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Beinschmerzen

Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beinschmerzen: Definition

Beinschmerzen können an unterschiedlichen Stellen des Beins auftreten und viele verschiedene Ursachen haben.

Das knöcherne Bein besteht aus dem Oberschenkelknochen (Femur), dem Schienbein (Tibia) und dem Wadenbein (Fibula) sowie den Knochen, die zum Fuß gehören.

Betrachtet man die Gelenke des Beins, so ist der Oberschenkelknochen über das Hüftgelenk mit dem Becken verbunden – der Unterschenkel durch das Sprunggelenk mit dem Fuß. Die Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel bildet das Kniegelenk.

Im Bein verlaufen zahlreiche Muskeln, Sehnen, Bänder, Nerven und Blutgefäße, die vor allem bei Verletzungen schmerzen können. Häufige Ursachen, die zu Beinschmerzen führen, sind Gelenkbeschwerden, wie Hüft- und Knieschmerzen, aber auch Knochenbrüche durch einen Unfall oder Durchblutungsstörungen im Bein.

Die Schmerzen können sich beim Auftreten oder auch in Ruhestellung des Beins bemerkbar machen. Abhängig von der Ursache äußern sich Beinschmerzen durch plötzliche stechende Schmerzen (z.B. bei einem Achillessehnenriss) oder durch eine Schwellung. In manchen Fällen – wie bei einer Kniegelenksentzündung – fühlt sich der schmerzhaft geschwollene Bereich außerdem besonders warm an. Oft ist dabei die Beweglichkeit des Beins durch Schwellung und Schmerzen eingeschränkt. Sind Nerven und Muskeln geschädigt, kann es zusätzlich zu Empfindungsstörungen und Lähmungen kommen.

In vielen Fällen dauern Beinschmerzen nicht besonders lange an und verschwinden von selbst, wenn Muskelkater oder andere kurzzeitige Überlastungen die Ursache sind. Wenn Beinschmerzen allerdings länger anhalten, sehr stark sind oder nach einem Unfall eine Verletzung vorliegt, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Der Arzt kann die Ursache der Beinschmerzen erkennen und so eine geeignete Therapie wählen. Unter Umständen sind Bandagen oder Salbenverbände sinnvoll, beispielsweise bei Kniegelenkbeschwerden. Linderung verschaffen aber in manchen Fällen auch entzündungshemmende Schmerzmittel (wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac). Bei starken Gelenkbeschwerden können Gelenkinjektionen und Gelenkspülungen helfen, die Kortison oder örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) enthalten.

Ob vorübergehende Schonung oder Bewegung, und ob Wärme oder Kühlung besser sind, hängt von der jeweiligen Ursache ab und sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Weiterlesen: Beinschmerzen: Ursachen

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