Startseite > Krankheiten > Thrombose, Blutgerinnsel
Stand: 27. Juni 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Unter einer Thrombose versteht man den Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Am häufigsten sind die tiefen Bein- und Beckenvenen davon betroffen.
Bei einer Thrombose kommt es zu typischen Symptomen wie Schmerzen und Schwellung der Wade oder des Beins, abhängig vom Sitz der Thrombose.
Wenn aufgrund der Beschwerden der Verdacht auf eine Thrombose, also einen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombus), besteht, muss der Arzt die Diagnose mit bildgebenden Verfahren sichern. Da der Therapie-Erfolg entscheidend davon abhängt, wie lange das Blutgerinnsel schon besteht, sollten diese Untersuchungen rasch erfolgen.
Eine Thrombose lässt sich durch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Röntgenuntersuchung der Venen mit Kontrastmittel (Phlebographie) diagnostizieren. Um das Blutgerinnsel zu beseitigen, behandelt der Arzt mit blutverdünnenden Medikamenten (Heparin). Außerdem legt er einen Druckverband an, der das gesamte Bein (oder den Arm) umfasst (Kompressionsverband).
Jährlich erleiden durchschnittlich 0,1 Prozent der Bevölkerung eine Thrombose. Frauen sind insgesamt etwas häufiger von einer Thrombose betroffen als Männer. Weiterhin spielen Alter, ethnische Zugehörigkeit und das Vorhandensein verschiedener Risikofaktoren eine Rolle.
Risikofaktoren für eine Thrombose sind unter anderem langes Sitzen, Krampfadern und eine erhöhte Blutgerinnungsneigung nach einer Operation oder Entbindung. Die Wahrscheinlichkeit, auf einem Langstreckenflug eine Reisethrombose zu bekommen, ist jedoch geringer, als häufig beschrieben.
Bei einer Thrombose ist das vorrangige Ziel der Behandlung, das Gerinnsel (Thrombus) aufzulösen und den Blutfluss wiederherzustellen. Bei Personen, die bereits eine Thrombose gehabt haben, ist das Risiko für eine weitere Thrombose erhöht. Wenn Risikofaktoren vorliegen, sollten Betroffene daher konsequent vorbeugende Maßnahmen (Thromboseprophylaxe) einhalten. So kann man zum Beispiel Kompressionsstrümpfe tragen, sich ausreichend bewegen (v.a. viel gehen) oder die Beine hochlagern.
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