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Gleichgewichts­störungen: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Juni 2013)

Menschen mit Gleichgewichtsstörungen haben Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. Ihr Gleichgewichtssinn ist beeinträchtigt. Dieser dient der Körperhaltung und der räumlichen Orientierung.

Das paarige Gleichgewichtsorgan des Menschen befindet sich jeweils im Innenohr. Mediziner bezeichnen es als Vestibularorgan oder Vestibularapparat. Das Gleichgewichtsorgan ist über einen Hirnnerv eng mit dem Gleichgewichtszentrum im Kleinhirn verbunden. Augen, Haut, Muskulatur, Nerven, das Gehör und viele weitere Organe und Sinne tragen überdies zum Gleichgewichtssinn bei.

Gleichgewichtsstörungen äußern sich vor allem durch Schwindel und sind oft von Übelkeit, Sehstörungen und Unwohlsein begleitet. Menschen mit Gleichgewichtsstörungen haben zum Beispiel das Gefühl, in einem Aufzug nach oben zu fahren, dass sich der Boden unter ihren Füßen bewegt oder dass sich ihre Umgebung dreht. Ist das Gleichgewichtsorgan gestört, können Betroffene zum Beispiel nicht auf einem Bein stehen oder mit geschlossenen Augen auf einer geraden Linie laufen. Ärzte machen sich diese typischen Symptome bei der Untersuchung zunutze, um bei einer Gleichgewichtsstörung die Diagnose zu stellen.

In schweren Fällen sind die Gleichgewichtsstörungen so stark ausgeprägt, dass die Person das Gleichgewicht überhaupt nicht mehr halten kann und stürzt. Dann können sich Betroffene leicht verletzen – etwa wenn sie auf den Kopf fallen – und sogar das Bewusstsein verlieren.

Gleichgewichtsstörungen können viele verschiedene Ursachen haben. Manchmal bringen die äußeren Bedingungen das Gleichgewichtsorgan durcheinander. Manche Menschen reagieren zum Beispiel empfindlich, wenn sie sich auf Schiffen befinden und der Boden unter ihnen schwankt. Es gibt aber auch verschiedene Erkrankungen, die das Gleichgewichtsorgan beeinträchtigen und damit zu Gleichgewichtsstörungen führen können. Dazu gehören zum Beispiel Bluthochdruck (Hypertonie) oder ein niedriger Blutdruck (Hypotonie), Kopfverletzungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So vielfältig wie die Ursachen, sind auch die Behandlungsmöglichkeiten von Gleichgewichtsstörungen. Die Therapie richtet sich nach der jeweils auslösenden Erkrankung.




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