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Durchfall (Diarrhö): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. November 2014)

Durchfall (Diarrhö) liegt dann vor, wenn der Stuhlgang zu häufig, zu flüssig und zu voluminös erfolgt.

Laut Definition handelt es sich um Durchfall, wenn

  • es zu mehr als drei Stuhlentleerungen pro Tag kommt,
  • die Konsistenz des Stuhls vermindert oder flüssig ist (mehr als 75 Prozent Wassergehalt) und
  • die Stuhlmenge mehr als 250 Gramm pro Tag beträgt.

Tritt Durchfall plötzlich auf und dauert er nicht länger als zwei Wochen an, sprechen Mediziner von akutem Durchfall (akute Diarrhö). Dauert er dagegen länger als zwei Wochen an, handelt es sich um chronischen Durchfall (chronische Diarrhö).

Das Bild zeigt eine Frau, die ihre Hände auf den Bauch gelegt hat.

Fast jeder hat hin und wieder einmal Durchfall: Pro Jahr leidet durchschnittlich jeder dritte Deutsche ein paar Tage daran.

Dauert der Durchfall nur wenige Tage an und bestehen keine anderen gesundheitlichen Probleme, ist dieser in der Regel harmlos und bessert sich auch meist nach kurzer Zeit von alleine.

Falls ein Durchfall länger als drei Tage andauert und sich keine Besserung einstellt, sollten die Beschwerden besser ärztlich abgeklärt werden.

Die Ursachen für Durchfall sind vielfältig und reichen von Infektionskrankheiten über Medikamenten- beziehungsweise Lebensmittelunverträglichkeiten, Vergiftungen bis hin zu funktionellen Störungen. Zu letzteren gehören unter anderem das Reizdarm-Syndrom und der Reizmagen. Funktionelle Störungen, von Ärzten auch als somatoforme Störungen bezeichnet, kommen relativ häufig vor und haben meist psychische Ursachen.

Durchfallerkrankungen sind oft auch begleitet von Symptomen wie

Bei Durchfall verliert der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte, was zu Kreislaufproblemen führen kann. Deshalb sollte man darauf achten, genug zu trinken (am besten Leitungswasser, stilles Mineralwasser oder Kräutertee). Spezielle Elektrolyt-Präparate aus der Apotheke beinhalten zudem genau die Elektrolyt-Mischung, die der Körper braucht.

Das beliebte Hausmittel Cola und Salzstangen ist bei Durchfall dagegen nicht wirklich zu empfehlen. Zwar schaden die Salzstangen grundsätzlich nicht, sie füllen aber vor allem den Natriumspiegel wieder auf – der Körper verliert bei Durchfall jedoch auch Kalium. Wer auf Salzstangen nicht verzichten will, sollte daher am besten iaußer Salzstangen auch Bananen essen, da diese einen hohen Kalium-Gehalt haben. Mit Cola führt man dem Körper allerdings sehr viel Zucker zu und fördert dadurch den ohnehin schon hohen Wasserverlust. Denn durch den vielen Zucker gibt der Körper noch zusätzlich Wasser ins Darminnere ab, was auch den Durchfall unter Umständen verstärkt. Erwachsenen mit leichtem Durchfall schadet die Cola-Salzstangen-Kombination zwar in der Regel nicht, sie ist allerdings auch nicht richtig nützlich.

Für Durchfall bei Kindern sind Cola und Salzstangen dagegen nicht geeignet, da ihr Kreislauf im Vergleich zu Erwachsenen viel empfindlicher auf Wasserverluste reagiert.




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