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Ernährung in der Schwangerschaft

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (03. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Doppelt so gut statt doppelt so viel! Das sollte das Motto für Ihre Ernährung in der Schwangerschaft sein. Wenn Sie jetzt noch darauf achten, möglichst keine rohen tierischen Produkte zu essen, sind Sie auf der sicheren Seite.

Viele Frauen lassen sich von der alten Weisheit "du musst jetzt für zwei essen" dazu verleiten, genau das zu tun. Diese Art von Ernährung führt in der Schwangerschaft allerdings bestenfalls zu einer ungesunden Gewichtszunahme und schlimmstenfalls zu einem Schwangerschaftsdiabetes. Dabei liegt Ihr Energiebedarf, also Ihr täglicher Bedarf an Kalorien, in der Schwangerschaft (etwa ab dem 4. Monat) nur leicht über Ihrem normalen Kalorienbedarf – im Schnitt etwa bei 250 Kilokalorien mehr am Tag, was beispielsweise einem Käsebrot entspricht. Nicht die Menge ist nämlich entscheidend, sondern was in der Nahrung enthalten ist.

Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine benötigen Schwangere jetzt in einer erhöhten Menge. Deshalb sollten Sie auf eine besonders wertvolle Ernährung in der Schwangerschaft achten, mit viel frischem Obst, Gemüse und Milchprodukten.

Pflanzliche Fette sind in der Schwangerschaft besonders wichtig. Um Verstopfungen zu vermeiden, sollten Sie viel ballaststoffreiche Kost wie Vollkornbrot, rohes Gemüse und frisches Obst, welches gleichzeitig die nötigen Vitamine und Mineralstoffe liefert, aufnehmen. Außerdem werden eine bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen.

Wenn Sie sich in der Schwangerschaft gesund ernähren, hat das einen Einfluss auf das spätere Ernährungsverhalten Ihres Kindes. Machen Sie sich klar, dass Schwangere, die zu Übergewicht neigen, diese Neigung häufig an ihre Kinder weitergeben. Wer in der Schwangerschaft überwiegend Fast Food isst riskiert, dass auch das Kind sich später ungesund ernähren wird. Andererseits kann Ihr Baby schon im Mutterleib eine Neigung zu gesunden Lebensmitteln entwickeln, wenn Ihre Ernährung in der Schwangerschaft entsprechend ausgerichtet ist. Das macht es auch leichter, Ihr Kind später gesund zu ernähren und sich keinen Gemüsemuffel heranzuziehen.

Ihre Ernährung in der Schwangerschaft hat aber auch einen direkten Einfluss auf das ungeborene Baby. So benötigt Ihr Kind beispielsweise schon in der Schwangerschaft viel Vitamin D, um kräftige Knochen und gesunde Zähne entwickeln zu können. Wenn Sie regelmäßig Fisch und Äpfel essen, können Sie zudem das Allergierisiko für Ihr Kind senken. Und wenn Sie zu viel Koffein zu sich nehmen, riskieren Sie, dass Ihr Kind bei der Geburt zu wenig wiegt, was wiederum Komplikationen mit sich bringen kann.

Nahrungsergänzungsmittel sind in der Schwangerschaft nicht grundsätzlich nötig. Einzige Ausnahme ist die Folsäure, deren zusätzliche Einnahme von Frauenärzten empfohlen wird. Weitere Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie nur in Absprache mit Ihrem Frauenarzt einnehmen – sie sind nur nötig, wenn ein bestimmter Mangel besteht, beispielsweise ein Eisenmangel.

Wenn Sie Vegetarier sind, sollten Sie auf Folgendes achten: Wenn Sie sich ovo-lakto-vegetarisch ernähren, also lediglich auf Fisch und Fleisch verzichten, schadet das Ihrem ungeborenen Kind nicht. Achten Sie lediglich darauf, genug Obst und Gemüse, Eier und Milchprodukte zu sich zu nehmen. Achtung aber bei veganer Ernährung! Wenn Sie alle tierischen Lebensmittel vermeiden, wird Ihr Körper in der Schwangerschaft zu wenig lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe (besonders Calcium, Eisen, Vitamin D3 und Vitamin B12) erhalten, ein Mangel ist hier vorprogrammiert. Sprechen Sie in diesem Fall bitte mit Ihrem Frauenarzt über entsprechende Nahrungsergänzungsmittel.


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