Sjögren-Syndrom: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juli 2015)

Beim Sjögren-Syndrom lassen sich die Symptome in zwei Gruppen einteilen: Die sogenannten glandulären Symptome umfassen Störungen der Drüsenfunktionen – insbesondere der Speichel- und Tränendrüsen ("Sicca-Syndrom"). Weitere Beeinträchtigungen durch das Sjögren-Syndrom bezeichnen Mediziner als extraglanduläre oder nicht-glanduläre Symptome (also Symptome, die außerhalb der Drüsen auftreten). Dazu zählen übermäßige Müdigkeit oder Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken.

Glanduläre Symptome

Typische Symptome des Sjögren-Syndroms sind trockene Augen (Xerophthalmie) und ein trockener Mund (Xerostomie). Das gemeinsame Auftreten dieser Symptome bezeichnen Mediziner als Sicca-Syndrom. Die ständige Trockenheit der Augen führt ohne Behandlung zu einer fortwährenden Entzündung der Hornhaut und der Bindehaut (Keratoconjunctivitis sicca).

Manchmal trocknen auch andere Schleimhäute und Hautpartien aus, hierzu gehören insbesondere die Schleimhäute der Nase, der Luftröhre, der Lunge, des Bronchialsystems und der Geschlechtsorgane. Heiserkeit, Hustenreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können die Folge sein.

Extraglanduläre Symptome

Das Sjögren-Syndrom äußert sich manchmal auch durch Symptome, welche nicht die Drüsen betreffen (extraglanduläre Symptome), etwa:

Außerdem neigen Menschen mit dem Sjögren-Syndrom zu Allergien und anderen Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel der glutensensitiven Enteropathie (Zöliakie, einheimische Sprue).

Selten ruft das Sjögren-Syndrom auch Symptome wie Entzündungen in verschiedenen Organen und Geweben hervor, zum Beispiel:

Manchmal entwickeln sich Gefühlsstörungen und Lähmungserscheinungen, sogenannte Polyneuropathien.

Bei etwa 20 von 100 Menschen mit Sjögren-Syndrom vergrößern sich die Lymphknoten und es kommt zur sogenannten Lymphadenopathie, einer Erkrankung des Lymphsystems. In seltenen Fällen kann sich zudem Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) entwickeln. Das Risiko hierfür ist bei Betroffenen mit Sjögren-Syndrom etwa 40-fach erhöht.


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