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Meningitis (Hirnhautentzündung)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. April 2015)

Die bakterielle Meningitis, also die akute Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute (sog. Meningen), gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben: Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion (virale Meningitis, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis bzw. FSME).

Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Daneben können in selteneren Fällen außerdem Pilze oder Parasiten eine Meningitis auslösen. Weitere mögliche, aber seltene Ursachen einer Hirnhautentzündung sind zum Beispiel Krebs- und Autoimmunerkrankungen.

In den westlichen Industrienationen sind die sogenannten Meningokokken (Neisseria meningitidis) die häufigsten Auslöser einer bakteriellen Meningitis. Besonders Kinder und Jugendliche vor dem 20. Lebensjahr sind von der Meningokokken-Meningitis betroffen. Weitere wichtige Meningitis-Erreger sind Bakterienarten wie Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) und Haemophilus influenzae. Hirnhautentzündungen durch Haemophilus influenzae sind jedoch durch gezielte Impfprogramme in vielen Ländern deutlich zurückgegangen.

Der bakterielle Erreger gelangt meist von einem Infektionsherd im Nasen-Rachen-Raum aus in den Blutkreislauf und verbreitet sich darüber im Körper. Auf diese Weise können Entzündungen an verschiedenen Organen entstehen, so auch eine Hirnhautentzündung.

Welche Symptome eine Hirnhautentzündung hervorruft, kann je nach Alter der Betroffenen unterschiedlich sein: Säuglinge und Kleinkinder zeigen bei einer Hirnhautentzündung oft etwas andere Symptome als Erwachsene oder auch ältere Kinder. Typische Meningitis-Symptome sind zum Beispiel:
Bei möglichen Anzeichen einer Hirnhautentzündung gilt: so schnell wie möglich zum Arzt! Denn bei Verdacht auf eine bakterielle Meningitis ist es unbedingt notwendig, dass möglichst rasch eine Antibiotika-Therapie beginnt. Sonst kann die Entzündung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. In bis zu zwei von zehn Fällen kommt es bei der Hirnhautentzündung zu Komplikationen, zu deren möglichen Folgen Narben, Lähmungen oder Taubheit zählen.

Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Meningitis: Video



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