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Meningitis (Hirnhautentzündung)

Stand: 16. September 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute. Die häufigste Ursache einer Hirnhautentzündung ist eine Infektion durch Viren oder Bakterien. Aber auch Pilze oder Parasiten können eine Meningitis auslösen.

Ein kleiner Junge liegt im Bett und hält sich die Hand auf die fiebrige Stirn.

Daneben gibt es andere, seltenere Ursachen wie Krebs- und Autoimmunerkrankungen. Abhängig vom jeweiligen Erreger kann die Meningitis akut, chronisch oder wiederkehrend (rezidivierend) auftreten. Dieser Text behandelt nur die durch Bakterien verursachte Meningitis, die sogenannte bakterielle Meningitis. Sie grenzt sich deutlich von der durch Viren hervorgerufenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ab.

Bei der bakteriellen Meningitis verbreitet sich der Erreger über das Blut im Körper – in den meisten Fällen von einem Infektionsherd im Nasen-Rachen-Raum ausgehend. In der Folge kann die Infektion an verschiedenen Organen Entzündungen hervorrufen, so auch an den weichen Häuten des Gehirns und des Rückenmarks (den sogenannten Meningen).

Bei einer Meningitis kommt es in der Regel zu Symptomen wie:

In den westlichen Industrienationen sind bestimmte Bakterien die häufigsten Auslöser der Hirnhautentzündung: die Meningokokken (Neisseria meningitidis). Besonders Kinder und Jugendliche vor dem 20. Lebensjahr sind betroffen. Weitere wichtige Erreger der "klassischen", bakteriellen Meningitis sind Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) und die Bakterienart Haemophilus influenzae. Hirnhautentzündungen durch Haemophilus influenzae sind jedoch durch gezielte Impfprogramme in vielen Ländern deutlich zurückgegangen.

Die Meningitis stellt einen medizinischen Notfall dar, der schnellstmöglich eine Behandlung erfordert. Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Heilungsaussichten bei der Mehrheit der Erkrankten gut. Bei bis zu 20 Prozent der Fälle kann es zu Komplikationen kommen, die zu Folgeschäden wie Narben, Lähmungen oder Taubheit führen.

Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Weiterlesen: Meningitis (Hirnhautentzündung): Definition

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