Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Migräne

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Februar 2015)

Migräne ist eine der häufigsten Arten von Kopfschmerz. Sie tritt anfallsartig auf und betrifft meist eine Kopfseite. Die Schmerzen sind häufig pochend oder pulsierend. Oft begleiten weitere Beschwerden wie Licht- und Lärmempfindlichkeit, Sehstörungen, Appetitlosigkeit und Übelkeit einen Migräneanfall.

Etwa 6 bis 8 von hundert Männern und 12 bis 14 von hundert Frauen leiden wiederholt unter Migräneanfällen. Bei rund jeder vierten Frau tritt im Laufe ihres Lebens einmal Migräne auf. 

Mediziner unterscheiden verschiedene Formen der Migräne. Die wichtigsten Formen sind

  • die Migräne ohne Aura und
  • die Migräne mit Aura.

Am häufigsten ist die Migräne ohne Aura mit Symptomen wie etwa Kopfschmerzen, Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit. Die Migräne mit Aura hat etwa jeder vierte bis fünfte Migräne-Patient: Zusätzlich zu den klassischen Migräne-Beschwerden treten bestimmte neurologische Symptome auf – vor allem Sehstörungen, die der Kopfschmerzattacke vorangehen.

Forscher untersuchen und diskutieren verschiedene mögliche Ursachen der Migräne. Dazu zählt die These, dass die Ausschüttung des körpereigenen Botenstoffs Serotonin gestört ist. Möglicherweise spielt bei Migräne auch ein bestimmter Bereich im Hirnstamm eine Rolle, das sogenannte periaquäduktale Grau (PAG), welches für die Schmerzwahrnehmung wichtig ist. Widerlegt ist hingegen die Theorie, nach welcher die Erkrankung durch eine mangelhafte Durchblutung des Gehirns entsteht.

Hormonelle Einflüsse – etwa Schwankungen im weiblichen Zyklus – können eine Migräneanfall auslösen. Möglicherweise können auch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, Schlafmangel oder Stress eine Migräne begünstigen. Die auslösenden Faktoren sind aber individuell sehr unterschiedlich.

Erste Hinweise darauf, dass es sich bei den Beschwerden um Migräne handeln könnte, erhält der Arzt durch die Krankengeschichte (Anamnese) und vor allem durch die Beschreibung der Kopfschmerzen und möglicher weiterer Symptome. Bei neu aufgetretenen, besonders starken oder ungewöhnlich verlaufenden Kopfschmerzen schließt der Arzt andere Ursachen mittels Elektroenzephalogramm (EEG), Computertomographie (CT) und / oder Magnetresonanztomographie (MRT) aus.

Migräne: Video

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Migräne zu behandeln. Bei akuten Anfällen helfen Medikamente gegen Kopfschmerzen und begleitende Symptome. Verschiedene nicht-medikamentöse Methoden können die Behandlung ergänzen, zum Beispiel Sport, Entspannungstechniken oder Stressbewältigungstraining.

Auch Kinder können schon von Migräne betroffen sein: Vor der Pubertät ist etwa eines von 20 Kindern von dieser Art von Kopfschmerzen betroffen.


Anzeige

Anzeige