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Gelenkschmerzen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (02. April 2013)

© Jupiterimages/Stockbyte

Gelenkschmerzen können an verschiedenen Gelenken auftreten. Sie sind dauerhaft oder setzen nur bei bestimmten Bewegungen ein und können von Schwellungen und Erwärmung begleitet sein.

Mediziner unterscheiden zwischen Gelenkschmerzen ohne entzündliche Veränderung (Arthralgie) und Gelenkschmerzen mit entzündlicher Veränderung (Arthritis). Bei Schmerzen in einem Gelenk spricht man von Monarthritis, Schmerzen in zwei bis vier Gelenken bezeichnet man als Oligoarthritis und Schmerzen in mehr als vier Gelenken Polyarthritis.

Gelenkschmerzen können plötzlich und ohne äußere Einwirkungen auftreten. Dann sind sie meist die Folge von Überbelastungen, Fehlbelastungen oder Verschleiß (Arthrose). Manchmal kündigen sich Gelenkschmerzen durch Spannungsgefühl oder Steifigkeit (meistens in den Morgenstunden) an. Dann kann zum Beispiel eine rheumatoide Arthritis zugrunde liegen.

Gelenke

Gelenke sind bewegliche Verbindungstücke zwischen den Knochen. Gelenkschmerzen schränken diese Beweglichkeit in den meisten Fällen ein. Es gibt verschiedene Typen von Gelenken im menschlichen Körper: Finger- und Zehen sind zum Beispiel mit Schaniergelenken ausgestattet. Schaniergelenke ermöglichen Bewegungen auf einer Achse wie die Beugung und Streckung von Gliedmaßen.

Bewegungen in alle Richtungen erlaubt beispielsweise ein dreiachsiges Kugelgelenk: Hier befindet sich ein kugelförmiger Gelenkkopf in einer kugelschalenähnlichen Gelenkpfanne. Bänder sind rundherum in einer das Gelenk umschließenden Kapsel angeordnet. Das Schultergelenk ist zum Beispiel ein Kugelgelenk. Aufgrund der komplexen Konstruktion ist das Schultergelenk sehr anfällig für Gelenkschmerzen.

Die Kontaktflächen der Knochen eines Gelenks sind mit Gelenkknorpel überzogen. Er wirkt als Puffer zwischen den Knochen und dämpft Belastungen. Durch die glatte Oberfläche des Knorpels können die Knochen widerstandslos gegeneinander reiben. Verstärkungsbänder seitlich des Gelenks dienen dazu, bestimmte Bewegungsabläufe zu führen beziehungsweise zu hemmen, um zu verhindern, dass das Gelenk aus der Achse kippt.

Der Gelenkknorpel selbst hat keine eigene Blutversorgung. Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit), die von der Innenschicht der Gelenkkapsel gebildet wird, versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und sorgt dafür, dass die Bewegungen geschmeidig ablaufen. Sie schützt das Gelenk vor Abnutzung.

Neben Schanier- und Kugelgelenken gibt es noch weitere Variationen von Gelenken: Radgelenke, Walzengelenke, Nussgelenke, Ellipsoidgelenke, Sattelgelenke, Gleitgelenke und Amphiarthrosis (sog. Wackelgelenk).

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