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Verbrennung, Verbrühung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. Januar 2014)

Eine Verbrennung oder Verbrühung ist schnell passiert – zum Beispiel, wenn man an ein heißes Backblech anfasst oder beim Bügeln einen Moment nicht aufpasst. In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Verbrennung oder Verbrühung um eine oberflächliche Verletzung, die von selbst verheilt. Bei einer schweren Verbrennung ist unbedingt ärztliche Behandlung erforderlich.

Eine Verbrennung oder Verbrühung kann unterschiedliche Gründe haben, zum Beispiel:

  • starke Hitze (Herdplatte, Backofen),
  • offene Flammen,
  • heiße Flüssigkeiten,
  • elektrischer Strom
  • oder ionisierende Strahlen wie etwa Sonnenstrahlen.

Die meisten Verbrennungen und Verbrühungen entstehen im Haushalt oder in der Freizeit.

Bei einer Verbrennung beziehungsweise Verbrühung wird das Gewebe durch Hitze (Temperaturen von mehr als 45 Grad Celsius) geschädigt.

Wie stark die Verbrennung ist, hängt davon ab, wie hoch die Temperatur liegt und wie lange die Hitze einwirkt. Eine leichte Verbrennung tritt relativ häufig auf – zum Beispiel, wenn man die Haut für längere Zeit ungeschützt der Sonne aussetzt. Je nachdem kann es zu einer Zellschädigung beziehungsweise zum Zelltod, zur Gerinnung der Eiweißpartikel oder sogar zur Verkohlung kommen.

Einer Verbrennung ordnet der Arzt je nach Tiefe unterschiedliche Schweregrade zu. Je nachdem, wie stark die Haut geschädigt ist, teilt er sie in die Grade eins bis vier ein.

VerbrennungsgradBeschwerden
Verbrennung ersten Grades
  • die Haut ist gerötet und schmerzt
  • betrifft nur die oberste Hautschicht
  • Narben sind nicht zu erwarten
  • Verbrennung zweiten Grades
  • Rötung und Blasen auf der Haut
  • Pigmentstörungen möglich
  • Verbrennung dritten Grades
  • vollständige Zerstörung der Haut
  • die Haut erscheint hell oder verkohlt
  • häufig bleiben Narben zurück
  • Verbrennung vierten Grades
  • Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke können betroffen sein
  • die Haut ist verkohlt und entsprechend schwarz verfärbt
  • Außerdem schätzt der Arzt das Ausmaß einer Verbrühung oder Verbrennung nach der Größe der betroffenen Fläche ab. Dabei ist maßgeblich, wie hoch der Anteil der verbrannten beziehungsweise verbrühten Haut bezogen auf die gesamte Körperoberfläche ist. Die Therapie richtet sich wie der Schweregrad nach der Tiefe der Verletzung. Diese kann häufig erst am zweiten oder dritten Tag nach dem Unfall genau beurteilt werden.

    Beispielsweise ist bei einer Verbrennung ersten Grades der Hautabschnitt gerötet und schmerzhaft. Es kann zu einer Schwellung kommen. Die Rötung ist auf eine vermehrte Durchblutung zurückzuführen. Ein Beispiel für eine typische Verbrennung ersten Grades ist der Sonnenbrand.

    Die Prognose bei einer schweren Verbrennung und Verbrühung hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von

    • der Ausdehnung beziehungsweise der Tiefe der Verbrennung,
    • dem Alter des Betroffenen,
    • seinen Vorerkrankungen,
    • der Erstbehandlung am Unfallort
    • und der anschließenden Behandlung ab.

    Eine sehr schwere Verbrennung kann unter Umständen mit einer lebenslangen Nachbehandlung verbunden sein.

    Verbrennung: Video

    Versuchen Sie besonders den Verbrennungen und Verbrühungen bei Kindern vorzubeugen, indem Sie entsprechende Sicherheitsmaßnahmen einhalten und mögliche Gefahrenquellen beseitigen. Gerade bei Kleinkindern ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

    Erste Hilfe bei Verbrennungen: Entfernen Sie die verbrannte oder verbrühte Kleidung schnellstmöglich von der Haut und kühlen Sie die betroffene Hautstelle unter kaltem, fließendem Wasser. Zusätzlich sollten Sie einen sterilen Wundverband auflegen, der die Wunde vor Schmutz und Krankheitserregern schützt. Rufen Sie bei größeren Verbrennungen sofort den Notarzt an – bei kleineren Verbrennungen ist es ratsam, umgehend einen Arzt aufzusuchen!






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