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Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (15. September 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Neurodermitis (bzw. atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis) ist eine der häufigsten Hautkrankheiten. Vor allem bei Kindern ist sie verbreitet: Oft zeigen sich bereits im Kleinkindalter erste Neurodermitis-Symptome.

Bei Neurodermitis kommt es zu einer Entzündungsreaktion der Haut, die chronisch besteht oder immer wieder schubweise auftritt. Die genauen Neurodermitis-Ursachen sind nicht bekannt; jedoch können sowohl erbliche Faktoren als auch weitere Auslösefaktoren ein atopisches Ekzem in seiner Entstehung begünstigen. Zahlreiche Stoffe aus der Umwelt, aber auch psychische Faktoren können dann neue Neurodermitis-Schübe auslösen oder verstärken (triggern).

Typische Neurodermitis-Symptome sind ein oft starker Juckreiz sowie schuppige und trockene Haut. Dabei ist die Stärke der Beschwerden nicht unbedingt ausschlaggebend für den Grad der Beeinträchtigung durch ein atopisches Ekzem: Auch eine leicht ausgeprägte Neurodermitis kann in Einzelfällen beeinträchtigend und seelisch stark belastend sein. Sie kann sich unter Umständen negativ auf die schulische oder berufliche Leistung auswirken, Schwierigkeiten im sozialen Umfeld bereiten und mit Depressionen einhergehen.

Die Neurodermitis-Behandlung besteht zum einen in sorgfältiger Hautpflege. Zum anderen ist bei Neurodermitis die Therapie der Hautentzündungen wichtig – das bedeutet: durch Medikamente wie Kortison oder andere Wirkstoffe gegen akute Hautveränderungen vorgehen und in problemarmen Phasen neuen Schüben vorbeugen. Außerdem gilt es, mögliche Provokationsfaktoren, die neue Schübe triggern, zu vermeiden.

Dabei können als äußerliche (topische) Behandlung der Neurodermitis Salben, Cremes oder Emulsionen und als innerliche (systemische) Behandlung zum Beispiel Tabletten oder Infusionen zum Einsatz kommen. Zusätzlich können zahlreiche begleitende Therapiemaßnahmen (wie Entspannungstechniken, Klimatherapie, Lichttherapie) die Neurodermitis günstig beeinflussen. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die Symptome der Neurodermitis zu lindern – eine Heilung der Hauterkrankung ist bislang nicht möglich.

Um einer Neurodermitis bei Kindern vorzubeugen oder das Auftreten einer Neurodermitis zumindest hinauszuzögern, ist die Ernährung in den ersten Lebensmonaten wichtig: Als empfehlenswerte Maßnahme gegen Neurodermitis gilt es, das Baby mindestens in den ersten vier Lebensmonaten konsequent zu stillen, ohne Beikost zuzufüttern.

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