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Schuppenflechte: Fehlreaktion des Immunsystems

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. August 2016)

© Jupiterimages/Hemera

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufig auftretende, gutartige Hauterkrankung. Sie verläuft fast immer chronisch. Typische Merkmale einer Schuppenflechte sind scharf begrenzte, rote, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Hautstellen, die teilweise jucken. Heilbar ist eine Psoriasis bislang nicht – jedoch gibt es viele Möglichkeiten, um die Beschwerden dauerhaft zu lindern!

Die Schuppenflechte entsteht durch eine fehlgesteuerte Autoimmunreaktion. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen Zellen der Oberhaut, die Keranozyten. Diese Fehlreaktion führt dazu, dass sich diese Zellen übermäßig stark vermehren. Die Folge: Die Haut verdickt sich und schuppt.  

Schuppenflechte ist eine multifaktorielle Erkrankung, das heißt: Die Erkrankung hat nicht eine bestimmte Ursache. Vielmehr müssen mehrere Einflüsse zusammentreffen, damit eine Psoriasis auftritt. In der Regel tragen Menschen mit Schuppenflechte eine genetisch bedingte Veranlagung für die Erkrankung in sich. Kommen bestimmte Risikofaktoren hinzu, kann die Psoriasis ausbrechen. Zu solchen Risikofaktoren zählen zum Beispiel Infektionen der oberen Luftwege, äußere mechanische Reize oder auch bestimmte Medikamente.

Psoriasis ist nicht ansteckend!

Je nach Erscheinungsbild unterscheiden Mediziner mehrere Formen der Schuppenflechte, zum Beispiel:
  • Psoriasis vulgaris oder "gewöhnliche Schuppenflechte":
    • Typ I der Psoriasis vulgaris ist die häufigste Form der Schuppenflechte. Etwa 60 bis 70 von 100 Menschen mit gewöhnlicher Schuppenflechte leiden daran. Die Psoriasis vulgaris verläuft häufig schwer und beginnt früh – meist im Alter zwischen 10 und 25 Jahren.
    • Typ II der Psoriasis vulgaris kommt seltener vor. Sie verläuft meist leichter als Typ I und tritt später auf. Sie macht sich etwa zwischen dem 35. und 60. Lebensjahr erstmals bemerkbar.
  • Psoriasis arthropathica oder Psoriasis-Arthritis: Bei der Psoriasis arthropathica ist nicht nur die Haut betroffen, sondern auch die Gelenke. Etwa jeder fünfte Betroffene mit Schuppenflechte hat eine Psoriasis-Arthritis.
  • Psoriasis pustulosa: Bei dieser seltenen Form der Schuppenflechte entstehen Pusteln auf der Haut.

Welche Behandlung bei Psoriasis geeignet ist, hängt unter anderem von der Schwere der Erkrankung ab und davon, an welcher Form der Patient leidet. Oft ist es nötig, verschiedene Medikamente und Therapieansätze zu kombinieren. Es gibt eine Vielzahl von Präparaten und Therapieformen, welche die Beschwerden lindern können. Oft sind Betroffene mit der richtigen Behandlung über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei, eine vollständige Heilung ist jedoch derzeit noch nicht möglich.

Egal, welche Therapie infrage kommt: Zu jeder Behandlung gehört immer eine regelmäßige, sorgfältige und individuell abgestimmte Hautpflege. Da die Schuppenflechte psychich sehr belastend sein kann, kann möglicherweise auch eine zusätzliche Psychotherapie hilfreich sein.



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