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Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom)ForumKrebs- erkrankungen
Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
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Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom)Stand: 30. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom) ist ein seltener, bösartiger Tumor der Schilddrüse. Je nachdem, von welchem Zelltyp der Schilddrüse er ausgeht, unterscheiden sich die Behandlung und der Krankheitsverlauf. Mediziner teilen Schilddrüsenkrebs in sogenannte papilläre, follikuläre, anaplastische und medulläre Karzinome ein. Bei letzteren ist die Besonderheit, dass sie nicht aus Zellen entstehen, die für die Schilddrüsenhormone T3 und T4 zuständig sind. Das medulläre Schilddrüsenkarzinom entsteht aus den C-Zellen, die den Kalziumhaushalt hormonell steuern, und kann gemeinsam mit anderen Tumoren (z.B. der Nebenniere) auftreten. Der Mediziner spricht dann von einem MEN-Syndrom ("multiple endokrine Neoplasie"). Zu den bisher bekannten Ursachen von Schilddrüsenkrebs zählen der Jodmangel, ionisierende Strahlen, Vorerkrankungen der Schilddrüse (z.B. das gutartige Schilddrüsenadenom) und genetische Faktoren. Liegt ein Schilddrüsenkarzinom vor, treten Beschwerden im Allgemeinen erst mit zunehmender Krankheitsdauer auf. Manche Patienten ertasten den Tumor oder bemerken – wenn der Schilddrüsenkrebs bereits die benachbarten Halsregionen befallen hat – angeschwollene oder verhärtete Lymphknoten. Drückt das Schilddrüsenkarzinom auf Luft- oder Speiseröhre, kommen Beschwerden wie Atemnot oder Schluckstörungen hinzu. Auch Heiserkeit ist ein mögliches Symptom, weil der Schilddrüsenkrebs die Nervenversorgung des Kehlkopfs beeinträchtigen kann. Die Diagnose stellt der Arzt mittels bildgebender Verfahren wie Ultraschall und Szintigraphie. Ebenfalls wichtig ist eine Gewebeprobe (Biopsie). Je nachdem, wie sehr die entnommenen Krebszellen noch gesundem Schilddrüsengewebe ähneln, können Ärzte abschätzen, ob es sich um einen sehr aggressiven Tumor handelt oder nicht. Die Behandlung von Schilddrüsenkrebs besteht vorwiegend kombiniert aus Operation, Bestrahlung und Hormontherapie. Bei der Operation entnimmt der Chirurg die Schilddrüse in der Regel komplett. Außerdem entfernt er die Halslymphknoten. Die Bestrahlung kann in Form der sogenannten Radiojodtherapie erfolgen. Die operierten Patienten nehmen dabei radioaktives Jod auf, das sich in verbliebenen Tumorresten oder Metastasen anreichert und den Krebs zerstört. Die Hormontherapie versorgt die behandelten Patienten mit Schilddrüsenhormonen, die sie bei entfernter Schilddrüse nicht mehr selber bilden können. Die Heilungsaussichten von Schilddrüsenkrebs hängen von der Art und dem Stadium des Tumors ab, sind im Allgemeinen jedoch recht gut. Weiterlesen: Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom): Definition Das könnte Sie auch interessieren
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