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Jod

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. November 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Der Körper braucht es, um Schilddrüsenhormone aufzubauen. Bei einem Jodmangel kann sich die Schilddrüse vergrößern (Kropf) oder auch eine Schilddrüsenunterfunktion entstehen. Da die meisten Lebensmittel nur wenig Jod enthalten, wird es Speisesalzen zugesetzt.

Spurenelemente wie Jod, Zink und Eisen sind essenziell, also lebensnotwendig: Der menschliche Körper braucht sie, damit seine Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen. Allerdings kann er sie nicht selbst herstellen – er muss sie mit der Nahrung aufnehmen.

Das Spurenelement Jod ist vor allem bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen unentbehrlich. Diese Hormone haben eine zentrale Funktion im Körper: Sie sind zum Beispiel am Wachstum, an der Knochenbildung und der Entwicklung des Gehirns sowie am Energiestoffwechsel beteiligt.

Der tägliche Jodbedarf

Der tägliche Bedarf liegt bei Erwachsenen bei rund 200 Mikrogramm (µg) Jod. Schwangere und stillende Frauen haben oft einen höheren Bedarf an Jod. Allerdings ist Deutschland traditionell eine Jodmangelregion mit Nord-Süd-Gefälle: Da der Boden das Spurenelement nur in geringer Menge enthält, sind auch die hier gängigen Lebensmittel arm an Jod. Das gilt insbesondere für die weiter südlich gelegenen deutschen Regionen.

Jodhaltige Lebensmittel kommen vor allem aus dem Meer: Seefische wie Schellfisch und Seelachs enthalten den Nährstoff in höheren Dosen. Deshalb sollten sie zweimal wöchentlich auf Ihrem Speiseplan stehen. Generell ist es auch empfehlenswert, Jodsalz zu verwenden. Darüber hinaus können Jodtabletten helfen, einem Jodmangel entgegenzuwirken. Nehmen Sie diese aber erst nach Absprache mit einem Arzt ein!

Jodmangel und Überdosierung

Ein Jodmangel kann ernste Folgen haben: Die Symptome reichen von einer Vergrößerung der Schilddrüse, einer sogenannten Struma (Kropf), bis hin zu schwerer körperlicher und geistiger Unterentwicklung bei Kindern, dem sogenannten Kretinismus. Diese Krankheit ist in Deutschland jedoch extrem selten. Dennoch ist es wichtig, dass Frauen während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit ausreichend Jod zu sich nehmen.

Da Lebensmittel und auch jodiertes Speisesalz nur geringe Mengen Jod enthalten, ist eine Überdosierung mit dem Spurenelement nur schwer möglich. Nimmt man jedoch zum Beispiel durch Jodpräparate über einen längeren Zeitraum zu viel Jod zu sich – also etwa mehr als 500 µg täglich – kann dies zu einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder auch zu seltenen Überempfindlichkeitsreaktionen wie zum Beispiel Hautausschlägen führen.

Jod spielt jedoch nicht nur in der Ernährung eine wichtige Rolle. Auch in der Medizin wird es eingesetzt, so ist es zum Beispiel Bestandteil von Desinfektionsmitteln, Schilddrüsenmedikamenten und Röntgenkontrastmitteln. Darüber hinaus können eine Überfunktion der Schilddrüse oder Schilddrüsenkrebs im Rahmen einer sogenannten Radiojodtherapie mit radioaktivem Jod behandelt werden.


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