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Vitamine

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (19. April 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Fühlen Sie sich schlapp und müde? Das lässt sich ändern: Essen Sie Paprikas, Orangen, Kartoffeln und Brokkoli und verpassen Sie sich eine Ladung Vitamine! Lasche Burger, triefende Currywürste und ständig Süßes sind als "Standardessen" dagegen nicht zu empfehlen.

Ohne Vitamine können lebenswichtige Stoffwechselfunktionen ins Stocken geraten. Daher ist eine abwechslungsreiche und vernünftige Ernährung der wichtigste Schritt, um den Körper gut mit Vitaminen zu versorgen.

Da der Körper Vitamine mit wenigen Ausnahmen (Vitamin D) nicht selbst bilden kann – sind sie für uns essenziell, also lebensnotwendig, und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Dies gilt in ähnlicher Weise für einige Aminosäuren, Fettsäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe.

Dass eine gesunde Ernährung einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden leistet, können viele aus eigener Erfahrung bestätigen. Idealerweise sollten Obst, Gemüse und Salat möglichst häufig auf dem Speiseplan auftauchen – so lässt sich der Vitaminbedarf auf ganz natürliche Weise gut decken. Eine zusätzliche Zufuhr von Vitaminen über Nahrungsergänzungsmittel oder mit Vitaminen angereicherte Lebensmittel ist dann nicht nötig.

Wie viel Vitamine man tatsächlich täglich aufnimmt, ist manchmal nur schwer einzuschätzen, da viele Lebensmittel heutzutage Vitamine auch als Zusatzstoffe enthalten. Dadurch lassen sich einerseits das Risiko eines Vitaminmangels und andererseits das einer Vitaminüberversorgung häufig schlecht beurteilen. Hinzu kommt, dass der Vitamingehalt in der Nahrung stark schwankt: Die tatsächlich enthaltene Vitaminmenge hängt davon ab,

  • wo die Lebensmittel herkommen (Transportweg),
  • wie reif sie sind,
  • wie sie gelagert und
  • zubereitet werden.

Daher sind Angaben in Nährstofftabellen oft ungenau und treffen nicht auf jeden Apfel und jede Möhre gleichermaßen zu.

Was bedeutet der Begriff "Vitamine"?
Das Wort setzt sich zusammen aus dem lateinischen vita (Leben) und dem englischen amin(e), was auf die chemische Struktur verweist (organische Stickstoffverbindung, sog. Amin).

Anfang des 20. Jahrhunderts haben Mediziner Mangelerkrankungen erforscht und sind so den Vitaminen auf die Spur gekommen. Die ersten untersuchten Vitamine enthielten zwar solche Stickstoffverbindungen. Die meisten der heute bekannten Vitamine wurden jedoch erst später entdeckt und gehören zu anderen Stoffklassen. Der Begriff "Vitamine" wurde trotzdem beibehalten.

Vitamine sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und beeinflussen viele Aufgaben des Körpers, wie zum Beispiel:


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