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Schnarchen (Rhonchopathie)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (26. Januar 2011)

Schnarchen (Rhonchopathie) ist ein weit verbreitetes Phänomen. Es tritt im Schlaf auf und belastet in der Mehrzahl der Fälle insbesondere die Nachtruhe des Bettpartners. Es existieren unterschiedliche Angaben über die Häufigkeit des Schnarchens, wobei sich eine Abhängigkeit von Alter und Geschlecht ausmachen lässt.

Am häufigsten schnarchen Männer im mittleren bis hohen Lebensalter, hier schwanken die Angaben zwischen 20 und 46 Prozent. Unter den Frauen in der gleichen Altersspanne sind 8 bis 25 Prozent von Rhonchopathie betroffen.

Schnarchen ist auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen: Der Großteil der Schnarcher weist das sogenannte primäre Schnarchen auf, das entsteht, wenn im Schlaf die Gaumenmuskeln entspannen und das Gaumensegel im Atemluftstrom hin- und her flattert. Hierbei empfindet der Schnarcher den Schlaf grundsätzlich als erholsam. Aus medizinischer Sicht ist diese Form der Rhonchopathie unbedenklich für die Gesundheit und bedarf in der Regel keiner Behandlung.

Der Betroffene selbst hat großen Einfluss auf sein Schnarchen. Um das Schnarchen zu verhindern, können eine Gewichtsreduktion, Verzicht auf Rauchen und eine Einschränkung des Alkoholkonsums helfen. Darüber hinaus können Schnarcher heute auf eine Vielzahl technischer Hilfsmittel und operativer Eingriffe zurückgreifen, um die Ursachen zu bekämpfen. Wenige dieser Maßnahmen jedoch bekämpfen das Schnarchen vollständig.

Schnarchen kann aber auch in Zusammenhang mit Atemstörungen wie der Schlafapnoe beziehungsweise dem obstruktiven Schlafapnoesyndrom (OSAS) stehen. Dabei ist es häufig besonders laut und unregelmäßig. Der Betroffene empfindet den Schlaf als nicht erholsam und klagt über Tagesmüdigkeit.

Beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom, das etwa 90 Prozent aller Schlafapnoe-Fälle ausmacht, werden durch Erschlaffung der Schlundmuskulatur im Schlaf die Atemwege verlegt. Dadurch kommt es zu einem Sauerstoffmangel und einem Kohlendioxidanstieg mit deutlich verlangsamter Pulsfrequenz. Dies führt in der Lunge zu Gefäßverengungen und nachfolgend zur Erhöhung des pulmonalen Widerstands. Es besteht die Gefahr einer Rechtsherzvergrößerung und einer Rechtsherzschwäche.






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