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Eingerissene Mundwinkel

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. September 2016)

© Jupiterimages/Stockbyte

Eingerissene Mundwinkel können hartnäckig und sehr unangenehm sein: Das Essen kann beschwerlich sein und sogar das Lachen kann einem vergehen – denn jede Mundbewegung ist mit Schmerzen verbunden. Die Haut der Mundwinkel ist entzündet und heilt häufig schlecht. In den meisten Fällen sind eingerissene Mundwinkel nur ein kurzfristiges Phänomen. Sie können aber auch aber über einen längeren Zeitraum auftreten. Dann sprechen Ärzte von Mundwinkelrhagaden.

Viele Menschen kennen eingerissene Mundwinkel vor allem im Winter, wenn die Haut um den Mundbereich durch Kälte und trockene Heizungsluft spannt, schuppt und empfindlich wird. Noch bevor Mundwinkelrhagaden entstehen, kann man oft mit rückfettenden Lippenpflegeprodukten vorbeugen. Diese überziehen die Lippen mit einem Fettfilm und halten sie so langfristig geschmeidig.

Eingerissene Mundwinkel gehen mit typischen Symptomen einher: Sie

  • spannen beim Essen und Gähnen,
  • brennen beim Kontakt mit Speichel, sauren Speisen oder Zahnpasta und 
  • sind sehr berührungsempfindlich.
Wissenswertes
Wenn die Mundwinkel ständig und immer wieder eingerissen und entzündet sind, sprechen Mediziner von Mundwinkelrhagaden. Mundwinkelrhagaden werden auch Faulecken, Perlèche und Cheilitis angularis genannt.

Eingerissene Mundwinkel können viele Ursachen haben, so zum Beispiel ein Vitamin- und Mineralstoffmangel. Auch Menschen mit trockener Haut und chronischen Hauterkrankungen wie etwa Neurodermitis haben ein erhöhtes Risiko für eingerissene Mundwinkel. Die offene Hautstelle ist zudem anfällig für Infektionen mit Krankheitserregern.

Je nach Auslöser gibt es für eingerissene Mundwinkel verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist auf jeden Fall: Die Mundwinkel müssen trocken bleiben. Bei Mundwinkelrhagaden sollte man möglichst nicht ständig die Lippen mit der Zunge befeuchten – dadurch trocknen Lippen und Mundwinkel langfristig noch stärker aus und heilen schlechter. Unterstützend können spezielle Pasten die Lippen trocken und geschmeidig halten.

Wer dagegen an Mundwinkelrhagaden reibt und kratzt oder den Mund zu weit öffnet, riskiert, dass die Mundwinkel tiefer einreißen und die Wunde sich infiziert.

Wenn Krankheitserreger die Ursache sind, können entsprechende Salben und Pasten gegen Bakterien (antibiotisch), gegen Viren (antiviral) oder gegen Pilze (antimykotisch) helfen. Wenn eine Allergie gegen ein bestimmtes Kosmetikprodukt eingerissene Mundwinkeln verursacht hat, sollte man dieses Produkt möglichst meiden oder ein Alternativprodukt wählen.

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