmerzen gehabt. Somit sind Kopfschmerzen bei Kindern häufig, treten aber meistens nicht chronisch (also an mehr als 15 Tagen im Monat) auf.

Etwa bei der Hälfte der Kinder mit regelmäßigen Kopfschmerzen gehen die Beschwerden im Erwachsenenalter zurück. Allerdings ist es wichtig, Kopfschmerzen bei Kindern angemessen zu behandeln, denn ohne eine entsprechende Therapie können die Beschwerden chronisch werden.

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind nicht selten. Durch die hormonelle Umstellung bessern sich chronische Kopfschmerzen und Migräne meist ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei einigen treten die Migräne-Anfälle jedoch sogar stärker auf als sonst.

Viele Medikamente, die bei Kopfschmerzen üblicherweise angewendet werden, sollte die Schwangere zum Schutz des Kindes nicht einnehmen. Dennoch kann es bei schweren Kopfschmerzen in der Schwangerschaft notwendig sein, auf Schmerzmittel zurückzugreifen. Der Arzt verschreibt dann in der Regel Paracetamol. Er wird dabei aber die Vor- und möglichen Nachteile für das Kind besonders gründlich abwägen.

Es gibt auch verschiedene Wirkstoffe, die geeignet sind, um Kopfschmerzen in der Schwangerschaft – insbesondere Migräne-Attacken – vorzubeugen. Ob dies nötig ist, entscheidet der Arzt gemeinsam mit der Schwangeren individuell.

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