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Nasennebenhöhlen­entzündung (Sinusitis)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (16. Juli 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) entsteht in der Regel aus einer Infektion der Nase mit Viren oder (seltener) mit Bakterien, die sich über die direkten Verbindungen zu den Nebenhöhlen auf deren Schleimhaut ausbreitet. Die Nebenhöhlenentzündung ist sehr häufig, verläuft aber meist unkompliziert.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann alleine auftreten oder Zeichen einer allgemeinen Atemwegserkrankung sein. Die akute Sinusitis ist meistens durch Schnupfen oder eine Rachenentzündung bedingt. Nur wenn Krankheitserreger die unmittelbaren Auslöser sind, ist die Nasennebenhöhlenentzündung ansteckend. In selteneren Fällen kann eine akute Nebenhöhlenentzündung beispielsweise entstehen durch:

  • erkrankte Zahnwurzeln oder eine Zahnentfernung
  • Erreger im Badewasser (sog. Badesinusitis)
  • Druckschwankungen beim Fliegen und Tauchen (sog. Barosinusitis)

Dabei können verschiedene Risikofaktoren eine Nebenhöhlenentzündung begünstigen: So können eine verbogene Nasenscheidewand oder Nasenpolypen den Schleimtransport in der Nase anhaltend stören. Mögliche Folge: Die Nasennebenhöhlen verengen und es gelangt zu wenig frische Luft von außen in sie hinein. In den Nebenhöhlen kann dann immer wieder eine Entzündung auftreten und schließlich in eine chronische Sinusitis übergehen.

Als chronisch gilt eine Nasennebenhöhlenentzündung ab einer Dauer von zwei bis drei Monaten.

Typischerweise verursacht eine akute Nasennebenentzündung folgende Symptome:

  • Schnupfen mit gelb-grünem Nasensekret
  • Kopfschmerzen
  • Gesichtsschmerzen bzw. Stauungsgefühl im Gesicht
  • verstopfte Nase (beeinträchtigte Nasenatmung)
  • eingeschränkte Geruchs- und Geschmackswahrnehmung

Hingegen verursacht die chronische Nasennebenhöhlenentzündung oft weniger Schmerzen als die akute Form. Trotzdem kann eine chronische Sinusitis die Lebensqualität deutlich mindern.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung kann jede Nasennebenhöhle betreffen: die Kieferhöhle neben der Nase, die Stirnhöhle über der Nase sowie die Keilbeinhöhle und das Siebbein hinter der Nase. Grundsätzlich können sich alle Nasennebenhöhlen einzeln oder gleichzeitig entzünden. Am häufigsten kommt es zur Kieferhöhlenentzündung (= Sinusitis maxillaris).

Die Diagnose der Nasennebenhöhlenentzündung ergibt sich meist schon anhand der Beschwerden und einer ersten Untersuchung: Hierbei prüft der Arzt beispielsweise, ob bestimmte Stellen des Gesichts schmerzen, wenn er mit dem Finger auf sie klopft oder drückt. Sofern zusätzliche Untersuchungen überhaupt nötig sind, bieten sich besonders die Computertomographie und die Spiegelung der Nebenhöhlen an. Bei der Computertomographie sind auch das Ausmaß der Sinusitis sowie begleitende Fehlbildungen zu erkennen.

Die gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung eingesetzte Behandlung hängt vor allem vom Krankheitsverlauf ab: Bei einer akuten Sinusitis reichen zur Therapie meist ein Nasenspray und unterstützende Maßnahmen (wie Inhalationen und Wärmeanwendungen). Nasenspülungen gelten bei akuter Nebenhöhlenentzündung nicht als empfehlenswert. Hingegen können manche pflanzlichen Präparate die Symptome der Sinusitis bessern – dazu zählen solche, die den Stoff Cineol enthalten, der unter anderem in Eukalyptus und Salbei vorkommt.

Gut zu wissen: Selbst ohne Behandlung klingt eine akute Nasennebenhöhlenentzündung oft innerhalb von etwa zwei Wochen von alleine ab.

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung können Nasensprays helfen, die entzündungshemmende Wirkstoffe (wie Kortison) enthalten. Wirken diese Maßnahmen nicht, kann langfristig eine Operation (z.B. bei Nasenpolypen) die Beschwerden lindern.

Wenn es hinter Stirn und Wange schmerzt.



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