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Myom (Gebärmutter­geschwulst)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. Oktober 2014)

Ein Myom (Gebärmuttergeschwulst) ist ein gutartiger Tumor, der sich aus Muskelzellen der Gebärmutter (Uterus) entwickelt. Jede geschlechtsreife Frau kann ein Myom entwickeln – teils, ohne etwas davon zu ahnen: Oft verursachen Myome keinerlei Symptome.

Dass ein Myom nur während der Geschlechtsreife entstehen kann, liegt daran, dass es hormonabhängig ist: Östrogene regen das Wachstum von Myomen an. Da sich diese weiblichen Geschlechtshormone erst mit Beginn der Pubertät bilden, können Kinder also keine Gebärmuttergeschwulst entwickeln. Ebenso können Frauen, die bei Eintritt in die Wechseljahre noch kein Myom haben, auch keins mehr bekommen. Überwiegend treten Myome zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf.

Die meisten Frauen, die sich wegen einer Gebärmuttergeschwulst in Behandlung begeben, sind jedoch über 45 Jahre alt, denn: Kleine Myome der Gebärmutter sind meist beschwerdefrei. Erst ab einer bestimmten Größe oder bei ungünstiger Lage macht sich ein Myom der Gebärmutter bemerkbar.

Die häufigsten Myom-Symptome sind Zyklusstörungen (z.B. in Form von verstärkten Blutungen, weshalb Myome auch mit einer Eisenmangelanämie verbunden sein können). Zu den weiteren möglichen Anzeichen für ein Myom gehören:

Ein Myom in der Schwangerschaft muss nicht unbedingt stören. Insgesamt sind Myome in der Schwangerschaft allerdings mit einem höheren Risiko für eine Fehlgeburt oder Frühgeburt verbunden. Außerdem kann eine tief sitzende Gebärmuttergeschwulst ein Geburtshindernis darstellen.

Zur Myom-Behandlung stehen die unterschiedlichsten Methoden zur Verfügung:

  • Ein einzelnes Myom kann man entfernen, indem man es (unter Erhaltung der Gebärmutter) ausschält.
  • Mehrere Myomknoten (Uterus myomatosus) machen meist eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) notwendig.
  • Auch eine Hormontherapie kann zur Myom-Behandlung geeignet sein, etwa um das Myom vor einer Operation zu verkleinern oder bei Frauen, für die eine Operation nicht angezeigt ist. Hierzu kommen z.B. gestagenhaltige Hormonpräparate oder sog. Anti-Östrogene zum Einsatz. Da die Hormontherapie jedoch sehr häufig Nebenwirkungen verursacht, beschränkt sich der Therapiezeitraum meist auf wenige Monate.
  • Modernere nicht-operative Behandlungsmethoden sind die Myom-Embolisation oder der MRT-gelenkte fokussierte Ultraschall.

Bei jüngeren Frauen mit behandlungsbedürftigem Myom versucht man stets, die Gebärmutter bei der Therapie zu erhalten, damit sie einen zukünftigen Kinderwunsch erfüllen können.






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