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Eingerissene Mundwinkel

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Mai 2015)

Eingerissene Mundwinkel können hartnäckig und sehr unangenehm sein. Sie äußern sich dadurch, dass die Haut der Mundwinkel eingerissen und entzündet ist, schmerzt und häufig schlecht heilt. In den meisten Fällen treten eingerissene Mundwinkel kurzfristig auf – wenn sie chronisch bestehen, sprechen Ärzte von Mundwinkelrhagaden.

Viele Menschen kennen eingerissene Mundwinkel vor allem im Winter, wenn die Haut um den Mundbereich durch Kälte und trockene Heizungsluft spannt, schuppt und empfindlich wird. Noch bevor die Mundwinkel eingerissen sind, lässt sich mit rückfettenden Lippenpflegeprodukten vorbeugen. Diese überziehen die Lippen mit einem Fettfilm und halten sie so langfristig geschmeidig.

Eingerissene Mundwinkel werden von den Betroffenen in der Regel schnell bemerkt, da sie im Alltag typische Beschwerden versuchen: Sie

  • spannen beim Essen und Gähnen,
  • brennen beim Kontakt mit Speichel, sauren Speisen oder Zahnpasta
  • und sind sehr berührungsempfindlich.
Wissenswertes
Wenn die Mundwinkel ständig und immer wieder eingerissen und entzündet sind, sprechen Mediziner von sogenannten Mundwinkelrhagaden, auch Faulecken, Perlèche und Cheilitis angularis genannt.

Eingerissenen Mundwinkeln kann eine Reihe von Ursachen zugrundeliegen, zum Beispiel kalte Temperaturen, Vitamin- und Mineralstoffmängel. Auch Menschen mit trockener Haut und chronischen Hauterkrankungen (wie Neurodermitis) haben ein erhöhtes Risiko für eingerissene Mundwinkel. Die offene Hautstelle ist zudem anfällig für Infektionen mit Krankheitserregern.

Je nach Auslöser gibt es für eingerissene Mundwinkel verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist generell, dass die Mundwinkel trocken bleiben. Sind die Mundwinkel eingerissen, sollte man möglichst nicht ständig die Lippen mit der Zunge befeuchten – dadurch trocknen Lippen und Mundwinkel langfristig noch stärker aus und heilen schlechter. Unterstützend können spezielle Pasten die Lippen trocken und geschmeidig halten.

Wer dagegen an den eingerissenen Mundwinkeln reibt und kratzt oder den Mund zu weit aufreißt, riskiert, dass die Mundwinkel tiefer einreißen und die Wunde sich infiziert.

Bei einer Infektion können entsprechende Salben und Pasten gegen Bakterien (antibiotisch), gegen Viren (antiviral) oder gegen Pilze (antimykotisch) helfen. Wenn eine Allergie gegen ein bestimmtes Kosmetikprodukt hinter den eingerissenen Mundwinkeln steckt, sollte man dieses Produkt möglichst meiden oder ein Alternativprodukt wählen.




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