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Meningitis (Hirnhautentzündung)

Stand: 22. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Mit einer Meningitis (Hirnhautentzündung) ist nicht zu spaßen: Besonders bei Neugeborenen und Senioren ist eine bakterielle Entzündung der Hirnhäute wegen des vergleichsweise schwächeren Immunsystems immer schwerwiegend. Doch auch in jedem anderen Alter gilt die Meningitis als medizinischer Notfall. Rechtzeitig behandelt sind die Heilungschancen aber meist gut.

Ein kleiner Junge liegt im Bett und hält sich die Hand auf die fiebrige Stirn.

Die akute Entzündung der weichen Häuten des Gehirns und Rückenmarks (der sog. Meningen) durch Bakterien (bakterielle Meningitis) gilt als die "klassische" Form. Eine Hirnhautentzündung kann aber auch andere Ursachen haben: Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion (virale Meningitis, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis bzw. FSME). Die durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung ist jedoch normalerweise schwerwiegender als eine rein virusbedingte. Daneben können außerdem Pilze oder Parasiten eine Meningitis auslösen. Weitere mögliche, aber seltene Ursachen einer Hirnhautentzündung sind zum Beispiel Krebs- und Autoimmunerkrankungen.

Häufigste Auslöser der bakteriellen Hirnhautentzündung in den westlichen Industrienationen sind die sogenannten Meningokokken (Neisseria meningitidis). Besonders Kinder und Jugendliche vor dem 20. Lebensjahr sind von der Meningokokken-Meningitis betroffen. Weitere wichtige Erreger sind Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) und die Bakterienart Haemophilus influenzae. Hirnhautentzündungen durch Haemophilus influenzae sind jedoch durch gezielte Impfprogramme in vielen Ländern deutlich zurückgegangen.

Der für die bakterielle Hirnhautentzündung verantwortliche Erreger geht meistens von einem Infektionsherd im Nasen-Rachen-Raum aus und verbreitet sich über das Blut im Körper. In der Folge können so Entzündungen an verschiedenen Organen entstehen, so auch eine Meningitis.

Welche Symptome eine Hirnhautentzündung hervorruft, kann je nach Alter der Betroffenen unterschiedlich sein: Säuglinge und Kleinkinder zeigen bei einer Hirnhautentzündung oft etwas andere Symptome als Erwachsene oder auch ältere Kinder. Typische Meningitis-Symptome sind zum Beispiel:

Bei möglichen Anzeichen einer Hirnhautentzündung gilt: schnell vom Arzt behandeln lassen! Denn bei Verdacht auf eine bakterielle Meningitis ist es unbedingt notwendig, dass so rasch wie möglich eine Antibiotika-Therapie beginnt. Sonst kann die Entzündung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. In bis zu 20 Prozent der Fälle kommt es bei der Hirnhautentzündung zu Komplikationen, zu deren möglichen Folgen Narben, Lähmungen oder Taubheit gehören.

Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Weiterlesen: Meningitis (Hirnhautentzündung): Definition

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