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Urinwerte

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Dezember 2013)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Inhaltsstoffe des Urins können mithilfe verschiedener Urinuntersuchungen analysiert werden – das Ergebnis sind die Urinwerte.

Urin oder Harn ist eine Flüssigkeit, die unter anderem Abfallprodukte des Körpers enthält. Diese Abfallprodukte bezeichnen Mediziner als harnpflichtige Substanzen. Das bedeutet, dass diese Stoffe nur über den Urin entsorgt werden können. Die Nieren produzieren den Urin. Sie filtern für den Körper wertvolle Stoffe aus dem Urin heraus, sodass nur "Überflüssiges" nach draußen gelangt. So entstehen pro Tag etwa 1 bis 1,5 Liter Urin, je nach Trinkmenge und Wasserverlusten über Schweiß, Erbrechen oder Durchfall auch etwas mehr oder weniger.

Der Urin besteht aus folgenden Hauptbestandteilen, die als Urinwerte ermittelt werden können:

Weitere Urinwerte sind zum Beispiel

  • der pH-Wert des Urins
  • das spezifische Gewicht
  • die Dichte des Urins
  • zelluläre Bestandteile wie rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • Bakterien im Urin

Die Urinwerte können helfen, Erkrankungen des Genital- und Harntrakts festzustellen. Bakterien im Urin sind zum Beispiel ein Hinweis auf eine bakterielle Harnwegsinfektion. In diesem Fall kann der Arzt anordnen, die Bakterien näher zu bestimmen, um das richtige Antibiotikum zur Behandlung zu finden.

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Enthält der Urin zu viel Glukose (Zucker), kann der Arzt damit einen Diabetes mellitus feststellen. Die Urinwerte können auch Nierenerkrankungen aufdecken: So können zum Beispiel ein zu hoher Eiweißgehalt, rote Blutkörperchen im Urin oder zu hohe Kreatinin-Werte darauf hinweisen, dass mit den Nieren etwas nicht stimmt. In diesem Fall führt der Arzt weitere Tests durch, um die genaue Nierenerkrankung festzustellen.

Einige Urinwerte können als Schnelltest mit Urinteststreifen direkt in der Arztpraxis ermittelt werden. Für nähere Untersuchungen ist aber eine Urinanalyse im Labor notwendig.

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