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Schuppenflechte (Psoriasis)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (30. September 2013)

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufig auftretende gutartige Hauterkrankung. Sie verläuft fast immer chronisch. Typische Merkmale sind scharf begrenzte, rote, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Hautstellen, die teilweise jucken. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.

Oft entstehen bei der Psoriasis nur einzelne Hautveränderungen (sog. Herde) an den Streckseiten von Ellenbogen und Knien. Teilweise breitet sich die Schuppenflechte aber auch auf den gesamten Körper aus. Außer der Haut können Schleimhäute, Gelenke und Nägel zusätzlich erkranken. Wie stark diese Beschwerden sind, ist unterschiedlich.

Die Hautzeichen selbst werden vermutlich von einem fehlgesteuerten Angriff des Immunsystems (Autoimmunreaktion) gegen Zellen der Oberhaut (Keratinozyten) ausgelöst, die sich als Reaktion darauf besonders stark vermehren. In der Folge verdickt sich im Rahmen der Psoriasis die Haut an den betroffenen Stellen und schuppt. Eine Ansteckung auf andere Personen ist nicht möglich.

Mediziner unterscheiden drei Formen der Schuppenflechte:

  • Psoriasis vulgaris: Typ I der Psoriasis vulgaris ist die häufigste Form der Schuppenflechte. Sie verläuft häufig schwer und beginnt früh – meist im Alter zwischen 10 und 25 Jahren. Typ II der Psoriasis vulgaris kommt seltener vor. Sie verläuft meist leichter als Typ I und tritt später auf, etwa zwischen dem 35. und 60. Lebensjahr.
  • Psoriasis arthropathica: Die Psoriasis arthropathica liegt bei etwa jedem fünften Betroffenen mit Schuppenflechte vor. Dabei sind vor allem die Gelenke, meist aber auch die Haut von der Autoimmunerkrankung betroffen.
  • Psoriasis pustulosa: Bei dieser Form der Schuppenflechte entstehen Pusteln auf der Haut.

Die Diagnose der Schuppenflechte ist in der Regel einfach, da die Erkrankung anhand der typischen Hautveränderungen gut erkennbar ist. Weitere bekannte Fälle von Psoriasis in der Familie sind ein deutlicher Hinweis.

Die Psoriasis-Arthritis kann durch Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) von anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen unterschieden werden.

Welche Behandlung bei Psoriasis geeignet ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Oft ist es nötig, verschiedene Medikamente und Therapieansätze zu kombinieren. Es gibt eine Vielzahl von Präparaten und Therapieformen, welche die Psoriasis-Beschwerden bessern können. Oft sind Betroffene mit der richtigen Behandlung über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei. Die Schuppenflechte kann aber bislang nicht vollständig geheilt werden. Unterstützend zu jeglicher Therapie gehört eine regelmäßige, sorgfältige und individuell abgestimmte Hautpflege.






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