Anzeige

Anzeige

Durchfall (Diarrhö)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. März 2016)

© iStock

Durchfall (Diarrhö) liegt dann vor, wenn der Stuhlgang zu häufig, zu flüssig und in zu großen Mengen erfolgt.

Laut Definition handelt es sich um Durchfall, wenn

  • es zu mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag kommt,
  • die Konsistenz des Stuhls zu weich oder flüssig ist (mehr als 75 Prozent Wassergehalt) und
  • die Stuhlmenge mehr als 200 Gramm pro Tag beträgt.

Tritt Durchfall plötzlich auf und dauert er nicht länger als zwei Wochen an, sprechen Mediziner von akutem Durchfall (akute Diarrhö). Dauert er dagegen länger als zwei Wochen an, handelt es sich um chronischen Durchfall (chronische Diarrhö).

Akuter Durchfall ist in den meisten Fällen harmlos und bessert sich nach kurzer Zeit von allein. Dauert der Durchfall länger als drei Tage und stellt sich in dieser Zeit keine Besserung ein, sollte man die Beschwerden besser ärztlich abklären.

Das Bild zeigt eine Frau, die ihre Hände auf den Bauch gelegt hat. © Jupiterimages/iStockphoto

Fast jeder hat hin und wieder einmal Durchfall: Pro Jahr leidet durchschnittlich jeder dritte Deutsche ein paar Tage daran.

Die Ursachen für Durchfall sind vielfältig und reichen von Infektionskrankheiten über Medikamentennebenwirkungen, Lebensmittelunverträglichkeiten und Vergiftungen bis hin zu funktionellen Störungen. Zu letzteren gehören unter anderem das Reizdarm-Syndrom und der Reizmagen. Funktionelle Störungen, von Ärzten auch als somatoforme Störungen bezeichnet, kommen relativ häufig vor und werden durch psychische Faktoren wie Stress begünstigt. Die genauen Ursachen hierfür sind jedoch im Grunde noch nicht wirklich geklärt.

Durchfall wird oft von weiteren Symptomen begleitet, wie

Bei Durchfall verliert der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte, was zu Kreislaufproblemen führen kann. Deshalb sollte man darauf achten, genug zu trinken (am besten Leitungswasser, stilles Mineralwasser oder Kräutertee). Auch spezielle Elektrolyt-Präparate aus der Apotheke sind eine Möglichkeit – sie beinhalten genau die Elektrolyt-Mischung, die der Körper braucht.

Das beliebte Hausmittel Cola und Salzstangen ist bei Durchfall dagegen nicht wirklich zu empfehlen. Zwar schaden die Salzstangen grundsätzlich nicht, sie füllen aber vor allem den Natriumspiegel wieder auf – der Körper verliert bei Durchfall jedoch auch Kalium. Wer auf Salzstangen nicht verzichten will, sollte daher am besten außer Salzstangen auch Bananen essen, da diese einen hohen Kalium-Gehalt haben. Mit Cola führt man dem Körper allerdings sehr viel Zucker zu und fördert dadurch den ohnehin schon hohen Wasserverlust. Denn durch den vielen Zucker gibt der Körper noch zusätzlich Wasser ins Darminnere ab, was auch den Durchfall unter Umständen verstärkt. Erwachsenen mit leichtem Durchfall schadet die Cola-Salzstangen-Kombination zwar in der Regel nicht, sie ist allerdings auch nicht richtig nützlich.

Für Durchfall bei Kindern sind Cola und Salzstangen dagegen nicht geeignet, da ihr Kreislauf im Vergleich zu Erwachsenen viel empfindlicher auf Wasserverluste reagiert.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige