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Osteoporose (Knochenschwund)

Stand: 10. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Osteoporose (Knochenschwund) ist die häufigste Knochenerkrankung in Deutschland. Man kann jedoch einiges zu ihrer Vorbeugung tun: Wer sich gesund ernährt und viel bewegt, kann eine Osteoporose weitgehend verhindern.

Bis etwa zum 40. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse des Menschen zu; danach baut der Körper jährlich etwa ein halbes bis ein Prozent wieder ab. Bei Osteoporose nimmt die Knochenmasse über das natürliche Maß hinaus ab, sodass die Betroffenen viel mehr Knochenmasse verlieren als ein gesunder Mensch. Dieser Knochenschwund wirkt sich nachteilig auf Knochenstruktur und Knochenfunktion aus: Das Skelett verliert an Stabilität und das Risiko für Knochenbrüche steigt.

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Für eine Osteoporose kommen verschiedene Ursachen infrage. In etwa 5 Prozent der Fälle ist der Knochenschwund die direkte Folge von Erkrankungen oder einer langfristigen Medikamenteneinnahme (sog. sekundäre Osteoporose). Die meisten Menschen (95%) entwickeln jedoch Knochenschwund, ohne dass Erkrankungen oder Medikamente als Auslöser erkennbar sind (sog. primäre Osteoporose). Hierzu zählen:

  • die Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren (postmenopausale Osteoporose) und
  • die Altersosteoporose, die etwa ab dem 70. Lebensjahr bei beiden Geschlechtern auftritt.

Zu Beginn macht sich eine Osteoporose kaum durch Symptome bemerkbar. Im weiteren Verlauf treten jedoch Knochenbrüche scheinbar ohne erkennbare Ursache auf (sog. Spontanfrakturen). Diese verursachen Schmerzen. Den häufigen Wirbelbruch bei Osteoporose halten die Betroffenen wegen der schlagartig einsetzenden Rückenschmerzen häufig für einen Hexenschuss oder Ischias-Schmerz. Langfristig führen solche Wirbelkörperbrüche infolge von Knochenschwund jedoch zu:

  • einem Größenverlust von mehreren Zentimetern,
  • der Ausbildung eines Rundrückens,
  • einer verstärkten Krümmung der Lendenwirbelsäule nach vorn.

Bei der Osteoporose-Therapie spielt die richtige Ernährung eine wichtige Rolle. Dabei gilt es vor allem,

  • Untergewicht zu vermeiden, da dies sich begünstigend auf Knochenschwund auswirkt, und
  • den Körper mit ausreichend Kalzium und Vitamin D zu versorgen.

Außerdem kann man bei Osteoporose durch geeignete Medikamente und Sport (v.a. Krafttraining, aber auch Walking, Nordic Walking, Tai-Chi oder Gymnastik) den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen und somit verhindern, dass der Knochenschwund voranschreitet.

Weiterlesen: Osteoporose: Definition

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